Kosten Antrag auf Bebauungsplanänderung

Hallo Experten,

ich habe mitten in Leinfelden einen 350m² großen Garten, der leider im Bausperrgebiet liegt.

Ich habe jetzt einen Antrag auf Bebauungsplanänderung gestellt (einschl. aller geforderter Unterlagen). Die Kosten seitens der Stadtverwaltung wurden mit 10.000 € angesetzt.

Irgendwie kommt mir das ziemlich viel vor.

Weiss jemand von Euch, ob diese Kosten im Rahmen liegen ?

Danke schonmal im Voraus.

Grüsse

Sven

Aber hallo,

lass dir einfach mal die Rechtsgrundlage erläutern, nach der die Änderung des Bebauungsplanes berechnet wurde. Dass Bebauungspläne überhaupt berechnet werden, ist mir bisher völlig entgangen. Aber man lernt ja immer dazu … oder geht es um Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen?

Grüße

Kira

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Hallo Kira,

vielen Dank für Deine schnelle Antwort.

Der Tipp mit der Rechtsgrundlage ist gut, werde ich gleich am Montag anfordern.

Es handelt sich nicht um eine von der Stadt angestoßene Bebauungsplanänderung (womöglich für ganze Straßenzüge), sondern nur um eine von mir angestoßene Änderung für 1 (evtl. auch 2-3) Grundstücke.

Ersteres soll tatsächlich für den Bürger kostenlos sein, Zweiteres soll etwas Kosten. Wenn ich aber 10.000 € durch einen Kostensatz von sagen wir mal 70 € / Stunde (in der Industrie üblich) teile, komme ich auf 142 Stunden Arbeit, also ein voller Monat. Und das erscheint mir als relativ viel…

Grüsse

Sven

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Hallo,

Zweiteres soll etwas Kosten. Wenn ich aber 10.000 € durch
einen Kostensatz von sagen wir mal 70 € / Stunde (in der
Industrie üblich) teile, komme ich auf 142 Stunden Arbeit,
also ein voller Monat. Und das erscheint mir als relativ
viel…

Ich glaube, der bürokratische Aufwand, den wir hier in Deutschland mit Bebauungsplänen treiben, wird hier gründlich unterschätzt.

Da sind Pläne zu erstellen und zu veröffentlichen. Die Träger öffentlicher Belange sind zu hören, die Anmerkungen dieser sowie der Bürger sind abzuwägen. Am Ende ist durch die zuständigen kommunalen Gremien Beschlüsse zu fassen. Da kommen sehr schnell 10.000 e zustande…

Bezüglich der Rechtsgrundlage vermute ich, dass die Gemeinde dies über einen städetebaulichen Vertrag lösen will. Dieser stellt die Gemeinde von den Kosten der Bebauungsplanänderung frei. Dies können neben den Kosten des Bebauungsplanverfahrens selbst auch Folgekosten (zusätzliche Strassen, Spielplätze, Kindergärtenplätze etc.) sein.