Kontoauszüge!

Faules Pack

Ich habe in meinem Leben sechs Wochen in einer Behörde
verbracht und was ich da an Unfähigkeit und Faulheit gesehen
habe, reicht für ein ganzes Leben.

Ich hab’s ja gewusst: Wir sind und bleiben eben ein ganz faules, dummes Pack…

Liza,
die in einer dieser faulen Behörden gerade in die 7. unbezahlte Überstunde diese Woche geht, nur, um noch ein paar Fehlentscheidungen zu treffen.

Hallo Liza,

über solche Äußerungen dürfen Sie sich gar nicht aufregen. Sie und ich wissen, dass wir kein faules Pack sind. Ich stufe mich auch nicht als unfähig ein und meine Entscheidungen sind eigentlich auch immer richtig.

Aber so reagieren unsere lieben Mitmenschen ja immer, wenn sie entweder keine anderen Argumente mehr haben oder die Behörde nicht in ihrem Sinne entscheidet.

Viele Grüße
Florian

…der übrigens auch zum faulen Pack gehört und dabei im letzten Monat insgesamt viele, viele Stunden „umsonst“ gearbeitet hat. Das faule Pack musste nämlich viel arbeiten, damit unsere lieben Bürger pünktlich das Geld auf dem Konto haben…

Hallo!

Ich hab’s ja gewusst: Wir sind und bleiben eben ein ganz
faules, dummes Pack…

Jeder soll sich den Schuh anziehen, der ihm passt.
Ich habe eigentlich nur von meinen ganz persönlichen, subjektiven Erfahrungen berichtet, die ich in der Stadtverwaltung X gemacht habe. Ein pauschales Urteil sollte das nicht sein. Nur, wenn der Hinweis kommt, ich sollte einmal einige Zeit in einer Behörde verbringen, dann kann ich nur sagen: Das habe ich, und es hat mich schockiert.

Lieben Gruß,

Florian.

Hallo Werner,

hier wurde niemand wegen seiner Frage angegriffen. Ich für meinen Teil habe lediglich mitgeteilt, wie die Behörde reagiert, wenn man ihr auf die eine oder andere Weise gegenübertritt.

Ich will aber nun mal Klartext reden: Ich finde es persönlich unerträglich, wie in diesem Land jeder in Schutz genommen wird, der auf staatliche Leistungen angewiesen ist. Warum stellen wir nicht gleich einen Topf mit Geld vor der Agentur für Arbeit auf und jeder kann sich nach Belieben bedienen?

Ich finde es auch unerträglich, dass jeder Mensch in diesem Land sich auf irgendwelche Recht berufen kann, nur um NOTWENDIGE Tatsachen nicht preisgeben zu müssen und seien es nur Kontoauszüge. Die Kontobewegungen zu wissen, sind m. E. immer eine Notwendigkeit und nicht nur im Verdachtsfall. Wie stellen sich das manche hier in der Praxis eigentlich vor (oder haben einige hier von Praxis nicht sehr viel Ahnung)?

Soll der Sachbearbeiter bei jeder dritten Akte sagen: „Ach, hier haben wir ja einen Verdachtsfall, jetzt dürfen wir auch die Kontoauszüge einsehen.“

Nun zum anderen Thema: Wer fragt denn mich, ob ich jeden Monat Steuern und Abgaben bezahlen möchte, von denen wiederum andere leben? Oder kann ich vielleicht auch mein Einkommen verheimlichen…?

Vielleicht sollten wir wirklich mal einen Verein für die Erwerbstätigen in diesem Land gründen, denn die sind anscheinend wirklich nur noch die Dummen. Immer fleißig zahlen, aber bitte nicht fragen, für wen und warum.

In diesem Sinne noch einen schönen Abend,

Florian

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Hallo!

Ich will aber nun mal Klartext reden: Ich finde es persönlich
unerträglich, wie in diesem Land jeder in Schutz genommen
wird, der auf staatliche Leistungen angewiesen ist.

