Kosten des Beschleunigens eines Autos

Hallo Nils,

ich hab mich letztens im Auto gefragt, wieviel es eigentlich
direkt kostet ein Auto auf eine bestimmte Geschwindigkeit v zu
beschleunigen. Dazu hab ich mir folgendes gedacht:

http://kulturserver-nrw.de/home/the-hot-toys/Treibst…

Kompliment : damit liegst du schon ganz gut, bis auf die nicht
berücksichtigten rotatorischen Massen (Motor, Getriebe und

Räder mussen auch in Rotation gebracht werden, nicht nur
Translation. Um diesen rotatorischen Anteil zu
berücksichtigen, müssen zwischen 5 und 40% der
translatorischen Fahrzeugmasse zugeschlagen werden, je nach
Konfiguration).

Hätte nicht gedacht, dass die Eigenbewegung des Motors so viel ausmacht und kann es mir ehrlichgesagt auch nur schwer vorstellen.

Das ist aber nur die kinetische Energie, die aufzubringen, bzw
zu bezahlen ist. Während des Beschleunigungsvorganges sind -
neben dem oben betrachteten Beschleunigungswiderstand -
weitere Fahrwiderstände zu überwinden : Luftwiderstand,
Rollwiderstand und ggfls Steigungswiderstand. Daran siehst du,
dass eine „richtige“ Berechnung reichlich komplex ist, am
besten iterativ (schrittweise in engen Geschwindigkeitsstufen)
anzugehen ist.

Also bin ich auf diese Formel gekommen:
P=(50*k*m*v^2)/(z*Phi)
Für Phi hab ich im Internet den Wert 35,3 * 10^6 J/l gefunden.
Bei der Effizienz hab ich für den Dieselmotor Werte zwischen
30% und 50% gefunden, desswegen hab ich mich 40% gerechnet.

Da sollte man - wie unten gepostet - besser in das
Motorkennfeld/Muscheldiagramm einsteigen.

Der aktuelle Dieselpreis liegt im Moment auf 1,35 €/l. Unser
Auto wiegt laut Fahrzeugschein 1420 kg, also mit Personen ca
1600kg.
Heißt das also, dass man wenn man auf 100 km/h also 27,778 m/s
beschleunigt 0,059€ zahlt?

Ob nun sechs oder zehn Cent richtig sind, das ist eigentlich
irrelevant. Es zeigt aber die hinlänglich bekannte Tatsache :
Je schneller du fährst, desto mehr kostet es. Geschwindigkeit
hat ihren Preis !
Welche Konsequenz ziehst du daraus ? Welches wird danach die
Grenze der Geschwindigkeit, bis zu der du in Zukunft
beschleunigst ?

Also meine Überlegung war eigentlich gar nicht das Beschleunigen, bzw schon das Beschleunigen, aber das negative Beschleunigen :wink:, also Bremsen.
Ich hab mich gefragt, wieviel andere Autofahrer zusätzlich zahlen, wenn sie bei einer Strecke von übertrieben gesagt 10m bis zu nächsten roten Ampel nochmal auf 50km/h beschleunigen.
Da ich dies versuche immer möglichst optimal zu lösen und vorausschauend zu fahren, wurde ich jetzt schon mehrmals angehupt, weil der Autofahrer hinter mir gerne schneller an der nächsten roten Ampel warten wollte.
Ich wiederrum rege mich auf, dass sich die Welt über teure Spritpreise aufregt, aber daraus keine Konsequenzen zieht. Das soll jezt nicht heißen, dass ich nichts gegen teuere Spritpreise hab.
Ich bin der Meinung, wenn soetwas von der breiten Masse mehr berrücksichtigt werden würde, wäre der Energieverbraucht schonmal wesentlich geringer, gerade bei der Überlegung, wie oft man seine gesamte kinetische Energie entwertet, weil man bremsen muss. Und genau hier setzen nun ja auch die Hybritautos an.

Zurück zu meinen Berechnungen: Ihr habt natürlich alle recht, ich berücksichtige hier nur die kinetische Energie und vernachlässige zu viel. Allerdings ist das Ergebnis was ich raushabe auf jedenfall ein Mindestwert. Also egal was ich mache, wie schnell ich beschleunige, ich habe auf jedenfall bei 50km/h 1,5 cent gezahlt, um die Energie aufzubringen.

