Kennt jemand eine Seite, auf der man nachvollziehen kann, welche Aufwendungen die Bank in den Kontoführungsgebühren einrechnen dürfen. Bzw. beliebte Gebühren, die nicht wirklich zulässig sind, aber trotzdem immer wieder erhoben werden.
Rechtlich diskussionswürdig wäre die Wertstellungspraxis
einiger Sparkassen und Banken, die zum Ruin von Kunden führen.
Hm, daß bei der Wertstellung mitunter nicht ganz korrekt gearbeitet wird, ist klar, aber inwiefern das zum Ruin der Kunden führen soll, interessiert mich.
vielleicht so:
01.01. 100,00 Anfangsstand
03.01. sollten 1500 EUR Gehalt kommen, tun’s aber nicht
06.01. - 1200 EUR Abbuchung Kfz-Haftpflicht
08.01. endlich kommen die 1500 EUR
Je nach Kontoart / -bedingungen kommt das dazu, dass entweder saftige Überziehungszinsen anfallen oder die Lastschrift am 06.01. zurückgewiesen wird. In diesem Fall sind die Haftpflichtbeiträge nicht entrichtet, der Fahrer ist nicht versichert. Baut er jetzt einen Unfall mit saftigem Personenschaden würde ich das schon unter Ruin laufen lassen.
vielleicht so:
01.01. 100,00 Anfangsstand
03.01. sollten 1500 EUR Gehalt kommen, tun’s aber nicht
06.01. - 1200 EUR Abbuchung Kfz-Haftpflicht
08.01. endlich kommen die 1500 EUR
Je nach Kontoart / -bedingungen kommt das dazu, dass entweder
saftige Überziehungszinsen anfallen oder die Lastschrift am
06.01. zurückgewiesen wird. In diesem Fall sind die
Haftpflichtbeiträge nicht entrichtet, der Fahrer ist nicht
versichert. Baut er jetzt einen Unfall mit saftigem
Personenschaden würde ich das schon unter Ruin laufen lassen.
da sind wir aber nicht mehr beim Thema Wertstellungspraxis, denn da geht es darum, daß die Gutschrift am richtigen Buchungstag aber mit falscher Valute (=Wertstellung) erfolgt, d.h. verzinst wird das Geld erst ab dem nächsten Tag. Das ist eine Praxis, die der BGH schon vor etlichen Jahren verboten hat, was aber noch nicht bei allen Instituten angekommen ist bzw. umgesetzt wird. Das schlägt bei handelsüblichen Privathaushalten schlimmstenfalls mit ein paar Cent im Jahr zu Buche.
Was Du in Deinem Beispiel skizzierst, kann nur Folge eines Fehlers des Auftraggebers sein, denn beim sog. Schieben der Valuta geht es immer nur um einen Tag.
Und noch zwei Dinge aus der Praxis: Einerseits sollte man dafür sorgen, daß zwischen planmäßigem Gehaltseingang und großen Abbuchungsterminen mehrere Tage liegen. Aus diesem Grund kann man bei Versicherungen etc. den Abbuchungstag aus mehreren Alternativen wählen (bspw. 1., 15., 25.). Andererseits wird ein Bankmitarbeiter normalerweise eine Lastschrift für einen Versicherungsbeitrag nicht ohne Rücksprache einfach so zurückgeben, gerade weil man weiß, welche Folgen das haben kann. Ähnliches gilt (bei Unternehmen) für Sozialversicherungsbeiträge und Steuern, weil deren Ausbleiben praktisch unmittelbar einen Insolvenzantrag auslöst.
Andererseits wird ein Bankmitarbeiter normalerweise eine
Lastschrift für einen Versicherungsbeitrag nicht ohne
Rücksprache einfach so zurückgeben, gerade weil man weiß,
hi,
jep. das kenne ich sogar. in einer kleinen sparkasse wollte ich gerade geld abheben. in der kleinstadt kennt sich jeder und auf einmal ruft die angestellte quer durch den saal: „Herr X, kommen Sie mal bitte, wir mussten Ihrer private Krankenversicherung mangels Deckung zurückbuchen lassen“ … na, da freut sich der kunde ob der freundlichen mitteilung. ich kannt den X und sein unternehmen auch (vom hören-sagen) und kurze zeit war er auch InsO. ob nun wegen der bank oder wegen eigenem unvermögen ist mir unklar. aber viele kleine filialen bzw. institute (dorf-e.G. & kreissparkassen) arbeiten noch wie vor 20 jahren. leider.
