Kopplung BU und Anlageprodukt

Hallo,
ich bin 21 und absolviere im Moment ein duales Studium.
Ich möchte gern eine BU abschließen und wurde dazu von einem MLP Berater kontaktiert der mir nun folgendes empfiehlt:
Abschluss einer SBU start der Gesellschaft „Dialog leben“. Hier sind die Beriträge sehr gering und nach Abschluss meines Studium besteht eine Wechseloption ohne erneute Gesundheitsprüfung in die SBU professional mit konstanten Beiträgen oder eine „bestpartner BU“ der Heidelberger Leben in Verbindung mit einer Rentenversicherung „balanced topinvest Basisrente“
Der Beitrag für die "bestpartner liegt bei knapp 100€, wovon 45€BUZ Beitrag und 50€ „Gesamtbeitrag“ sind. Auf meinen Einwand, dass mir dieser Beitrag zu hoch sei kam als Antwort, dass ich mir ja eh einen Großteil davon über die Steuer erstatten lassen könnte wenn ich dann richtig verdiene.
Jetzt habe ich gelesen, dass man Risikoabsicherung(BU) und Anlage prinzipiell trennen sollte und außerdem gehört, dass viele Leute schlechte Erfahrungen mit MLP gemacht haben. Könnt ihr mir dazu was empfehlen? Vielen Dank für eure Hilfe

Zum Thema MLP sag ich nichts mehr!

Komisch ist nur, dass Du jetzt ein Produkt kaufen sollst, dessen Beiträge Du erst später (möglicherweise) absetzten kannst. Ich hoffe der Berater hat Dir auch erklärt, das die Leistungen versteuert werden müssen (die mögliche BU-Rente wesentlich stärker als bei anderen Produkten). Wie schaut es denn mit den Leistungen der BU aus, hat er da was zu gesagt? Hast Du als Student überhaupt so viel Geld um Dir noch die Rentenversicherung dabei leisten zu können?

Hallo,
da hab ich mich vielleicht falsch ausgedrückt. Es ist so, dass ich im Moment den sehr niedrigen Beitrag der sbu start von ca. 18€ monatlich zahle. Nach Ende meines Studiums in 1,5 Jahren stehen mir dann die 2 oben genannten Möglichkeiten offen. Diese beiden Möglichkeiten ruhen bis dahin, wobei der Vorteil darin besteht, dass ich keine erneute Gesundheitsprüfung machen brauch nach Studienende…

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Einwand, dass mir dieser Beitrag zu hoch sei kam als Antwort,
dass ich mir ja eh einen Großteil davon über die Steuer
erstatten lassen könnte

Das ist ja wohl eine Frechheit. Erstens weiß der „Berater“ doch überhaupt nicht, wie hoch Dein Steuersatz sein wird, zweitesn bekommst Du auf keinen Fall einen „Großteil“ zurück und drittens ist es ja wohl bodenlos, eine überzogene Prämie damit zu rechtfertigen, das der Fiskus eine Erstattung gewähren könnte.

Jetzt habe ich gelesen, dass man Risikoabsicherung(BU) und
Anlage prinzipiell trennen sollte und außerdem gehört, dass

Dazu gibt es soviele Meinungen, wie es Leute gibt. Im Allgemeinen kann man das nicht beurteilen, da muß man die Details kennen.

viele Leute schlechte Erfahrungen mit MLP gemacht haben. Könnt
ihr mir dazu was empfehlen? Vielen Dank für eure Hilfe

Schick diesen „Berater“ in die Wüste und geh zu mindestns drei anderen. Grundsätzlich ist es nicht schlecht in jungen Jahren, solange man noch ganz gesund ist eine BUV abzuschließen und später, wenn man verdient, aufzustocken. Das A und O ist ein sachkundiger, ehrlicher Berater. Den solltest Du Dir jetzt suchen.

  • Trennung Altersvorsorge und Risiko ist absolut zu empfehlen aus den unterschiedlichsten Gründen -> deshalb SBU.