Mfg
Nils

Hi!

Also meine Überlegung war eigentlich gar nicht das
Beschleunigen, bzw schon das Beschleunigen, aber das negative
Beschleunigen :wink:, also Bremsen.
Ich hab mich gefragt, wieviel andere Autofahrer zusätzlich
zahlen, wenn sie bei einer Strecke von übertrieben gesagt 10m
bis zu nächsten roten Ampel nochmal auf 50km/h beschleunigen.
Da ich dies versuche immer möglichst optimal zu lösen und
vorausschauend zu fahren, wurde ich jetzt schon mehrmals
angehupt, weil der Autofahrer hinter mir gerne schneller an
der nächsten roten Ampel warten wollte.

Ah, so eine Pestbeule bist Du also… :wink:
Bedenke dabei, dass Deine unangemessen niedrige V sich nach hinten abnehmend fortsetzt, so dass Du bei ausreichender Verkehrsdichte schnell einen Stau produzierst.

Somit muss hier klar gesagt werden: der Hupende hat Recht, Du hast Unrecht.
It´s as simple as that…

Ich wiederrum rege mich auf, dass sich die Welt über teure
Spritpreise aufregt, aber daraus keine Konsequenzen zieht. Das
soll jezt nicht heißen, dass ich nichts gegen teuere
Spritpreise hab.

Nein?
Die kurz- bis mittelfristigen volkswirtschaftlichen Folgen sind Dir ebenfalls bewusst?
Deine Eltern finanzieren Dich ausreichend, so dass Dir das egal ist?

Ich bin der Meinung, wenn soetwas von der breiten Masse mehr
berrücksichtigt werden würde, wäre der Energieverbraucht
schonmal wesentlich geringer, gerade bei der Überlegung, wie
oft man seine gesamte kinetische Energie entwertet, weil man
bremsen muss. Und genau hier setzen nun ja auch die
Hybritautos an.

Das stimmt.
Allerdings: der Verweis auf die „breite Masse“ ist ja gerne gebraucht. Nur: fährst Du ein Hybridauto?

Bevor ich ein solches Fahrzeug anschaffe, erwarte ich ausgereifte, alltagstaugliche Technik und Design. Das findet man aktuell nur im Lexus RX und vielleicht noch mit viel Wohlwollen im Toyota Prius.

Zudem macht es deutlich mehr Sinn, zunächst sein Fahrverhalten zu überprüfen, bevor man auf andere zeigt.
Ich z.B. habe mit meinem 2.200 Kg Jeep ein gutes Gewissen, denn ich habe die Entfernung von der Wohnung zum Büro auf knapp 3 Km minimiert, fahre viel mit dem rad und gehe zumeist per Pedes einkaufen.
Da fallen die 13 L / 100 Km nicht mehr groß ins Gewicht.

Natürlich könnte ich NOCH umweltfreundlicher unterwegs sein, würde ich ein Hybridfahrzeug o.ä. anschaffen. Der Effekt wäre aber deutlich geringer als das, was ein Pendler mit Toyota Prius, der pro Tag 100 Km fährt, durch einen Umzug erreichen könnte.
Fazit: die größten Umweltschweine sind die Landbewohner mit Job in der Stadt…

Zurück zu meinen Berechnungen: Ihr habt natürlich alle recht,
ich berücksichtige hier nur die kinetische Energie und
vernachlässige zu viel. Allerdings ist das Ergebnis was ich
raushabe auf jedenfall ein Mindestwert. Also egal was ich
mache, wie schnell ich beschleunige, ich habe auf jedenfall
bei 50km/h 1,5 cent gezahlt, um die Energie aufzubringen.

Stelle Dir die Frage, was die Leute hinter Dir unmittelbar (erhöhter Spritverbrauch) und mittelbar (volkswirtschaftlicher Schaden durch erhöhte Umweltverschmutzung und Zeitverlust) aufgrund Deines Fahrstils bezahlen müssen… :wink:

Grüße,

Mathias

Moin,

Bedenke dabei, dass Deine unangemessen niedrige V sich nach
hinten abnehmend fortsetzt, so dass Du bei ausreichender
Verkehrsdichte schnell einen Stau produzierst.