Hm, daß bei der Wertstellung mitunter nicht ganz korrekt
gearbeitet wird, ist klar, aber inwiefern das zum Ruin der
Kunden führen soll, interessiert mich.
Das war schon öfter im Fernsehen, Christian,
vor allem alteingesessene Kreditinstitute verfahren immer noch so, weil wenige Kunden die Daten kontrollieren und blindes Vertrauen haben. So kommt es vor, dass ein Kunde, der einen Kredit aufgenommen hat und auch alle Eingangsrechnungen dort laufen hat, nach wenigen Jahren Schulden über 200000 Euro hat, die durch verschobene Wertstellungen entstanden sind.
Gruß
Spencer
X, kommen Sie mal bitte, wir mussten Ihrer private
Krankenversicherung mangels Deckung zurückbuchen lassen" …
na, da freut sich der kunde ob der freundlichen mitteilung.
ich kannt den X und sein unternehmen auch (vom hören-sagen)
und kurze zeit war er auch InsO. ob nun wegen der bank oder
wegen eigenem unvermögen ist mir unklar.
ein Insolvenzverfahren wird nicht eingeleitet, weil bei einer Privatperson mal eine Zahlung nicht vereinbarungsgemäß geleistet wird, sondern weil ein eklatantes Mißverhältnis zwischen Verschuldung einerseits und Vermögen und Einkommen andererseits besteht. Insofern wird Herr X nicht nur einmal Probleme mit der Bank wegen fehlenden Guthabens gehabt haben, was dann auch erklärt, warum der Krankenversicherungsbeitrag nicht bezahlt wurde.
Was ich darstellte, ist das übliche Verfahren bei Kunden, bei denen einmal nicht genügend Guthaben auf dem Konto war bzw. die Kreditlinie nicht ausreichte. Kommt es dauernd zu Leistungsstörungen, wird die Bank irgendwann natürlich die Zügel anziehen.
ich kannt den X und sein unternehmen auch (vom hören-sagen)
und kurze zeit war er auch InsO. ob nun wegen der bank oder
wegen eigenem unvermögen ist mir unklar. aber viele kleine
filialen bzw. institute (dorf-e.G. & kreissparkassen) arbeiten
noch wie vor 20 jahren. leider.
Hi, Showbee,
mir fällt ein, dass ich vor mehreren Jahren einen größeren Betrag von einer Bank zur anderen überwies. Die Transaktion dauerte eine ganze Woche. Die überweisende Bank konnte solange mit meinem Geld arbeiten und brauchte mir keine Zinsen zu zahlen, während ich ohne Geld dastand. Hätte ich das Geld einfach abgehoben und bar eingezahlt, … Aber wer kann das im Voraus ahnen?
Hm, daß bei der Wertstellung mitunter nicht ganz korrekt
gearbeitet wird, ist klar, aber inwiefern das zum Ruin der
Kunden führen soll, interessiert mich.
Das war schon öfter im Fernsehen,
Dann muß es ja stimmen.
vor allem alteingesessene Kreditinstitute verfahren immer noch
so, weil wenige Kunden die Daten kontrollieren und blindes
Vertrauen haben. So kommt es vor, dass ein Kunde, der einen
Kredit aufgenommen hat und auch alle Eingangsrechnungen dort
laufen hat, nach wenigen Jahren Schulden über 200000 Euro hat,
die durch verschobene Wertstellungen entstanden sind.
Um auf derartige Beträge zu kommen, müßte (bei einem angenommenen Zisnsatz von 7,5%) ein Zahlungsvolumen von 900.000.000 Euro um einen Tag geschoben worden sein. Ich bin ja kein Fachmann, aber das erscheint mir für einen handelsüblichen Privathaushalt eine eher große Summe zu sein.
mir fällt ein, dass ich vor mehreren Jahren einen größeren
Betrag von einer Bank zur anderen überwies. Die Transaktion
dauerte eine ganze Woche.
War das eine Zahlung von der Bank Mandiri in Jakarta an die Banca Ciudad de Buenos Aires? Zahlungen innerhalb Deutschlands werden qua Gesetz innerhalb von max. drei Geschäftstagen durchgeführt. Wenn man natürlich den Überweisungsträger nur halb ausgefüllt und zerknüllt freitag abends in den Hausbriefkasten wirft, kann man nicht erwarten, daß die Zahlung bis Dienstag abend auf dem Konto des Empfängers eingegangen ist.
Die überweisende Bank konnte solange
mit meinem Geld arbeiten
Ja, klar. Alle ausgehenden Überweisungsbeträge werden auf ein separates Konto gebucht und dann am internationalen Kapitalmarkt angelegt.