habe schon fast geglaubt, ich werde langsam komisch im Kopf, weil ich meinte, dass in meinem neuen Büro die extra bildschirmarbeitsplatzgerechten Leutstoffröhren hin und wieder so ein pumpendes Flackern (ca. 3 pro Sec. für 1-2 Sec. ein paar Mal in der Stunde) zeigten. Doch eine Kollegin (mit den gleichen Röhren im Büro auf der andere Flurseite) sprach mich darauf an, bevor ich selbst etwas sagen konnte. Der daraufhin gerufene Elektriker stellte beim ersten Besuch (nach Feierabend) nichts fest und auch heute als ich ihn noch mal vorbeizukommen gebeten habe, passierte (in der Mittagspause) zunächst nichts. Als er dann den angeblich getrennten Lichtstromkreis abschaltete, bestätigte sich mein inzwischen aufgekommener Verdacht, dass die Sache mit einem anderen Gerät im Büro zu tun haben könnte. Am gleichen Stromkreis hängt auch ein durchaus moderner MITA Kopierer/Drucker, und als der Lichtstom wieder anging und das Gerät wieder hochfuhr, war das Flackern auch wieder da.
Ein Trennen der Stromkreise oder ein Umstellen des Kopierers ist wenig parktikabel und ich mache mir auch nicht viel vor, dass der Kopiererlieferant durch Reparatur / Austausch des Geräts etwas bewerkstelligen könnte. Da liegt vermutlich ein grundsätzliches Problem bei den Kisten vor. Daher meine Frage: Kann man mit externen Filtern o.ä. an Lampe oder Kopierer da etwas einfach, schnell und preisgünstig machen? Für die Lampen gibt es wohl elektronische Vorschaltgeräte, die sind aber wohl recht teuer.
Hi Wiz,
elektronische Vorschaltgeräte sind heutzutage eigentlich Standard. Am besten wäre es, die Stromkreise zu trennen. Ich erlebe immer wieder solche Geschichten. Auch Aufzüge in der Nähe sind oft Ursache für solche Störungen. Da ich nicht weiss, wie die Anlage aufgebaut ist, kann ich hier nur vermuten. Wurden Kompensationskondensatoren verbaut? Ich muss immer wieder feststellen, das leider nur wenige Installateure in der Lage sind, Beleuchtungsanlagen vernünftig einzubauen. Die meisten sind leider immer noch der Meinung, sowas mal eben ranfummeln zu können. Moderne Beleuchtunganlagen sind aber zwischenzeitlich teilweise hochkomplizierte Anlagen. Auch die Qualität der verwendeten EVG´s ist entscheidend. Was für Leuchtmittel sind denn in den BAP-Leuchten? Leuchtstofflampen oder Kompaktleuchtstofflampen? Wenn auf EVG´s (sofern keine drin sind) umgerüstet werden soll, dann welche mit Cut-Off-Technik.
Gruss Sebastian
Es ist tatsächlich - wenn es denn wirklich am Kopierer liegt - Sache des Kopiererherstellers diesen Mangel zu beseitigen. Es sei denn, er erklärt, dass er die Grenzwerte nach DIN VDE 8… (muss ich nachschauen) einhält (Müsste dann überprüft werden ob das stimmt. Es bestehen ja berechtigt Zewifel daran.)
In dieser VDE-Vorschrift steht drin, wie viel dB ein Gerät bei welchen Frequenzen an Störungen ins Netz zurückspeisen darf. Hält er diese Grenzwerte ein, so sind die Lampen zu empfindlich (eher unwahrscheinlich).
Wenn er diese Werte überschreitet, muss er durch Filter dafür Sorge targen, dass die Störspannungen (die, wenn sie zu hoch sind zu Schäden an empfindlichen elektronischen Geräten verursachen können) eleminiert werden.
erst mal besten Dank für die beiden bisherigen Antworten. Ich habe inzwischen auch den Kopiereraufsteller erreicht, der eine IMHO ganz plausible Erklärung brachte, zu der ich jetzt ganz gerne noch mal Meinungen hätte.