Ich empfehle einen Blick in unsere Verfassung, da steht nämlich in Art.20, 28 GG, dass die Bundesrepublik ein demokratischer und SOZIALER Rechtsstaat ist. Und es ist Aufgabe des Staates, sich der Menschen anzunehmen, die seiner Hilfe bedürfen.
Und für mich ist es nicht unerträglich, wenn der Staat sich an die Verfassung hält, im Gegenteil, alles andere wäre schrecklich. Selbstverständlich ist es eine Sauerei, wenn sich Menschen, die eigentlich nicht darauf angewiesen wären, auf Kosten der Allgemeinheit ein angenehmes Leben machen.
Das ändert aber nichts daran, dass die Menschen, die wirklich, ohne zu schummeln, einen Anspruch auf die eine oder andere staatliche Hilfe haben, diese Hilfe auch verdient haben und das ohne dafür an den Pranger gestellt zu werden.
Schau’ Dir doch einfach mal an, wie viele Rentner es gibt, die wirklich in Armut leben, weil sie sich einfach schämen, beim Sozialamt die Grundsicherung zu beantragen, die ihnen nach dem Gesetz zusteht, weil sie sich wegen Aussagen wie der Deinen dann wie Schmarotzer fühlen würden. Das finde ich weitaus trauriger als die Tatsache, dass Menschen vielleicht Leistungen beziehen, auf die sie keinen Anspruch haben.

Ich finde es auch unerträglich, dass jeder Mensch in diesem
Land sich auf irgendwelche Recht berufen kann, nur um
NOTWENDIGE Tatsachen nicht preisgeben zu müssen und seien es
nur Kontoauszüge.

Also ich habe gelernt, dass man dem Staat gegenüber zunächst einmal misstrauisch sein sollte. Das lehrt auch die Geschichte. Und wenn der Staat von mir Dinge in Erfahrung bringen möchte, dann ist es mein gutes Recht danach zu fragen, ob er das darf und ob das notwendig ist.

Nun zum anderen Thema: Wer fragt denn mich, ob ich jeden Monat
Steuern und Abgaben bezahlen möchte, von denen wiederum andere
leben? Oder kann ich vielleicht auch mein Einkommen
verheimlichen…?

Wird nicht, wenn Du Deine Steurerklärung abgibst, davon ausgegangen, dass Du darin ehrlich gewesen bist?

anscheinend wirklich nur noch die Dummen. Immer fleißig
zahlen, aber bitte nicht fragen, für wen und warum.

Natürlich darfst Du fragen. Und dafür gibt es sogar so etwas wie einen Verein, nämlich den Bund der Steuerzahler, nur so am Rande, die würden sich sicher auch über Deinen Mitgliedsbeitrag freuen. Die regens ich übrigens ganz gehörig über die Verschwendung von Steurgeldern auf:

Zitat
„30 Milliarden Euro an Steuergeldern werden schätzungsweise Jahr für Jahr verschwendet…Die Beispiele der Verschwendung reichen von maßlosen Baukostenüberschreitungen, Beschaffungspleiten, unnötige Politikerreisen, wertlose Gutachten, unsinnige Subventionen bis hin zu teuren Schildbürgerstreichen, unsinnigem Bürokratismus und Korruption. Der Bund der Steuerzahler veröffentlicht jedes Jahr im Herbst sein Schwarzbuch ‚Die öffentliche Verschwendung‘, in dem skandalöse Beispiele von Steuergeldverschwendung dokumentiert werden.“

Zitat Ende

Warum steht da nichts von den Geldern, die für Sozialhilfe und Grundischerung für Arbeitssuchende verschwendet werden? Warum regst Du Dich nicht lieber darüber auf? Also ich persönlich finde ein staatlich subventioniertes Spaßbad in der Brandenbrgischen Pampa, das niemals wirtschaftlich arbeiten wird, weitaus schlimmer, als die im großen und ganzen nötigen Ausgaben für Sozialhilfe etc. Denn wir können nun wirklich nicht annehmen, dass die Mehrheit der Empfänger staatlicher Unterstützung in Wirklichkeit keinen Anspruch hätte.

Gruß,

Florian.