Konzentrationsschwäche, teilweise 'Lustlosigkeit'

Hi,

dazu gibt es ja ellenlange Themen im www, aber irgendwie beziehen sich die meisten auf die typische Konzentrationsschwäche die zb. Schüler ect. haben, ich denke meine ist etwas „anders“.

Ich bin 27Jahre alt und habe einen mittelmässig stressigen Job. Vor fast 2 Jahren hab ich meinen Techniker gemacht, eine entsprechende Stelle eingenommen und seitdem geht es gefühlt „bergab“.
Vorab muss ich sagen, dass ich eigentlich immer Spass an meinem Job hatte und es immernoch habe, aber manchmal (manche Tage sind „härter“ als andere) fehlt mir ein wenig der Antrieb, oder ich bin Lustlos und wofür ich früher 1000%ig war, hab ich das Gefühl, dass ich heute eher mal sage: „das passt schon so“.

Ich hab für die Abschlussprüfung ~5 Monate im Schnitt 4 Stunden gelernt, also wahnsinnig viel für jemanden, der vorher (wenns hochkommt) 30min am Stück über einem Buch sitzten konnte. Am Anfang viel mir das recht Schwer, mit der Zeit gefiel mir das sogar (neues Wissen anzuhäufen) und hatte den „Höhepunkt“ auch um den Zeitpunkt der Prüfung, danach hatte ich natürlich keinen Strich mehr gemacht, konnte aber ganz gut von dem Angeeigneten Wissen „zehren“.
Die Zeit wärend des Lernens war dafür schon von Stress geprägt, ich hatte fast kein Sozialleben, hab entweder gearbeitet, gelernt, geschlaffen oder gegessen und mir nur maximal alle 2 WOchen einen Tag frei gegönnt, dazu kahm, dass ich auch in der Zeit einen „Sehsturz“ hatte, auf dem rechten Auge teilweise nicht mehr richtig fokusieren konnte und die Sehkraft dementsprechend schwach war ( OK, aber nicht mit 27 und dann nicht inerhalb von fast 2 Jahren. Sportlich bin ich auch halbwegs, Puls genauso wie Blutdruck sind OK, Blutbild genauso.
Irgendwie hab ich ja nichts Handfestes und manchmal glaub ich auch, dass ich event. zu hart mit mir ins Gericht gehe. Dazu kommt, dass ich bis zur Prüfung ja auch über Jahre ein Ziel hatte, ab dem moment ja augenblicklich keins mehr.

Wenn konfrontiert man mit sowas normalerweise.
Kann ich damit zu meinem Hausartz gehen oder direkt einfach mal eine Sitzung beim Psychologen buchen. Zu meinen Kollegen will ich nicht gehen und die Familie versteht das unter Umständen auch nicht wirklich.

Vielen Dank

Hallo,
mir fällt dazu spontan ‚burnout‘ ein. Hört sich an, als wenn du am Anfang davon stehst.

Ich denke, du solltest mal mit deinem Hausarzt über dein Problem sprechen. Vielen Menschen geht es so. Oft fällt man in ein tiefes Loch, wenn man ein lange anvisiertes Ziel erreicht hat. Mir haben frei verkäufliche Tabletten mit Johanniskraut darüber hinweg geholfen. Die wirken zum einen beruhugend und zum anderen stimmungsaufhellend. Habe mir sie als Reimport besorgt, weil ich nicht so viel Geld ausgeben wollte und erst mal die Wirkung an mir testen wollte. Aber das ist bei jedem anders. Ich würde an deiner Stelle wirklich mal mit deinem Arzt darüber sprechen. Er kann dir mit Sicherheit sagen wie du dieses Tief überwinden kannst.