Konzentration bei Kindern

Bitte um ein paar Tipps:
meine 8-jährige Tochter kann sich in der Schule nicht konzentrieren. Zur Zeit verhaut sie eine Arbeit nach der anderen. Wenn ich mir die Arbeit nach der Korrektur anschaue, stelle ich fest, dass sie vom Prinzip alles verstanden hat, aber die Arbeit ist voll mit Flüchtigkeitsfehlern, als ob ihre Gedanken beim Schreiben ständig abschweifen. Wir gucken wenig Fernsehen, sie spielt ein Instrument und ist eine richtige Leseratte, halt ein wenig verträumt.
Wie kann ich ihr helfen?
Danke im voraus
viele Grüße
grilla

Pauschal etwas zu sagen, ist sehr schwer. Ich kann dir nur von unseren Erfahrungen berichten: Anna, nun 10, hatte auch diese Probleme in der Schule, die Arbeiten waren aber nicht durchweg verhauen, aber zum großen Teil und vom Prinzip wusste sie alles!
Im letzen November bin ich dann nach einem Gespräch mit unserem Hausarzt zu einem Kinder- und Jugendpsychologen gegangen und dort wurde Anna sehr lange und an mehreren Terminen gründlich „ausgetestet“. Befund: ADS, Aufmerksamkei-Defizit-Syndrom, das sich zu einem großen Teil in Unkonzentriertheit äußert. Das Erscheinungsbild ist aber sehr umfangreich.
Anna wird nun seit Karneval mit Ritalin behandelt, erst hatten wir einen ziemlichen Schrecken bei Nennung des Medikamentes bekommen, aber ich muß sagen, es wirkt toll, Anna ist total ausgeglichen, hat wieder Spaß an der Schule und an den Hausaufgaben und die Noten sprechen für sich. Das auf die Schnelle unsere Erfahrung, vielleicht ist es für dich eine Anregung.
Lieben Gruß und viel Glück und Erfolg

Anna wird nun seit Karneval mit Ritalin behandelt,

das hat mich neugierig gemacht und folgendes gab es zu lesen:

And what of Ritalin? Ritalin is actually an amphetamine-like drug, but in children it acts as a tranquilizer. It’s a Schedule II drug in the same category as opium, cocaine and morphine. Highly addictive, withdrawal from it can cause suicide. Side effects can include: loss of appetite, weight loss, inability to stay asleep, heart palpitations, drowsiness, joint pain, nausea, chest pain and abdominal pain. It can also cause hallucinations and increase bizarre and abnormal behavior.

ich bin absoluter laie auf diesem gebiet und der arzt , der das verschrieben hat, wird schon wissen was er macht… mich machte es halt nachdenklich…
gruss
khs

And what of Ritalin? Ritalin is actually an amphetamine-like
drug, but in children it acts as a tranquilizer. It’s a
Schedule II drug in the same category as opium, cocaine and
morphine. Highly addictive, withdrawal from it can cause
suicide. Side effects can include: loss of appetite, weight
loss, inability to stay asleep, heart palpitations,
drowsiness, joint pain, nausea, chest pain and abdominal pain.
It can also cause hallucinations and increase bizarre and
abnormal behavior.

Hallo Karl-Heinz,

kannst du bitte mal die Quelle angeben, wo du das gelesen hast?
Mein Sohn wird auch damit therapiert und ich kann nichts, aber auch gar nichts davon nachvollziehen.

Gruß
Uschi

hallo uschi,
die quelle war:

http://www.cchr.org/art/eng/page48.htm

ganz willkuerlich ausgesucht! die anderen verweise aus der suchmaschine ( http://www.alltheweb.com ) liessen aehnliche drastische erkenntnisse raus, aber nochmals: ich bin kein arzt/fachmann … das war einfach nur so ein gefundenes ergebnis - fast ohne wertung.
gruss
kuddel

Hallo,

habe eine Suchmaschine bemüht und finde den Hinweis, daß Ritalin ein Tranquilizer ist. Ich bin zwar medizinischer Laie, halte es aber für ganz und gar unvertretbar, Alltagsproblemen mit Medikamenten begegnen zu wollen. Und wenn mich Mediziner und Psychologen dafür in der Luft zerreissen, behaupte ich, daß man mit Tranquilizern keinem Schulkind bei dem geschilderten Bild dauerhaft helfen kann.

