Korkplattendämmung auf Dielen?

Hallo,

kaufe ein älteres Haus, nicht unterkellert mit noch guten, ebenen Holzdielen. Es ist entschieden Fusskalt und ich dachte an eine Dämmung mit Korkplatten (Kunststoffe gehen wegen Feuchtigkeit nicht), darüber ein Bodenbelag aus Holz und teils Laminat.

Macht das Sinn? Bringen 20mm Korkplatten eine anständige Isolierung, halten sie die Belastung aus?
Habt Ihr weitere Tips? Habe so etwas noch nie gemacht, will das jetzt mal lernen und die gröbsten Anfängerfehler vermeiden. Die Arbeiten eilen nicht, kann mich also geruhsam schlau machen.

Gruß und Danke für HIlfe, Paran

Hallo Paran!
Ich kann Dir nur meine Erfahrungen berichten. Ein paar Millimeter Kork als endgültiger
Fußbodenbelag saugen keine Wärme, werden als warm empfunden, im Gegensatz zu
Laminat, welches immer als kalt empfunden wird, weil es Wärme entzieht.
Habe hier im Zimmer fast 26°C aber der Boden fühlt sich noch immer kalt an.
MfG
airblue21

Hallo,

Du hast mich ev. falsch verstanden. Ich möchte 20 mm Kork als Dämmung unter z.B. Laminat verlegen.
In dem Haus kommt halt wirklich Kühle von unten (dem nie von der Sonne gewärmten Sand, der verm kaum mehr als 12 Grad warm wird), es fühlt sich nicht nur so an, es zieht die Beine hoch.
Daran möchte ich etwas ändern.

Gruß, Paran

Macht das Sinn? Bringen 20mm Korkplatten eine anständige
Isolierung, halten sie die Belastung aus?

Die isolierende Wirkung von Kork ist zwar etwa 3 x so gross wie die von Holz, in dieser geringen Stärke allerdings in der tatsächlichen Wirkung nur unwesentlich grösser als die von Holz. Insgesamt sind 20mm recht wenig und gehen kaum als fachgerechte Isolierung durch.

Ich würde die Dielen aufnehmen und die Balkenzwischenräume ordentlich dämmen.
Mein Material der Wahl wäre hier ökologisch unbedenkliches und unverrottbares Schaumglas.
Darüber eine Dampfsperre und eine 22mm OSB-Platte. Darauf die alten Dielen als fertigen Boden.
Das erhält den Charme und ist deutlich fusswärmer als Laminat.

Unter dem Boden für eine definierte (Zwangs-) Lüftung sorgen.

Ein Ortstermin mit einem Baubiologen oder Architekt mit einschlägiger Erfahrung mit solchen Objekten ist dringend angeraten.

Hallo,

Die isolierende Wirkung von Kork ist zwar etwa 3 x so gross
wie die von Holz, in dieser geringen Stärke allerdings in der
tatsächlichen Wirkung nur unwesentlich grösser als die von
Holz. Insgesamt sind 20mm recht wenig und gehen kaum als
fachgerechte Isolierung durch.

Wenn die Isolierwirkung 3 x so groß wie bei Holz ist, sind 20mm Kork so gut, wie 60 mm Holz. Das hört sich schon gut an. Ein 6 cm Balken isoliert doch schon ganz gut.
Ich denke, das wird reichen.

Ich würde die Dielen aufnehmen und die Balkenzwischenräume
ordentlich dämmen.

Mir geht es schon auch um den Kosten-Nutzen-Effekt. 70 qm Dielen aufnehmen ist nicht ohne, verm. darunter in den Zwischenräumen Schutt, der dann erstmal raus muss. Nachher Dielen wieder drauf - schon recht aufwendig. Und warum, wenn mir der Isolierfaktor von 6 cm Holz völlig reichen dürfte?

Darüber eine Dampfsperre und eine 22mm OSB-Platte. Darauf die
alten Dielen als fertigen Boden.
Das erhält den Charme und ist deutlich fusswärmer als Laminat.

Sorry, aber 1. viel zu aufwendig und 2. will ich keine Dielen als Boden. Habe ich lang genug gehabt, sie taugen nicht dazu (splittern, reiben leicht ab, muss man dauernd streichen oder abschleifen lassen etc.).
Der Charme ist mir wurscht, ich will einen belastbaren Boden.

Unter dem Boden für eine definierte (Zwangs-) Lüftung sorgen. Wegen der Dampfsperre?

Ein Ortstermin mit einem Baubiologen oder Architekt mit
einschlägiger Erfahrung mit solchen Objekten ist dringend
angeraten.

Mir gewerblichen Experten hat man immer das gleiche Problem: jeder empfiehlt Abhilfe seiner Sparte und hofft auf einen Auftrag.

Gruß, Paran

Vielleicht wäre Tabula Rasa besser?
Noch besser wäre es, meiner Meinung nach, die Dielen herauszureissen und gleich einen richtigen Estrich mit Isolierschicht zu machen oder ggf. den Betonboden sogar zu teeren, dann bleibt die Feuchte im Erdreich und steigt nicht hoch. Alle Arbeiten natürlich nur unter fachkundiger Beratung. Und klar es ist aufwändiger als irgend etwas auf einen Unterbau zu klatschen.

Nichts gegen Holzdielen, damals kannte man halt moderne Baustoffe wie z.B. Styrodur noch nicht und behalf sich mit dem, was am geeignetsten erschien. Wir haben die zwar die modernen Baustoffe, aber dafür auch die hohen Preise für Heizmaterial. Vielleicht ein Argument, es gleich richtig zu machen.

Feuchteproblem

Mir geht es schon auch um den Kosten-Nutzen-Effekt. 70 qm
Dielen aufnehmen ist nicht ohne, verm. darunter in den
Zwischenräumen Schutt, der dann erstmal raus muss. Nachher
Dielen wieder drauf - schon recht aufwendig. Und warum, wenn
mir der Isolierfaktor von 6 cm Holz völlig reichen dürfte?

Vielleicht deshalb, weil die Dielen unter der aufsteigenden Feuchtigkeit des Erdreiches gammeln könnten? Indem man eine Wärme- Isolierschicht auf das Holz legt und es damit auf die kalte Seite zieht, wird dieses auch durch Schwitzwasser erst recht nass.

Es war vom ursprünglichen Architekten bzw. Baumeister bestimmt nie vorgesehen, die Holzdielen nach oben hin luftdicht abzuschließen.

Darüber eine Dampfsperre und eine 22mm OSB-Platte. Darauf die
alten Dielen als fertigen Boden.
Das erhält den Charme und ist deutlich fusswärmer als Laminat.

Sorry, aber 1. viel zu aufwendig und 2. will ich keine Dielen
als Boden. Habe ich lang genug gehabt, sie taugen nicht dazu
(splittern, reiben leicht ab, muss man dauernd streichen oder
abschleifen lassen etc.).
Der Charme ist mir wurscht, ich will einen belastbaren Boden.

Unter dem Boden für eine definierte (Zwangs-) Lüftung sorgen. Wegen der Dampfsperre?

Ein Ortstermin mit einem Baubiologen oder Architekt mit
einschlägiger Erfahrung mit solchen Objekten ist dringend
angeraten.

Mir gewerblichen Experten hat man immer das gleiche Problem:
jeder empfiehlt Abhilfe seiner Sparte und hofft auf einen
Auftrag.

Gruß, Paran