der punkt ist auch mathemtisch / sprachlich interessant. „konvergieren“ scheint ein vorgang zu sein (ist es historisch und in der vorstellungswelt auch), gleichzeitig ist es ein zustand. wir haben es hier sowohl mit einem prozess- als auch einem statusprädikat zu tun. der grenzwert der markovkette „entsteht“ durch konvergenz, gleichzeitig „ist“ er auch schon.
die perfekt-formulierung würde zu sehr einen vollzug einer handlung nahelegen.
helps that?
michael
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da Konvergenz ist nicht zeitabhängig, sondern ein feststehender Zustand der entsprechenden Markovkette. Auch wenn die Markovkette also eine Folge zeitlich veränderbarer Zustände beschreibt, heiß es schlicht: „Die Markovkette konvergiert“.
Nur noch als Anmerkung: Sie könnte auch konvergent sein…
dagegen spricht lediglich, dass sich damit schlechtes Deutsch ausbreitet. Als nächste Stufe stelle ich mir vor: „Die Reihe hat Konvergenz“.
Einen Vorgang durch eine Eigenschaft zu ersetzen ist vielleicht bequem (und modern), aber potthässlich. Das Konvergieren ist ja etwas, das passiert, nicht einfach etwas, was gegeben ist.
Zur Ausgangsfrage: Ist es sinnvoll, sich zu einer mathematischen Operation die Zeitformen zu überlegen? Eine Reihe konvergiert; das tut sie im Kopf des Betrachters.
Nur noch als Anmerkung: Sie könnte auch konvergent sein…
dagegen spricht lediglich, dass sich damit schlechtes Deutsch
ausbreitet. Als nächste Stufe stelle ich mir vor: „Die Reihe
hat Konvergenz“.
Ist das jetzt wirklich schlechtes Deutsch gewesen? Ich frag das nur deshalb (und nur deshalb hab ich auch mein Ausgangsposting geschrieben), weil ich sicher bin, daß meine Professoren an der Uni das fleißig so angewendet haben… Ansonsten hat natürlich auch die Reihe, die konvergiert, meinen Segen und ich werd’s mir merken, sollte ich es nochmals brauchen!
Ist das jetzt wirklich schlechtes Deutsch gewesen?
Da könnten wir tagelang streiten.
…daß meine Professoren an der Uni das fleißig so angewendet haben…
Wer Mathe liest, muss deswegen noch kein gutes Deutsch pflegen.
Wo ein Verb hingehört, sollte eine Aussage nicht durch ein Adjektiv ins Passive verschoben werden. Das wird zwar inzwischen Mode, schön ist es m.E. nicht, weil dem Satz damit die Kraft genommen wird. Immoment finde ich kein Beispiel; einfallen tut mir sowas eh nicht, weil es mir widerstrebt, aber wenn mir eins begenet, melde ich mich nochmal.
Nenene, das machen wir lieber nicht - finde ich zumindest! Streiten tu ich eigentlich nur wegen wirklich wichtigen Dingen und mit Leuten, bei denen das sein muß - beides ist, denke ich, hier jetzt nicht der Fall …
Wer Mathe liest, muss deswegen noch kein gutes Deutsch
pflegen.
Wohl wahr. Mir war’s halt nur weder ungewöhnlich noch unangenehm, weil es wirklich dauernd und von den verschiedensten Professoren verwendet wurde - was unschöne Formulierungen natürlich weder schöner noch richtiger macht…
Wo ein Verb hingehört, sollte eine Aussage nicht durch ein
Adjektiv ins Passive verschoben werden. Das wird zwar
inzwischen Mode, schön ist es m.E. nicht, weil dem Satz damit
die Kraft genommen wird. Immoment finde ich kein Beispiel;
einfallen tut mir sowas eh nicht, weil es mir widerstrebt,
aber wenn mir eins begenet, melde ich mich nochmal.
Ich hab jetzt immerhin verstanden, warum es Dir nicht behagt…