Konzentrationsprobleme,disziplinmangel,sucht usw

Hallo,

Hallo

Ja weiss ich. 20 Minuten vor einer Rechtsprüfung war mir das
aber irgendwie gleich.

Versteh ich dich richtig?

Vielleicht.

Du hast das mit Ritalin mal eben so vor einer
Prüfung probiert?
Ohne zu wissen, ob es dir was bringt, ob
es nützt, ob es schadet?
In dem Fall sind Konzentrationsprobleme wohl
deine geringsten Schwierigkeiten.

Erklär mir doch bitte was meine Schwierigkeiten sind?
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass sich der Schwerpunkt des Threads falsch verlagert…
Lassen wir doch mal das mit dem Ritalin, mh? War eine bloede Idee, es hier zu posten. Ein Arzt kann mir wohl etwa am besten Erklären (bzw. mich Beschimpfen) was richtig ist oder nicht.

Gruß
Elke

Gruss zurueck.

Hallo Stefan!

Das kommt auf den Hersteller und die Darreichungsform an.
MPH gibt es mit unterschiedlichen Trägerstoffen (Ritalin/Medikinet) und auch als Depot in Kapselform (Concerta/Medikinet retard)

Frag Deinen Arzt, wie teuer welche Verordnung bei Deiner Dosierung wird, dann bist Du auf der sicheren Seite.

Angelika

Hallo!

Einen interessanten Artikel zum Thema Ritalin & Co. habe ich in „Gehirn & Geist“ Heft 12/2005 gefunden. Titel „Keine Angst vor IQ-Doping!“ Bevor man soch ein Vorgehen verurteilt, sollte man sich mal genauer mit dem Thema beschäftigen. Davon abgesehen, wenn die „Droge“ unschuldigen Minderjährigen verordnet werden kann, wird wohl kaum ein erwachsener Student bei einmaligem Gebrauch zum Drogenjunkie!

Es geht hier doch auch nicht um Wettbewerbsverzerrung bei olympischen Wettkämpfen!

Viele Grüße

Anne

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Hallo Anne!

Einen interessanten Artikel zum Thema Ritalin & Co. habe ich
in „Gehirn & Geist“ Heft 12/2005 gefunden. Titel „Keine Angst
vor IQ-Doping!“ Bevor man soch ein Vorgehen verurteilt, sollte
man sich mal genauer mit dem Thema beschäftigen.

Es geht darum, dass man sich wirklich strafbar macht, wenn man diese Art von (BTM-Rezept-pflichtigen)Medikamenten ohne ärztlichen Segen nimmt.

Da obendrein MPH noch einige Zeit im Urin nachgewiesen werden kann, könnte ein Mensch, der ohne Verordnung diese Medikamente nimmt, bei einer eventuellen Drogenkontrolle der Polizei ziemlich heftige Probleme bekommen und im schlimmsten Fall die Fahrkarte abgeben müssen.

Davon
abgesehen, wenn die „Droge“ unschuldigen Minderjährigen
verordnet werden kann, wird wohl kaum ein erwachsener Student
bei einmaligem Gebrauch zum Drogenjunkie!

Ich nehme mal an, dass Du Dich mit der Materie ADS nicht wirklich auskennst, sonst würdest Du nicht die obige Forumlierung (nämlich „Droge“ und ihre Verordnung an „unschuldige Minderjährige“)benutzen.

Methylphenidat (MPH) ist ein hochwirksames Medikament, das bei bestimmten Erkrankungen, u.a. ADS, eine äußerst effektive Behandlungform darstellt.
Daher möchte ich - als Selbstbetroffene - Deine obige Formulierung nicht so stehen lassen.

Für all die Menschen, die nach jahrelanger Odyssee endlich durch ebendiese Art Medikamente Hilfe fanden, sind solche und ähnliche - in meinen Augen oberflächliche - Äußerungen ein Schlag ins Gesicht.