„Stimmungsaufheller“ können zur Abhängigkeit führen. Sie lösen nichts. Bei länger dauernden depressiven Verstimmungen können sie helfen, sie können bei Suizidgefahr ein Mittel sein, also für begrenzte Zeit bei akutem Befund. Es sind Mittel, die dämpfend wirken, vergleichbar einem Deckel auf einem quirligen Geist. Mit Sicherheit weiß weder der verordnende Arzt noch sonst irgend jemand, was er hier tut, welche Folgen dieses Medikament bei einem in der Entwicklung befindlichen Menschen hat.

Ich werde noch deutlicher: Ein Mediziner, der bei einem Kind wegen einiger verhauener Klassenarbeiten irgendein Psycho-Syndrom diagnostiziert und dieses Zeug verschreibt,
ist ein kurzsichtiger Quacksalber. Mit dem Mittel ist keine wirkliche Besserung zu erzielen.

Mag sein, daß ich als Ingenieur, der bei seinem Tun immer die Kette von Ursache, Wirkung, Folgen und Rückwirkungen sehen muß, durch viele prägende Erlebnisse mit Medizinern zu hart urteile.

Gruß
Wolfgang

ich denke, dass du lieber bei deinem Ingenieur-Wesen bleiben solltest. Es gibt genug fachlich fundierte Untersuchungen, auch im Internet, die sich sehr positiv über Ritalin äußern. In unserem Fall ersetzt Ritalin den fehlenden Transmitterstoff im Gehirn.
Und hier werden auch auf keinen Fall nur kurzzeitige schulische
Schwächen mit einem Medikament behoben. Aber die ganze Krankengeschichte aufzuführen, würde den Rahmen sprengen. Man muss sich schon sehr intensiv mit der Krankheit und dem Medikament beschäftigen, um sich ein Urteil zu erlauben.

Ulrike

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Hallo Uschi,
lass Dich nichts verunsichern, ich kann auch keine Veränderungen feststellen, und ich habe vorher mit mehreren Ärzten darüber gesprochen.
Es gibt auch sehr positive Äußerungen über Ritalin, z.B. www.hypies.de
Ich denke, es kommt sehr auf das spezielle Krankheitsbild an. Es gibt übrigens keine Hinweise darauf, dass Kinder, die mit Ritalin behandelt werden, später eher zu Drogen greifen als Kinder ohne Ritalin. Das nur zum Thema Süchtig

Liebe Grüße
Ulrike

Medikamente wie Ritalin können nur eine Akuthilfe für einen sehr begrenzten Zeitraum bieten.

In unserem Fall ersetzt Ritalin den fehlenden Transmitterstoff
im Gehirn.

Das ist eine Vermutung des Mediziners, die zutreffen mag oder auch nicht. Gemessen und sicher diagnostiziert hat er das gewiß nicht. Und wenn das Kind nun Ritalin über einen längeren Zeitraum bekommt, kannst Du allerdings mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, daß das Kind davon abhängig wird, mit auch bei anderen Suchtarten vorkommenden Entzugserscheinungen.

Wie stellt sich der Mediziner, wie stellst Du Dir den weiteren Gang der Dinge vor? Dauernd Ritalin & Co.?

Alltagsprobleme lassen sich mit „mothers little helper“ aus der Pillendose verdecken, aber nicht beseitigen. Daran ändert sich auch nichts, wenn man das Problem zur Krankheit stilisiert.

Was geht in dem Kind vor, welche Ängste, Phantasien und Gedanken bewegen es, gibt es irgendwelche familiären Probleme, Spannungen in der Schule, mit Mitschülern, was auch immer. Gibt es irgendwelche Situationen und Freizeitbeschäftigungen, auf die sich das Kind einige Zeit konzentrieren kann? Wurde das geklärt, bevor von fehlenden Botenstoffen im Gehirn gesprochen wird?
Im übrigen läßt sich fehlende Konzentrationsfähigkeit mit langsam steigenden Anforderungen auch sehr gut trainieren.

Psychopharmaka können z. B. dämpfen, die Ursachen sind aber eben so nicht zu beseitigen. Das „Schöne“ an den Medikamenten ist zudem, daß man die weitere Ursachenforschung unterlassen kann. Das Symptom wird kuriert und alle sind beruhigt.

Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang,

ich lese deine fundierten Beiträge in diesem Forum hier mit großem Interesse. In diesem Fall muss ich dir aber leider widersprechen.

Du sagst selbst, du bist kein Mediziner (vermutlich auch kein Kinder- und Jugendpsychologe), ich bin das auch nicht. Aber wenn du eine diagnostizierbare „Fehlfunktion“ (um es mal so zu nennen) nicht kennst, solltest du, wenn es dich wirklich interessiert, dich vielleicht erst einmal kundig machen.

ADS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom) oder im englischen Sprachraum ADD (Attention deficit disorder) ist sehr wohl (Gott sei Dank auch mittlerweile mehr und mehr in Deutschland) eine behandelbare Fehlfunktion des menschlichen Gehirns. Sehr häufig tritt sie auf mit Hyperaktivität (aber nicht in allen Fällen).

Ich bin vor ca. einem Jahr von meiner englischen Freundin darauf aufmerksam gemacht worden, als ich ihr die „Probleme“ geschildert habe, die wir mit unserem jetzt fast 16jährigem Sohn hatten: Null Konzentrationsvermögen; eine Schrift, die kaum leserlich ist; die Unfähigkeit, sich überhaupt aufzuraffen und zu lernen (der Wille war schon da…aber es ging einfach nicht) und dann natürlich als Folge davon die entsprechenden Leistungen in der Schule.
Der mittlere Sohn dieser Freundin unterzog sich auch dieser Therapie, als er noch zur Schule ging. Mittlerweile ist er 22 und studiert in Edinburgh.

Ich habe dann nach einem Arzt gesucht, der sich mit diesen Symptomen beschäftigt und bin Gott sei Dank auch fündig geworden. Es wurde auch eindeutig ADS diagnostiziert bei einem Kind, von dem die Lehrer (und ich auch natürlich, bevor ich eines Besseren belehrt wurde) nur sagten: stinkfaul, unkonzentriert, abwesend („Träumer“), aber keineswegs dumm.

Mein Sohn nimmt dieses Medikament (auf dessen Dosis er genau eingestellt wurde) seit September. Und es hilft! Er kann sich besser konzentrieren, die Eigenmotivation ist gestiegen und nicht zuletzt haben sich die schulischen Leistungen dadurch verbessert.

Sicher trifft diese Diagnose nicht auf jedes Kind oder jeden Jugendlichen zu, der Probleme in der Schule hat. Aber das heißt noch lange nicht, dass es bei manchen nicht der Fall sein kann.

Wenn du dich wirklich dafür interessierst, Wolfgang, empfehle ich dir z.B. folgende Seite im Internet:
http://www.ads-hyperaktivitaet.de/

Oder gib einmal in eine Suchmaschine ADD (oder auch ADHD) ein und lies dich mal durch einige englische oder amerikanische Seiten.

Gruß
Uschi

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ich würde auch mal wegen ADS nachfragen gehn.

Ich persöhnlich habe mich früher genauso verhalten und verhalte mich jetzt noch so.

Bei Gesprächen schweifen meine Gedanken nach kurzer Zeit ab, ich kann mich nicht auf etwas genau konzentrieren, sondern muss mich immer irgendwie ablenken.

In der Schule war ich ein Mathe-genie, aber es hat mir nie zu ner 1 (oder hier in der schweiz ner 6) gereicht im zeugniss weil meine Aufgaben ständig voller Flüchtigkeitsfehler waren.

Meine Hausaufgaben machte ich eigentlich nie (auch jetzt eigentlich nicht wirklich), in meinen Aufätzen fehlten manchmal ganze Worte, die ich auch bei mehrmaligem durchlesen trotzdem immer dort stehen sah.

In diesen Fällen bringt auch psychischer Druck etc. nichts. (von wegen „Du setzt dich jetzt hin und lernst“)

Bei mir wurde nie ADS oder etwas ähnliches gefunden, aber man ging auch nie von sowas aus. Es hiess nur „Hyperaktiv“, „Legastehnie“. Aber wegen beidem bekam ich weder Medikamente noch was anderes. Mittlerweile habe ich mich selbst halbwegs unter Kontrolle, aber es ist je nachdem anstrengend (zu anstrengend) sich auf etwas stark zu konzentrieren wenn man sowas hat. (Vielleicht lasse ich mich mal wegen ADS checken)

Hat deine Tochter denn wenige Freunde oder kommt sie mit anderen gut aus?

