Liebe w-w-w-Gemeinde,
ich grüble seit einiger Zeit über den Zweck den es haben könnte, CDs mit Kopierschutz zu versehen. Ich komme zu keinem Ergebnis. Ich unterscheide drei Kategorien von Kopierarten:
1.
Jemand fertigt von einigen CDs einige Kopien an um diese im Verwandten- und Bekanntenkreis zu verschenken. Diese Art Kopie war und ist legal, sofern bei ihrem Anfertigen kein Kopierschutz umgangen wird.
2.
Jemand lädt Songs/CDs via KaZaA, eMule oder ähnlichem herunter umgeht so den Kauf von CDs. Das kann durch einen Kopierschutz nicht im mindesten verhindert werden, denn aus irgendeiner Quelle werden die Songs immer ins Netz kommen, und sei es über analoge Zwischenstufen wie das Mitschneiden einer abgespielten CD oder aus dem Radio/TV.
3.
Jemand fertigt nachfrageabhängig CDs an, um diese (z. B. auf dem Schulhof, unter Kommilitonen oder im Internet) zu verkaufen. Dieser Jemand bedient sich dabei der Quelle aus 2. oder fertigt selber analoge Mitschnitte an.
Im Fall 2. und 3. wird kein Downloader bzw. Brenn-CD-Käufer sich nach Genuß der so erlangten Musik entschließen, die entsprechenden CDs zu kaufen, weil er imstande war, etwaige Qualitätsmängel der analogen Zwischenstufe festzustellen.
Folglich wird nur der erste Fall durch den Kopierschutz verhindert, doch gerade der war bislang legal und ist es - als Analogmitschnitt auch bei geschützten CDs - immer noch! Außerdem werden hier die allerwenigsten CD-Käufe verhindert.
Als Audiophiler Mensch, der sich gerne mal CDs für unterwegs zusammenstellen (brennen) möchte, sind kopiergeschützte CDs ziemlich uninteressant und ich kaufe sie mir nur, wenn ich die Musik gaaaaaaaaanz toll finde. Früher war die Schwelle zur Kaufentscheidung bei mir niedriger. Wo also nützt der CD-Kopierschutz überhaupt?
Gibt es irgendeinen Aspekt, wo der CD-Kopierschutz einen Nutzen im Sinne der Musikindustrie erkennen läßt?
Vielen Dank für Eure Tipps, ich komm einfach nicht drauf.
Eine schöne Adventszeit wünscht
-R o b.