Angelika

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Medikamenten … brauch
Hi Angelika,

Zustimmung zu dem, was du sagst.

Mir ging es um noch etwas anderes: jemand, der vor
einer Prüfung ein Medikament, dessen Wirkung auf sein
System er nicht kennt, zum ersten Mal einnimmt,
geht leichtsinnig vor.
Womit dann eigentlich wieder ein Bogen zu seiner
ursprünglichen Frage geschlagen wäre.

Gruß
Elke

Hallo Elke!

Ja, da hast Du Recht.
Das ist schon eine leichtsinnige Vorgehensweise vor einer Prüfung!

Angelika

strafbar?
Hi!

Der Konsum jeglicher Drogen ist nicht strafbar. Ein Fahrzeug unter Drogeneinfluß zu führen schon.

Gruß
Siân

Hallo Angelika,

nein, mit ADS kenne ich mich nicht wirklich aus! Ich glaube, das muss ich auch gar nicht. Und wenn ich das Wort Droge in Anführungsstrichen schreibe, meine ich damit, dass ich den Ausdruck in dem Zusammenhang als ziemlich übertrieben betrachte.

Verstehen wir uns nicht falsch, ich bin gegen jeglichen Einsatz herkömmlicher illegaler Drogen und verabscheue den Konsum von Nikotin und den Missbrauch von Alkohol. Ich denke nur, dass der Einsatz von Medikamenten zur Steigerung der geistigen Fähigkeiten zumindest mal überdacht (und ggf. legalisiert)werden sollte. Wenn ersthafte Nebenwirkungen ausgeschlossen werden können, warum sollte dann solch eine Leistungsteigerung so verwerflich sein? Wenn es möglich wäre, die Vokabeln einer Unterrichtseinheit in 10 Minuten zu lernen, anstatt sie stundenlang zu büffeln, was wäre daran so schlecht?

Wir alle haben zeitweise mal Schwierigkeiten, uns zu konzentrieren. Die einen mehr und die anderen weniger. Genau wie wir alle mal Kopfschmerzen haben, ohne gleich Migräne-Patienten zu sein. Trotzdem nehmen wir in dem Fall auch mal eine Schmerztablette. Warum soll man dann nicht auch mal eine Tablette gegen Konzentrationsschwierigkeiten nehmen dürfen - besonders dann, wenn es für den weiteren Lebensweg wichtig ist? Wenn es dafür sogar relativ nebenwirkungsarme Mittel gibt? Genau darum geht es auch in dem von mir angesprochenem Artikel. Aber auch um die unerwünschten Nebenwirkungen: Nämlich darum, dass es nach der Einnahme solcher Mittel (insbesondere gedächtnisfördernde Mittel), auch schwer fallen würde, unangenehme Ereignisse des Lebens wieder zu vergessen.

Im Übrigen benutze ich selbst auch eine „Droge“ zur Steigerung der geistigen Leistungsfähigkeit: Koffein. Ein schöner schwarzer Tee vor dem Lernen verbessert meine Aufnahmefähigkeit - jetzt gerade trinke ich ihn übrigens auch gerade. Und das völlig legal!

Viele Grüße

Anne

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Hallo Anne!

Nimm´s mir bitte nicht krumm, aber Deine Antwort ist an meinem letzten posting ziemlich vorbei!

Ich habe mich lediglich auf die Formulierung mit den unschuldigen Kindern in Verbindung mit Droge bezogen.

Was wer zu seiner eigenen Leistungs- oder Konzentrationsverbesserung anstellt ist mir ziemlich egal, das hat nämlich - außer im Krankheitfall = AD(H)S - nichts mit dieser Art von Medikamenten zu tun.

Angelika *Oberlehrermodus aus* :wink:

Hallo.

Doch nehmen wir an, es ist so - was würdest du vorschlagen?
Kennst du irgendwie Literatur zu diesem Thema?