Bei dicht aufeinanderfolgenden Ampeln ohne grüne-Welle-Schaltung (und davon scheint Nils ja zu sprechen) hat er völlig recht. Da bringt schnelles Beschleunigen überhaupt nichts.

Die kurz- bis mittelfristigen volkswirtschaftlichen Folgen
sind Dir ebenfalls bewusst?

Mir sind die schon bewußt. Aber wenn ich sehe, wieviele Leute immer noch ihren Wagen morgens im Stand warmlaufen lassen, kann ich nur sagen: 80% derjenigen, die sich über hohe Spritpreise beklagen, zahlen immer noch zu wenig dafür.

Gruß

Kubi

Hi!

Bedenke dabei, dass Deine unangemessen niedrige V sich nach
hinten abnehmend fortsetzt, so dass Du bei ausreichender
Verkehrsdichte schnell einen Stau produzierst.

Bei dicht aufeinanderfolgenden Ampeln ohne
grüne-Welle-Schaltung (und davon scheint Nils ja zu sprechen)
hat er völlig recht. Da bringt schnelles Beschleunigen
überhaupt nichts.

So kurz kann der Abstand normalerweise gar nicht sein, dass es sich nicht lohnen würde, den Verkehr durch zügiges Fahren zu entzerren.

Die kurz- bis mittelfristigen volkswirtschaftlichen Folgen
sind Dir ebenfalls bewusst?

Mir sind die schon bewußt. Aber wenn ich sehe, wieviele Leute
immer noch ihren Wagen morgens im Stand warmlaufen lassen,
kann ich nur sagen: 80% derjenigen, die sich über hohe
Spritpreise beklagen, zahlen immer noch zu wenig dafür.

Ich sehe das eigentlich nie mehr.

Sprit zu billig? Wohl kaum, wenn man eben die gesamten Folgen für die VoWi verstanden hat.

Grüße,

Mathias

Hi!

Also meine Überlegung war eigentlich gar nicht das
Beschleunigen, bzw schon das Beschleunigen, aber das negative
Beschleunigen :wink:, also Bremsen.
Ich hab mich gefragt, wieviel andere Autofahrer zusätzlich
zahlen, wenn sie bei einer Strecke von übertrieben gesagt 10m
bis zu nächsten roten Ampel nochmal auf 50km/h beschleunigen.
Da ich dies versuche immer möglichst optimal zu lösen und
vorausschauend zu fahren, wurde ich jetzt schon mehrmals
angehupt, weil der Autofahrer hinter mir gerne schneller an
der nächsten roten Ampel warten wollte.

Ah, so eine Pestbeule bist Du also… :wink:
Bedenke dabei, dass Deine unangemessen niedrige V sich nach
hinten abnehmend fortsetzt, so dass Du bei ausreichender
Verkehrsdichte schnell einen Stau produzierst.

Zur Klarstellung: Ich bin Schüler und fahre natürlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule. Von daher benutze ich das Auto nie in den Stoßzeiten, wo viel Verkehr ist.
Des weiteren hab ich ausdrücklich gesagt (!!!), dass ich nur dort langsam fahre, wo es sinnlos wäre schnell zu fahren, da es keine Möglichkeit gibt schneller voranzukommen als ich.
Ich betrachte Ampelschaltungen so ein bisschen als Denksport und kann daher so ziemlich alle Ampelfolgen und Schaltungen in der Umgebung in der ich fahre auswendig und weiß wie schnell man da fahren darf/muss, um optimal voranzukommen und gleichzeitig wenig Sprit zu bezahlen.

Somit muss hier klar gesagt werden: der Hupende hat Recht, Du
hast Unrecht.
It´s as simple as that…

Das sehe ich anders: In meinen Augen ist das sogar der Tatbestand der Nötigung, da ich ihn nicht behindere und mich völlig korrekt verhalte.

Ich wiederrum rege mich auf, dass sich die Welt über teure
Spritpreise aufregt, aber daraus keine Konsequenzen zieht. Das
soll jezt nicht heißen, dass ich nichts gegen teuere
Spritpreise hab.

