Moin!
Also meine Überlegung war eigentlich gar nicht das
Beschleunigen, bzw schon das Beschleunigen, aber das negative
Beschleunigen
, also Bremsen.
Ich hab mich gefragt, wieviel andere Autofahrer zusätzlich
zahlen, wenn sie bei einer Strecke von übertrieben gesagt 10m
bis zu nächsten roten Ampel nochmal auf 50km/h beschleunigen.
Da ich dies versuche immer möglichst optimal zu lösen und
vorausschauend zu fahren, wurde ich jetzt schon mehrmals
angehupt, weil der Autofahrer hinter mir gerne schneller an
der nächsten roten Ampel warten wollte.
Ah, so eine Pestbeule bist Du also… 
Bedenke dabei, dass Deine unangemessen niedrige V sich nach
hinten abnehmend fortsetzt, so dass Du bei ausreichender
Verkehrsdichte schnell einen Stau produzierst.
Zur Klarstellung: Ich bin Schüler und fahre natürlich mit
öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule.
Brav…
Von daher benutze ich
das Auto nie in den Stoßzeiten, wo viel Verkehr ist.
Gut.
Des weiteren hab ich ausdrücklich gesagt (!!!), dass ich nur
dort langsam fahre, wo es sinnlos wäre schnell zu fahren, da
es keine Möglichkeit gibt schneller voranzukommen als ich.
s.o.
Es geht darum, was hinter Dir passiert.
Ich betrachte Ampelschaltungen so ein bisschen als Denksport
und kann daher so ziemlich alle Ampelfolgen und Schaltungen in
der Umgebung in der ich fahre auswendig und weiß wie schnell
man da fahren darf/muss, um optimal voranzukommen und
gleichzeitig wenig Sprit zu bezahlen.
Das weiß ich hier bei mir auch. Dennoch fahre ich bei mehr Verkehr zwischen zwei Ampeln (die hier normalerweise mindestens 500m auseinender liegen) zügig, um hinter mir keinen Stau zu produzieren.
Somit muss hier klar gesagt werden: der Hupende hat Recht, Du
hast Unrecht.
It´s as simple as that…
Das sehe ich anders: In meinen Augen ist das sogar der
Tatbestand der Nötigung, da ich ihn nicht behindere und mich
völlig korrekt verhalte.
Na da stellt sich die Frage, wer sich hier zumindest der Verkehrsbehinderung schuldig macht.
Es ist ja in Deutschland üblich, sich sofort genötigt zu fühlen, wenn jemand anderes schneller zu fahren gedenkt, als man selbst. Noch schlimmer, dass manche Leute vor Gericht sogar damit durchkommen.
Fakt bleibt aber, dass eine flotte, rücksichtsvolle Fahrweise für ein schnelles Vorankommen bei minimaler Behinderung und Gefährdung anderer bedeutet.
Ich wiederrum rege mich auf, dass sich die Welt über teure
Spritpreise aufregt, aber daraus keine Konsequenzen zieht. Das
soll jezt nicht heißen, dass ich nichts gegen teuere
Spritpreise hab.
Nein?
Die kurz- bis mittelfristigen volkswirtschaftlichen Folgen
sind Dir ebenfalls bewusst?
Deine Eltern finanzieren Dich ausreichend, so dass Dir das
egal ist?
Kannst du lesen?
Ja, ICH (…) habe dies bereits durch Abitur und Studium bewiesen… ,-)
„DAS SOLL JETZT NICHT HEIßEN, DASS ICH NICHTS
GEGEN TEURE SPRITPREISE HAB.“
Welche Konsequenzen ziehst Du denn, ausser andere Autofahrer zu blockieren…?
O.K., Du nutzt den ÖPNV. Das finde ich gut. Als Schüler und Student bin ich schon immer Auto gefahren, allerdings war mein Schulweg auch 30 Minuten mit dem Wagen und 70 Minuten mit der Bahn.
Damals (im letzten Jahrtausend) war der Sprit auch noch günstiger und ich fuhr kleine, schnelle und einigermassen sparsame Autos. Heute wiegt ja ein Golf 1/3 mehr als 1990, was sich an der Zapfsäule entsprechend niederschlägt.
Am meisten Sprit spart man immer noch durch das Radfahren. Daher respektiere ich, dass Du Dir hierrüber Gedanken machst.
Ich bin der Meinung, wenn soetwas von der breiten Masse mehr
berrücksichtigt werden würde, wäre der Energieverbraucht
schonmal wesentlich geringer, gerade bei der Überlegung, wie
oft man seine gesamte kinetische Energie entwertet, weil man
bremsen muss. Und genau hier setzen nun ja auch die
Hybritautos an.
Das stimmt.
Allerdings: der Verweis auf die „breite Masse“ ist ja gerne
gebraucht. Nur: fährst Du ein Hybridauto?
