„Es liegt an Martins alten, dreckigen Auto“ oder
„Es liegt an Martins altem, dreckigem Auto“?
Eigentlich liegt es nicht an MICH MIR, das rauszufinden.
Wo finde ich die entsprechende Regel?
„an“ ist eine Präposition, bei der die Ortsveränderung den Fall bestimmt.
Liegst du, dann zeichnet dies eine Ortsunveränderlichkeit aus - Dativ.
Legst du etwas irgendwohin, veränderst du den Ort des gelegten Teiles - Akkusativ.
Dies gilt für alle Präpositionen, die für beide Fälle gebraucht werden.
Richtig heißt es:
„Es liegt an Martins altem dreckigen
Auto“.
Also wenn du nicht gerade eine neue Regel aus dem Hut zauberst, ist diese nicht ganz in Ordnung.
„altem, dreckigem Auto“
nicht zu verwechseln mit
„seinem alten,dreckigen Auto“
ich habe, glaube ich, in meinem anderen Posting das eigentliche Problem nicht getroffen.
Es handelt sich hier um den unterschied der starken und schwachen Beugung. Ich bin sicher, wir haben ein FAQ dazu. Sollte mich meine Sicherheit in Irrwege führen, wird sich Fritz sicher noch darüber auslassen.
Verwirrt mich doch nicht noch mehr, als ich es eh
schon bin
siehe mein Ausnahmeposting…
„andere“ ist ein Indefinitpronomen oder Zahladjektiv.
„alt“ und „dreckig“ mit n, denn es sind gleichrangige Adjektive, da gilt das nicht.
hier liegt genau das stark-schwach-beuge-problem.
„andere“, „seine“, „eine“, „der“ usw. werden hier gleichgestellt.
„mit anderem alten, dreckigen Auto“
„mit (s)einem alten,dreckigen Auto“
„mit dem alten, dreckigen Auto“
aber:
„mit altem, dreckigem Auto“
Adjektive(außer Zahladjektive) haben nie unterschiedliche Endungen, wenn sie ein und dasselbe Wort näher bestimmen.(Hier ist das Problem, dass man seit längerem das INDEFINITPRONOMEN als Zahladjektiv sieht - daraus ergibt sich nun die Verwirrung(und aus meiner Art zu erklären))
Hallo, Matthias,
entgegen der irreführenden Antwort von Rene (chatairliner)
Die Frage war nach der Flexion in einer Reihung von Adjektiven.
Und die richtige Antwort war bereits von WoDi gegeben.
weder
„Es liegt an Martins alten, dreckigen Auto“ oder
noch
„Es liegt an Martins altem, dreckigem Auto“
sondern
„Es liegt an Martins altem, dreckigen Auto“
Der Fall, (Dativ) den das „an“ fordert wird lediglich im ersten einer Reihe von Adjektiven ausgedrückt.
Beispiel aus http://www.canoo.net/services/OnlineG…
"Ohne Artikelwort wird das Adjektiv im Dativ Singular Maskulin und Neutrum meistens wie nach dem bestimmten Artikel schwach flektiert:
Dieser Link führt mich auf eine Seite mit Fehlermeldung.
„Ohne Artikelwort wird das Adjektiv im Dativ Singular Maskulin und Neutrum meistens wie nach dem bestimmten Artikel schwach flektiert:
aus anderem weichen Stoff
mit anderem guten Bier“
Hier ist „ander-“ wie ein Artikelwort gebraucht. Also eine Ausnahme.
Wenn aber die attributiven Adjektive greichrangig sind, gilt dies:
_ Die Deklination mehrerer attributiver Adjektive
Wenn zwei oder mehrere gleichwertige (nebengeordnete) attributive Adjektive (Partizipien) nebeneinander stehen, dann werden sie parallel gebeugt, d. h. sie erhalten alle die gleichen Endungen:
ein breiter, tiefer Graben, … nach langem, außerordentlich schwerem Leiden , in dem breiten, tiefen Graben, auf bestem, holzfreiem, hochglänzendem Papier…
… Die frühere Regel, dass in diesem Falle beim Dativ Singular und Genitiv Plural das zweite der artikellosen Adjektiv nach Typ II (schwach) gebeugt werden müsse, gilt nicht mehr:
»Zwei oder mehr aufeinanderfolgende Adjektive werden gleich flektiert.«
Zu den Ausnahmen führen, wie erwähnt, lediglich einige Pronomen und Zahladjektive. Wie genau dann in den Einzelfällen flektiert werden muss, kann jeder selbst nachlesen: http://www.canoo.net/services/OnlineGrammar/Wort/Adj…
ich habe das seinerzeit auch noch so gelernt. Und ich entsinne mich noch, wie ich einen Schüler nach der alten Regel korrigierte und der mir dann die Grammatik unter die Nase hielt mit der revidierten Regel.
Oh Fritz,
sag deinen Spruch mit dem „puto“ nie in einem spanischsprachigen Land bei Leuten, die des Lateinischen nicht mächtig sind.
Dort bedeutet es nämlich (sich prostituierender) Homosexueller.
Danke für die Aufklärung, ich bin mir mittlerweile ziemlich sicher, damals auch gelernt zu haben, dass erst das M und dann das N kommt. Aber gut, man lernt ja nie aus.