Er sagte mir, dass es nichts mit einer Einstörung des Kopierers ins Netz zu tun hätte, sondern damit zusammenhinge, dass die Heizung des Kopierers beim Aufwachen aus dem Bereitschaftsmodus bzw. beim Einschalten, Kopieren und noch zu einigen anderen Gelegenheiten mit einer Leistung von knapp 1 KW anspringen würde, und dieser plötzliche Leistungsbedarf würde auf den vermutlich nur mit 1,5mm² ausgelegten Leitungen dann zu einem kurzfristigen Einbruch der Stromversorgung führen, was sich eben im Flackern der Leuchten bemerkbar machen würde.
Nun klingt dies einerseits nicht ganz wenig plausibel für mich, andererseits denke ich mir, dass dagegen dann vermutlich auch die elektronischen Vorschaltgeräte nicht ausrichten können, oder?
Da dies ja nun noch die deutlich preiswertere Lösung gegenüber einer Auftrennung der Stromkreise wäre, hätte ich da gerne mal eine Einschätzung, ob sich unter diesen Umständen der ebenfalls sicher nicht ganz billige Versuch mit dem Austausch überhaupt lohnt.
BTW: Die ganze Anlage wurde erst vor zwei Jahren verlegt und da es eigentlich Stand der Technik ist, Lichtstrom getrennt zu führen, können wir da evtl. sogar Regress beim Installateur nehmen und ihn zur Nachbesserung verdonnern. Nur spare ich mir natürlich gerne den Dreck und Stree, wenn es auch eine einfache Lösung gäbe.
und oft ist es nur…
… ein schlecht montiertes (oder konstruiertes) reflektorenblech in der leuchte (was auch die EMV außerordentlich ungünstig beeinflussen kann!), oder leuchtstoffröhren, die ihre lebendauer bald erreicht haben.
oder werden die leuchten evtl. gedimmt? in diesem fall gilt es, die mindestnennlast nicht zu unterschreiten.
gruß
ann (im letzten leben jahrelang EMV-spezi in einer renommierten leuchtenfirma)
tscha es ist mitunter so, daß Leuchtstofflampen anfangen zu flimmern- wie beschrieben.
Das kann einerseits an der Leuchtenschaltug ligen (z.B. Tandemschaltung), andererseits darf ein Fremdgerät die Leuchtenschaltung nicht beeinflussen, sonst hab ihr irgendwann ganz andere Probleme(z.B. Festplatten brennen ab). Also das Netz auf Oberwellen hin untersuchen lassen.
Hallo Wiz,
klingt ja schon recht plausibel. Aber 1 kW an einer 1,5 mm² - Leitung ist eigentlich überhaupt kein Thema. Außer Euer Büro ist länger als 500 m *g*. Wahrscheinlicher ist aber, dass irgendwo auf der Strecke eine Klemmverbindung nicht ok ist und so vor sich hinbrutzelt. Hätte der Elektriker ganz einfach merken müssen, wenn er den sogenannten „Schleifenwiderstand“ misst.
Ist allerdings wirklich merkwürdig, wenn Kopierer und Beleuchtung an einem Stromkreis hängen.
In der Hoffnung, dass Dein Büro nicht abbrennt bevor der Elektriker da war:
K.
1 kW an einer 1,5 mm² -
Leitung ist eigentlich überhaupt kein Thema.
Stimmt- wenn sonst nichts dran hängt. Offenbar hängt aber mindestens die Beleuchtung auch dran, sowie vermutlich noch einige Computer, Drucker, Kaffeemaschinen und wer-weiss-wass-sonst-noch. Da kann die Spannung dann schon mal ganz schön in die Knie gehen, wenn 1 kW dazukommen!
Ich denke, auf die Dauer wird man um eine ordentliche Trennung der Stromkreise nicht herumkommen.
Hi Wiz,
der Mann vom Kopierer-Service hat nicht unrecht. Sofern wirklich alles an einem Kreis hängt kann es zu den beschriebenen Störungen kommen. Nur hätte der Elektriker das wissen müssen. Gerade wenn es um BAP-Beleuchtung geht. Normalerweise arbeiten elektronische Vorschaltgeräte noch sicher im Bereich von 198-254V. D.h., es dürften diese Störungen nicht auftreten.
Gruss Sebastian