  • keine Billig-SBU nehmen sondern eine die deinen Anforderungen (!) entspricht. Wenn die Bedingungen der BU vorsehen, daß du ab dem 128. Pflegepunkt BU bist, dann brauchst Du sie nicht…

  • wenn ich das mit dieser „bestpartner BU“ und Basisrente höre, rollen sich mir die Fußnägel auf. Das bekommt anscheindend jeder Studi aufgeschwatzt ohne Rücksicht auf seine persönliche Situation.
    Einfache Frage: Wenn Du angestellt sein wirst, wäre Riester für Dich besser als die Basisrente. Also gehe ich davon aus, daß Du Dich nach dem Studium selbständig machen willst?
    Falls das nicht so ist, dann weißt Du spätestens jetzt was Du von dieser „Beratung“ zu halten hast. Wie bereits erwähnt wurde, hat man dir bestimmt auch nur die angeblichen Steuervorteile der Kombi Rürup + BUZ erzählt, aber nicht, daß Du im BU-Fall (und Du gehst ja davon aus, daß der eintreten könnte!) höhere Steuerabgaben hättest als bei der SBU.

Grüße
CE

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

MLP und Beraterhaftung
Hallo Experten,

Philipps Frage hat mich an einen Fall erinnert, bei dem einem durchschnittlichen Angestellten, frisch verheiratet mit Kinderwunsch, eine Rürup-Rente mit BU vom MLP-Berater verkauft wurde. Das war 2005, und inzwischen ist das zweite Kind unterwegs, so dass er als Alleinverdiener kaum noch Steuern zahlen dürfte.

Kann man so einen Vertrag, wohlgemerkt vor der „Vermittlerrichtlinie“ abgeschlossen, anfechten/rückabwickeln? Mich (völlig unbeteiligt, allerdings befreundet) ärgert das auch deswegen, weil MLP ja auch mit der Kombination Riester/SBU ein gutes Geschäft hätte machen können, ohne so einen Sch… verkaufen zu müssen.

Gruß,
Andreas

weil MLP ja auch mit der Kombination
Riester/SBU ein gutes Geschäft hätte machen können, ohne so
einen Sch… verkaufen zu müssen.

mit dem best partner-Müll macht MLP noch mehr Rendite. :smile:

Hallo,
da hab ich mich vielleicht falsch ausgedrückt. Es ist so, dass
ich im Moment den sehr niedrigen Beitrag der sbu start von ca.
18€ monatlich zahle. Nach Ende meines Studiums in 1,5 Jahren
stehen mir dann die 2 oben genannten Möglichkeiten offen.
Diese beiden Möglichkeiten ruhen bis dahin, wobei der Vorteil
darin besteht, dass ich keine erneute Gesundheitsprüfung
machen brauch nach Studienende…

Dafür kaufst Du eine große Uniflexibilität. BTW viele bieten so Modelle an, so auch wir. Es ist also nichts allzu Besonderes was MLP da bittet.

Polt, Bobo und der 22. Mai 2007
Guten Tag Philipp,
vor ungefähr zwanzig Jahren gabe es einmal einen Kinofilm, in dem
ein Versicherungsvertreter einem Kunden eine Wohngebäudeversicherung
verkauft hat. Der Kunde wohnte als Mieter in einem Mehrfamilienhaus.
Dann gibt es bis in die Jetztzeit hinein Tausende, die eine
Vollkaskoversicherung für ihr elf Jahre altes Auto abschließen,
weil der Versicherungsvertreter meint, dass die Autoversicherung ja eine Pflichtversicherung ist, um die leider niemand drum herum kommt.
Ich habe auch einmal eine Dame kennengelernt, die hatte eine
Tierhalterhaftpflichtversicherung für ihre Katze. Und im Versicherungsschein stand „Tier - Rufname: Bobo“.
Heute erfahre ich, dass ein Vermittler einem 21-jährigen Studenten eine Rüruprente verkaufen will.
Nun, ich bin zuversichtlich. Solange das Versicherungsgewerbe bestehen
wird, brauchen die Menschen im Grunde genommen gar kein Kino oder
irgendeine andere Form der Ablenkung, bei der ihnen lustige Geschichten oder der blanke Irrsinn in unverfänglicher Form
serviert werden. Der Alltag genügt vollkommen. Und der 22. Mai 2007
hat daran nichts geändert. Er ändert daran nichts. Und er wird daran auch in der Zukunft nichts ändern. Die Branche und die nur ihr eigenen
Gepflogenheiten stehen dafür. Mit Sicherheit.
Gruß
Günther

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,
dreht doch den Spieß mal um. Verlangt die Unterlagen des Vermittlers auf denen die Registrierungsnummer versehen ist, lasst doch ein Beratungsprotokoll ausfertigen und konfrontiert doch die jeweiligen Vermittler mit dem Bund der deutschen Versicherten sowie dem Ombudsmann.
Ich habe eine Gesellschaft erlebt, bei der daraufhin alles möglich war was bisher überhaupt nicht ging. Und zwar so schnell, daß ich kaum schauen konnte.