ADS
Hallo Yves,
danke für Deine Antwort.
Ehrlich gesagt macht mir den Gedanke, dass meine Tochter an ADS leiden könnte, ein wenig angst. Mir ist jede Krankheit unheimlich, die mir nicht heilbar erscheint, und eine lebenslange Medikamentenvergabe nach sich zieht. Irgendwie hoffte und hoffe ich, dass ich Einfluß auf ihr Konzentrationsvermögen nehmen kann.
Ich war in der Schule so gut, wie ich mich konzentrieren konnte, und genauso schlecht, je nach dem wo ich mich geistig gerade befand. Aber bei uns wurde sehr viel Fernsehen geschaut, unkontrolliert, beängstigende Filme habe ich selbst abends mit meinen Eltern geschaut. Daran könnte es auch gelegen haben.
Aber nicht bei uns. Von diesem Ritalin, von dem Urmel erzählt hat, habe ich schon gehört, und die dazu gehörigen Schauergeschichten ebenfalls.
Aber an Kontaktarmut leidet meine Tochter nicht. Sie ist schüchtern und eher nachgiebig, aber kein einsames Kind - im Sinne verschlossen, introvertiert, eigenbrödlerisch - dass Gott-sei-Dank nicht.
Ich werde mich mal erkundigen, ob es Meditationskurse oder Yogakurse für Kinder gibt, und was davon zu halten ist. Das mit dem Ritalin schiebe ich auf, bis es brennt.
Dir wünsche ich noch alles Gute, bis zum nächsten Mal
grilla

http://home.t-online.de/home/uta.til/ads0.htm

Konzentrationsschwierigkeiten - ADS - usw. usf. - ein sehr umfangreiches Gebiet.
Wenn du dir die Zeit nimmst, diese Seite bringt viel Information und auch Hilfsangebote.
Gruß Helene

Hi Grilla!
Ich habe mir die bisherigen Statements angesehen und frage mich, ob es wirklich so ist - oder vielleicht bei deiner Tochter ganz anders?

Unser Sohn (9) ist auch oft unkonzentriert in der Schule, in den Arbeiten hat er dann Fehler drin, die gar nicht sein müssten.
Allerdings liegt das bei ihm nicht an ADS, sondern daran, dass er zu den Kindern gehört, die eine relativ leichte Auffassungsgabe haben, die Lehrerin sich aber am Gros der Klasse orientieren muss und die Dinge sehr viel öfter wiederholt, um sie zu festigen, als es für unseren Sohn notwendig wäre. Spätestens beim zweiten oder dritten Wiederholen schaltet unser Sohn dann ab, träumt und schaut aus dem Fenster.

Unsere Lehrerin meint übrigens - und sagt uns das immer wieder bei Elterngesprächen - er könnte mehr leisten (nur machen wir uns z.Zt. noch keinen Stress, da seine schulischen Leistungen (= Noten) nicht so schlecht sind, dass sie Anlass zu Kritik gäben), aber man muss ihn erst „wecken“, wenn man eine Antwort haben möchte. Je mehr er überzeugt davon ist, einen Stoff zu beherrschen, desto schlechter fallen seine Noten aus, weil er gar nicht mehr genau hinguckt.

Wir machen uns dennoch oft Sorgen (ich jedenfalls), dass er irgendwann mit diesem Verfahren auf die Nase fällt. Im Herbst wird er auf die Oberschule kommen, wird er dann auch noch träumen können und den Schulstoff trotzdem bewältigen?

Vielleicht sucht ihr mal das Gespräch mit der Lehrerin? Ich denke, sie überblickt vielleicht eher, ob eure Tochter den Stoff beherrscht und dann abschaltet oder ob sie tatsächlich unwillentlich unkonzentriert ist.

Susanne

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Uschi,

bitte lies noch einmal die ursprüngliche Frage. Dort stand:
Zur Zeit verhaut sie eine Arbeit nach der anderen…
… sie spielt ein Instrument und ist eine richtige Leseratte, halt ein wenig verträumt.

Zur Zeit, also nicht schon längere Zeit, keineswegs schon immer. Eine verträumte Leseratte, die ein Instrument spielt, kann sich in der Schule nicht konzentrieren. Das hört sich nicht nach hyperaktiv an, das deutet auch nicht grundsätzliche Konzentrationsprobleme an.