Nein?
Die kurz- bis mittelfristigen volkswirtschaftlichen Folgen
sind Dir ebenfalls bewusst?
Deine Eltern finanzieren Dich ausreichend, so dass Dir das
egal ist?

Kannst du lesen? „DAS SOLL JETZT NICHT HEIßEN, DASS ICH NICHTS GEGEN TEURE SPRITPREISE HAB.“

Ich bin der Meinung, wenn soetwas von der breiten Masse mehr
berrücksichtigt werden würde, wäre der Energieverbraucht
schonmal wesentlich geringer, gerade bei der Überlegung, wie
oft man seine gesamte kinetische Energie entwertet, weil man
bremsen muss. Und genau hier setzen nun ja auch die
Hybritautos an.

Das stimmt.
Allerdings: der Verweis auf die „breite Masse“ ist ja gerne
gebraucht. Nur: fährst Du ein Hybridauto?

Nein, die Hybritautos habe ich auch nur angeführt, um meine These zu stützen. Und Hybritautos sind im Kommen und in anderen Ländern noch mehr als in Deutschland, weil die Deutsche Autoindustrie es einfach verpasst hat dort „einzusteigen“.

Bevor ich ein solches Fahrzeug anschaffe, erwarte ich
ausgereifte, alltagstaugliche Technik und Design. Das findet
man aktuell nur im Lexus RX und vielleicht noch mit viel
Wohlwollen im Toyota Prius.

Du hast schon recht, dass Hybritautos noch „reifen“ müssen, aber dagegen hab ich ja auch gar nichts gesagt!

Zudem macht es deutlich mehr Sinn, zunächst sein Fahrverhalten
zu überprüfen, bevor man auf andere zeigt.

Ich kann über mein Fahrverhalten nichts mehr prüfen. Alles schon gemacht :stuck_out_tongue:

Ich z.B. habe mit meinem 2.200 Kg Jeep ein gutes Gewissen,
denn ich habe die Entfernung von der Wohnung zum Büro auf
knapp 3 Km minimiert, fahre viel mit dem rad und gehe zumeist
per Pedes einkaufen.
Da fallen die 13 L / 100 Km nicht mehr groß ins Gewicht.

Zu dem Auto sag ich mal nichts :wink:

Natürlich könnte ich NOCH umweltfreundlicher unterwegs sein,
würde ich ein Hybridfahrzeug o.ä. anschaffen. Der Effekt wäre
aber deutlich geringer als das, was ein Pendler mit Toyota
Prius, der pro Tag 100 Km fährt, durch einen Umzug erreichen
könnte.
Fazit: die größten Umweltschweine sind die Landbewohner mit
Job in der Stadt…

Dazu kann ich nichts sagen, weil ich nicht weiß wieviele es davon gibt.

Zurück zu meinen Berechnungen: Ihr habt natürlich alle recht,
ich berücksichtige hier nur die kinetische Energie und
vernachlässige zu viel. Allerdings ist das Ergebnis was ich
raushabe auf jedenfall ein Mindestwert. Also egal was ich
mache, wie schnell ich beschleunige, ich habe auf jedenfall
bei 50km/h 1,5 cent gezahlt, um die Energie aufzubringen.

Stelle Dir die Frage, was die Leute hinter Dir unmittelbar
(erhöhter Spritverbrauch) und mittelbar (volkswirtschaftlicher
Schaden durch erhöhte Umweltverschmutzung und Zeitverlust)
aufgrund Deines Fahrstils bezahlen müssen… :wink:

Wieso hat der hinter mir einen erhöhten Spritverbrauch???
Wieso wird die Umwelt verschmutzt, weil ich langsam fahre, wenns sinnlos ist schnell zu fahren??? Was für ein Zeitverlust???

Naja … wie ich bemerke hast du meine Aussagen noch nicht so wirklich verstanden, wobei ich mir auch nicht sicher bin, ob du sie verstehen willst!

Mfg
Nils

DANKE
Genau so sehe ich das!

Mfg
Nils

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Moin!