Literatur nicht unbedingt. Ich denke auch, daß hier so etwas nicht wirklich weiter bringt.
Hochbegabung ist eine sehr komplexe Angelegenheit und äußerst individuell, alleine schon ein ausführlicher Test würde Dich weiterbringen. Es gibt Hochbegabte/Höchstbegabte, die sind wahre Genies auf einem oder zwei Gebieten, dafür sind sie sonst absolut nicht zu gebrauchen. Das sind dann immer die, wo man zurecht sagt, die hätten einen richtigen Schuß weg. Andere haben nicht ganz so drastisch einen an der Birne, sind dafür auf vielen Gebieten mehr als herausragend. Es gibt auch Hochbegabte, die den derzeitigen Rahmen an Intellienzverständnis sprengen: Die können so gut wie gar nichts im klassischen Sinn - manche können kaum ein Wort richtig schreiben - doch in unkonventionelle Bereichen trumpfen sie plötzlich auf, bspw. weil sie extremes zwischenmenschliches Geschick aufweisen, Gruppen intuitiv führen können, Abläufe und komplizierte Vorgänge in Sekunden durchschauen …

Es wäre also erst einmal nötig, daß Du Dich von einem Psychologen richtig ausgiebig testen läßt, am besten in allen 7 Intelligenzbereichen. Dann solltest Du ebenfalls beim Psychologen das Gespräch und damit auch Hilfe, Beratung etc. suchen.

Wenn Du wirklich hochbegabt bist, schleppst Du sicherlich einige Verhaltensauffälligkeiten mit Dir herum, bspw. die latente bis deutlich sichtbare Störung wenn es darum geht, Beziehungen/feste Beziehungen zu anderen Menschen/potentiellen Partnern aufzubauen und vorallem zu halten.

Doch es gibt Vereine und Verbände, die sich mit Hochbegabten und teilweise auch Höchstbegabten auseinandersetzen und helfen wollen. Zum Beispiel bieten sie Möglichkeiten, die Fertigkeiten im Umgang mit den eigenen Fähigkeiten auszubauen - Organisation des eigenen Lebens, Herangehen an Aufgaben mit bestimmter Zeiteinteilung [„Lernen“], Gedächtnistraining, et cetera, et cetera, et cetera.

Auf jeden Fall muß Dir eines klar werden: Man ist als Hochbegabter/Höchstbegabter zwar den anderen (auch den meisten Doktoren, Professoren) geistig Lichtjahre voraus, doch ist dies mehr ein Potential. Auch Begabte können 'mal falsch liegen und sich irren. Doch vor allem schlägt bei Begabten die innere Einstellung durch: Diese geistige Überlegenheit ist mehr als Potential zu sehen, daß es erst einmal umzusetzen gilt. Eine unglaublich schwierige Aufgabe - vor allem an der Uni. Die meisten Prüfungen sind auf fleißige Leute oder Pauker ausgerichtet (selbst in den Ingenieurwissenschaften). Begabte sind aber selten wirklich konstant fleißig. Es kann also durchaus sein, daß ein eigentlicher Hyperüberflieger mit IQ 165 3er und 4er an der Uni bekommt, obwohl er den Stoff weit besser verstanden, als es die „normalen“ paukenden 1er-Leute können.

Hier muß man aber genau einharken: Schon Goethe erkanntevöllig richitg, daß nur der Meister sein kann, der nicht nur das Genie insichträgt, sondern auch die notwendigen Fertigkeiten beherrschen lernt, den nötigen Aufwand betreibt.
Gerade das müssen Begabte wirklich üben, vielleicht sogar richtig lernen.

Dieser Kampf gegen den inneren Schweinehund in Sachen Faulheit und „nur das Nötigste tun“ wird Dich dann auch das ganze restliche Leben verfolgen. :smile:

Am besten suchst Du erstmal einen Psychologen auf, mit dem Du die Sachlage erst einmal klärst. Wahrscheinlich kann er Dir dann auch gleich einschlägige Adressen für besagte Fördermöglichkeiten oder Hilfestellen geben.

MfG