Um diese Beschreibung ging es und da war in Antworten schnell von medikamentöser Behandlung die Rede. Eine Diagnose kann nicht aus der Ferne, schon deshalb nicht aus diesem Forum, nicht nach so unvollständiger Fallkenntnis und sicherlich überhaupt nicht von mir als med. Laien kommen. Aber auch ein med. Laie kann ein Gesamtbild würdigen, soweit es ihm bekannt ist und soweit er zu entsprechenden Gedankengängen in der Lage ist.

Herzlichen Dank für die von Dir genannte Internet-Seite. Ich habe sie mit Interesse gelesen und es kann sicher ein helfender Fingerzeig für Eltern tatsächlich hyperaktiver Kinder sein.

Gruß
Wolfgang

Zur Zeit verhaut sie eine Arbeit nach der anderen…
… sie spielt ein Instrument und ist eine richtige Leseratte,
halt ein wenig verträumt.

Hallo Wolfgang,
nun muß ich mich doch auch noch einmal einschalten. Auch bei uns traten die Symptomer verstärkt auf, je mehr in der Schule gefordert wurde. Unsere Tochter wurde seit dem Kindergartenalter mit Krankengymnastik, Ergotherapie etc. behandelt. Aber mit fortschreitendem Schulalter nahmen auch die Konzentrationsprobleme zu.

Zur Zeit, also nicht schon längere Zeit, keineswegs schon
immer. Eine verträumte Leseratte, die ein Instrument spielt,
kann sich in der Schule nicht konzentrieren. Das hört sich
nicht nach hyperaktiv an, das deutet auch nicht grundsätzliche
Konzentrationsprobleme an.

Diese ADS-Kinder sind NICHT hyperaktiv, und bei ADS unterscheidet man auch noch ganz viele Varianten, sogar geschlechtsspezifische Unterschiede sind möglich. Unsere Tochter findet z.B. auch einen absoluten Ausgleich beim Klavierspielen.

Natürlich ist dieses Forum kein med. Ratgeber, mein ursprüngliches Posting sollte ja auch nur eine Anregung sein, auch mal in diese Richtung zu untersuchen.

Schönen Abend noch
Ulrike

Hallo Grilla,
ich kann gut verstehen, dass Du es mit der Angst zu tun bekommst, wenn Du von einer Krankheit und Medikamenten hörst und ich persönlich glaube auch, das mit dem pathologisieren etwas zu viel herumgeschmissen wird. Ich bin nun weder Arzt noch Phsychologe, aber der gesunde Menschenverstand sagt mir, dass jemand der gern liest, nicht an einer krankhaften Konzentrationsstörung leidet. Den Weg mit Meditation und Yoga finde ich sehr gut und möchte da noch einen Tipp geben: versucht es mal mit Kampfsport, ich selbst habe seit meinem 11. Lebensjahr Karate gemacht und in Puncto Konzentration, Koordination, Disziplin (häufig liegt es nämlich auch daran) und Selbstbewußtsein sehr davon profitiert. Nun macht die zweite Generation seit 2 Jahren Karate und auch da sind gute Resultate spürbar. Vor allen Dingen ist Karate ein Sport, der sich nicht wie Judo z.B. spielerisch lernen lässt, das macht es dem Kind natürlich nicht leichter, aber wenn Deine Tochter Feuer fängt, dann wird sie das bald nicht mehr merken und kann sich, und das ist ja nicht erst seit dem traurigen Fall von Ulrike immer wichtiger auch verteidigen, wenn es darauf ankommt. Guck Dir nur die Vereine vorher gut an, es gibt auch da gute und schlechte.
Vielleicht hilft es ja!

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aus meiner Erfahrung was Kampfsport angeht ist mir aber eines klar geworden, in den meissten Kampfschulen oder Dojos geht es nicht um die Philosophie des Kampfsportes, sondern einzig und allein darum wie man am schnellsten zum Prügeln kommt. (sei dies die einstellung der schüler oder der Senseis), dazu kommt dass man (soviel ich weiss) nicht vor einem gewissen Alter in den meissten Kampfschulen aufgenommen wird. Das ganze funktioniert, wie du sagtest, übrigens nur wenn sie das will, und ich denke für viele 8jährige Mädchen gibt es interessane Dinge als kämpfen.