Konzept für leistungsgerechte Entlohnung

Hallo,

ich arbeite in einem Krankenpflegedienst und muss nun ein Konzept für eine leistungsgerechte Entlohnung schreiben.
Meine Gedanken habe ich mir ja nun schon darüber gemacht, aber wie fasse ich das Ganze zu einem Konzept zusammen? Was gehört alles in ein Konzept und wie lang sollte es sein?
Bin für jede Hilfe dankbar!

LG

Welche Art Konzept?

Meine Gedanken habe ich mir ja nun schon darüber gemacht, aber wie fasse ich das Ganze zu einem Konzept zusammen?

Das hängt vom Konzept ab.
Es gibt, zumindest bei uns:

  • Ideenkonzept (2-3 Sätze, worum es geht und was es bringt)

  • Übersichtskonzept (enthält Ideenkonzept)
    — Grobkonzept: Abstrakte Beschreibung, welche Prozesse, Mechanismen und Ergebnisse entstehen, verändert werden oder wegfallen.

— Feinkonzept: Detaillierte Beschreibung, wie das alles aussehen soll.

  • Realisierungskonzept (kann auch jeweils grob oder fein sein und benötigt ein Übersichtskonzept):
    — Veränderungsprozess: „was, wann wie und wo“
    — Projektplan: Sämtliche planrelevanten Informationen, u.a. Dauer, Aufwände, Kosten, Verantwortlichkeiten…

Das alles fällt solange unter Konzept bis wo über die tatsächliche Realisierung entschieden wurde.
Daher wäre es interessant zu wissen, wer das Ganze haben will und wozu.
Aus dem Bauch heraus würde ich aber sagen, es geht höchstwahrscheinlich um ein allgemeines Grobkonzept, da diese hinreichend viele Informationen enthalten, um über weiteres Vorgehen zu entscheiden.

Gruß,
Michael

Hallo Mike,

erstmal vielen Dank für deine Antwort.

Meine Arbeitgeberin möchte es haben, um letzendlich den Leistungswillen und die Motivation der MA zu erhöhen. Es bliebe mir auch überlassen eine „Testphase“ mit einem MA durchzuführen.

Ich denke, dass sie das schon so durchdacht und geschildert haben will, dass man das als Grundläge für das zukünftige Vergütungssystem verwenden kann.

LG

Eindeutig Grobkonzept!
Zitat Wikipedia („Konzept“):
eine gedankliche Zusammenfassung (Vorstellung) von Gegenständen und Sachverhalten, die sich durch gemeinsame Merkmale auszeichnen, siehe „Begriff“ und „Vorstellung“

Ein Grobkonzept wird im Normalfall in wenigen Stunden/Tagen erstellt.
Es beansprucht weder Gewährleistung der Fehlerfreiheit noch Vollständigkeit. Es dient lediglich als richtungsweisende Grundlage für weitere Ausarbeitung.
Anhand des Grobkonzepts wird erst einmal entschieden „ja/nein will ich (nicht)“.
Idealerweise ist ein Grobkonzept so einfach gehalten, dass man es in maximal 15 Minuten versteht.

Den vollständigen Aufwand eines Feinkonzepts möchte kein Manager finanzieren, nur um eine ja/nein Entscheidung zu treffen.
Anhand des Feinkonzepts erfolgen konkrete Arbeitsanweisungen an die verschiedenen Projektbeteiligten zur Umsetzung.
Dieser Aufwand lohnt sich einfach nicht, wenn noch gar nicht über das ja/nein entschieden wurde.

Ins Grobkonzept gehört dann einfach rein:

  • Thema: worum geht es

  • Formaler Rahmen: was ist der Rahmen, der Auftrag [und: was nicht]

  • Fachlicher Rahmen: welche Prozesse und Fachgebiete sind betroffen [und welche nicht]

  • Grobe Vorstellung des Zielprozesses (z.B. mit SIPOC Modell)
    Supplier: Wer gibt dem Prozess etwas?
    Input: … und was …
    Prozess: … was wird damit gemacht …
    Output: … was kommt dabei raus …
    Customer: … und wer benötigt es am Schluß wozu?

  • Grobes Vorgehensmodell a la:

  1. Abstimmung mit X,Y und Z
  2. Durchführung von a,b und c
  3. Ergebnisbericht

SIPOC - Beispiel:
Supplier: Management und Mitarbeiter vereinbaren Ziele.
Input: Ein Zielvereinbarungsdokument für jeden MA.
Prozess: MA bearbeitet, erfüllt und berichtet seine Ziele
Output: Zielerfüllungsbericht
Customer: Management bewertet die Zielerfüllung und vereinbart mit der Lohnbuchhaltung die Prämienausschüttung

Idealerweise geht man dabei in umgekehrter Reihenfolge vor:
wer braucht was von wem , wie wird das hergestellt, was wird dazu benötigt und woher kommt das Benötigte?

So kann man in ein paar Stunden hinreichend verständlich zusammenfassen, wie die Welt nach dem Projekt aussehen soll, ohne daß man alles ins Detail ausarbeitet.

Gruß,
Michael