Kontore der Hanse

In London und in Nowgorod unterhielt die Hanse Kontore. Für was waren
die gut?
Alexander

In London und in Nowgorod unterhielt die Hanse Kontore. Für
was waren
die gut?
Alexander

Das waren Vertreter der Hanse vor Ort. Sie waren für die Russen und Engländer die Ansprechpartner.

Und für die Kapitäne der Hanse die Ladungsbeschaffer.

So geht das heute noch. Jede Reederei hat in jedem Hafen der Welt eine Agentur.

mfgConrad

Das waren Vertreter der Hanse vor Ort. Sie waren für die
Russen und Engländer die Ansprechpartner.

Und für die Kapitäne der Hanse die Ladungsbeschaffer.

Hallo Conrad,
vielen Dank für deine Antwort. Jetzt ist mir einiges klar. Als das
Kontor in Nowgorod aufgelöst wurde, begann für die Hanse langsam der
Niedergang.
Mit Gruß, Alexander

Hi Alexander,

vielleicht lohnt sich’s auch, in die FAQ zu schauen:

Hanse [FAQ:328]

Liebe Grüße,
Nike

Hi Alexander,
der Verweis auf die FAQ ist ja schon erfolgt. Nur noch etwas zur Ergänzung. Die Kontore (Handelsniederlassungen) waren mit exterritorialen Rechten ausgestattet (ähnlich wie heutzutage Botschaften). Das war in Zeiten großer Rechtsunsicherheit für den Handel äußerst wichtig. Außerdem dienten sie natürlich als Stapel- und Umschlagplatz und die ortsansässigen Faktoren waren dabei behilflich, Kontakte mit einheimischen Händlern zu knüpfen. Herberge gab es dort natürlich auch.

Wichtig neben London und Nowgorod waren vor allem noch die Kontore in Bergen und in Brügge. Kopenhagen ist übrigens eine Hanse-Gründung. Aus Skandinavien wurde beileibe nicht nur Stockfisch und Salzhering ausgeführt, sondern vor allem (und sehr viel profitabler) schwedischer Stahl als Halbprodukt. Die Hanse hatte in Nordeuropa zeitweise praktisch ein Monopol auf den Handel mit Eisen und Stahl. Das Zeug wurde nicht nur nach Solingen vertickt, sondern z.B. auch nach Sheffield, wo man schöne Scheren daraus machte. Das Londonder Kontor hieß nicht ganz zufällig ‚Stalhof‘ …

Freundliche Grüße,
Ralf