Nein, die Hybritautos habe ich auch nur angeführt, um meine
These zu stützen. Und Hybritautos sind im Kommen und in
anderen Ländern noch mehr als in Deutschland, weil die
Deutsche Autoindustrie es einfach verpasst hat dort
„einzusteigen“.
Das sehe ich nicht ganz so.
Die gesamte Umweltbilanz eines Hybridautos ist nicht so glücklich, wie es behauptet wird. Bedenke, dass sie Akkus auch hergestellt und vor allem wieder entsorgt werden müssen.
Bald wird es in diesen Autos nur noch Lithium - Ionen Akuus geben. Diese sind eine ziemliche Schweinerei.
Zudem verbraucht ein solches Auto im realistischen EInsatz vielleicht 1-2 L weniger, als ein vergleichbarer Benziner.
Ich habe es mit dem Lexus RX Hybrid im Vergleich zu meinem ähnlich starken und schweren Volvo XC 90 Benziner ausprobiert: Ersparnis im Lexus: 1 L. Der Lexus braucht Superbenzin, der Volvo läuft auf Normal. Würde ich den Volvo mit Super faren, gäbe es überhaupt keinen Verbrauchsunterschied.
Bevor ich ein solches Fahrzeug anschaffe, erwarte ich
ausgereifte, alltagstaugliche Technik und Design. Das findet
man aktuell nur im Lexus RX und vielleicht noch mit viel
Wohlwollen im Toyota Prius.
Du hast schon recht, dass Hybritautos noch „reifen“ müssen,
aber dagegen hab ich ja auch gar nichts gesagt!
Man muss eben für sich bewerten, ob diese Autos ein echter Vorteil sind.
Ein moderner Benziner aus deutscher Produktion ist aktuell jedenfalls die insgesamt sauberste Lösung. Man bedenke, dass asiatische Autos ja auch erst mal mit tonnenweise Schweröl verbrennenden Frachtern hierher gekarrt werden müssen.
Zudem macht es deutlich mehr Sinn, zunächst sein Fahrverhalten
zu überprüfen, bevor man auf andere zeigt.
Ich kann über mein Fahrverhalten nichts mehr prüfen. Alles
schon gemacht 
s.o.
Ich z.B. habe mit meinem 2.200 Kg Jeep ein gutes Gewissen,
denn ich habe die Entfernung von der Wohnung zum Büro auf
knapp 3 Km minimiert, fahre viel mit dem rad und gehe zumeist
per Pedes einkaufen.
Da fallen die 13 L / 100 Km nicht mehr groß ins Gewicht.
Zu dem Auto sag ich mal nichts 
Diese Auto ist klasse, v.a. beim aktuellen Münchner Wetter.
Natürlich könnte ich NOCH umweltfreundlicher unterwegs sein,
würde ich ein Hybridfahrzeug o.ä. anschaffen. Der Effekt wäre
aber deutlich geringer als das, was ein Pendler mit Toyota
Prius, der pro Tag 100 Km fährt, durch einen Umzug erreichen
könnte.
Fazit: die größten Umweltschweine sind die Landbewohner mit
Job in der Stadt…
Dazu kann ich nichts sagen, weil ich nicht weiß wieviele es
davon gibt.
Dazu reicht ein Blick auf die Autobahnen um die Metropolen zu Stoßzeiten.
Zurück zu meinen Berechnungen: Ihr habt natürlich alle recht,
ich berücksichtige hier nur die kinetische Energie und
vernachlässige zu viel. Allerdings ist das Ergebnis was ich
raushabe auf jedenfall ein Mindestwert. Also egal was ich
mache, wie schnell ich beschleunige, ich habe auf jedenfall
bei 50km/h 1,5 cent gezahlt, um die Energie aufzubringen.
Stelle Dir die Frage, was die Leute hinter Dir unmittelbar
(erhöhter Spritverbrauch) und mittelbar (volkswirtschaftlicher
Schaden durch erhöhte Umweltverschmutzung und Zeitverlust)
aufgrund Deines Fahrstils bezahlen müssen… 
Wieso hat der hinter mir einen erhöhten Spritverbrauch???
Weil Du Stau und Stop-and-Go verursachst.
Wieso wird die Umwelt verschmutzt, weil ich langsam fahre,
wenns sinnlos ist schnell zu fahren??? Was für ein
Zeitverlust???
s.o.
Naja … wie ich bemerke hast du meine Aussagen noch nicht so
wirklich verstanden, wobei ich mir auch nicht sicher bin, ob
du sie verstehen willst!
Hier wäre ich vorsichtig. Solche Unterstellungen sind ausgesprochen unhöflich und ich persönlich gestehe einem Schüler und Fahranfänger bei einem Thema, mit dem ich mich mindestens seit Deinem Geburtsjahr beschäftige, das Recht nicht zu, mich auf diese Weise anzugehen.
Grüße,
Mathias