Also meine Überlegung war eigentlich gar nicht das
Beschleunigen, bzw schon das Beschleunigen, aber das negative
Beschleunigen :wink:, also Bremsen.
Ich hab mich gefragt, wieviel andere Autofahrer zusätzlich
zahlen, wenn sie bei einer Strecke von übertrieben gesagt 10m
bis zu nächsten roten Ampel nochmal auf 50km/h beschleunigen.
Da ich dies versuche immer möglichst optimal zu lösen und
vorausschauend zu fahren, wurde ich jetzt schon mehrmals
angehupt, weil der Autofahrer hinter mir gerne schneller an
der nächsten roten Ampel warten wollte.

Ah, so eine Pestbeule bist Du also… :wink:
Bedenke dabei, dass Deine unangemessen niedrige V sich nach
hinten abnehmend fortsetzt, so dass Du bei ausreichender
Verkehrsdichte schnell einen Stau produzierst.

Zur Klarstellung: Ich bin Schüler und fahre natürlich mit
öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule.

Brav…

Von daher benutze ich
das Auto nie in den Stoßzeiten, wo viel Verkehr ist.

Gut.

Des weiteren hab ich ausdrücklich gesagt (!!!), dass ich nur
dort langsam fahre, wo es sinnlos wäre schnell zu fahren, da
es keine Möglichkeit gibt schneller voranzukommen als ich.

s.o.
Es geht darum, was hinter Dir passiert.

Ich betrachte Ampelschaltungen so ein bisschen als Denksport
und kann daher so ziemlich alle Ampelfolgen und Schaltungen in
der Umgebung in der ich fahre auswendig und weiß wie schnell
man da fahren darf/muss, um optimal voranzukommen und
gleichzeitig wenig Sprit zu bezahlen.

Das weiß ich hier bei mir auch. Dennoch fahre ich bei mehr Verkehr zwischen zwei Ampeln (die hier normalerweise mindestens 500m auseinender liegen) zügig, um hinter mir keinen Stau zu produzieren.

Somit muss hier klar gesagt werden: der Hupende hat Recht, Du
hast Unrecht.
It´s as simple as that…

Das sehe ich anders: In meinen Augen ist das sogar der
Tatbestand der Nötigung, da ich ihn nicht behindere und mich
völlig korrekt verhalte.

Na da stellt sich die Frage, wer sich hier zumindest der Verkehrsbehinderung schuldig macht.

Es ist ja in Deutschland üblich, sich sofort genötigt zu fühlen, wenn jemand anderes schneller zu fahren gedenkt, als man selbst. Noch schlimmer, dass manche Leute vor Gericht sogar damit durchkommen.

Fakt bleibt aber, dass eine flotte, rücksichtsvolle Fahrweise für ein schnelles Vorankommen bei minimaler Behinderung und Gefährdung anderer bedeutet.

Ich wiederrum rege mich auf, dass sich die Welt über teure
Spritpreise aufregt, aber daraus keine Konsequenzen zieht. Das
soll jezt nicht heißen, dass ich nichts gegen teuere
Spritpreise hab.

Nein?
Die kurz- bis mittelfristigen volkswirtschaftlichen Folgen
sind Dir ebenfalls bewusst?
Deine Eltern finanzieren Dich ausreichend, so dass Dir das
egal ist?

Kannst du lesen?

Ja, ICH (…) habe dies bereits durch Abitur und Studium bewiesen… ,-)

„DAS SOLL JETZT NICHT HEIßEN, DASS ICH NICHTS
GEGEN TEURE SPRITPREISE HAB.“

Welche Konsequenzen ziehst Du denn, ausser andere Autofahrer zu blockieren…?

O.K., Du nutzt den ÖPNV. Das finde ich gut. Als Schüler und Student bin ich schon immer Auto gefahren, allerdings war mein Schulweg auch 30 Minuten mit dem Wagen und 70 Minuten mit der Bahn.
Damals (im letzten Jahrtausend) war der Sprit auch noch günstiger und ich fuhr kleine, schnelle und einigermassen sparsame Autos. Heute wiegt ja ein Golf 1/3 mehr als 1990, was sich an der Zapfsäule entsprechend niederschlägt.

Am meisten Sprit spart man immer noch durch das Radfahren. Daher respektiere ich, dass Du Dir hierrüber Gedanken machst.

Ich bin der Meinung, wenn soetwas von der breiten Masse mehr
berrücksichtigt werden würde, wäre der Energieverbraucht
schonmal wesentlich geringer, gerade bei der Überlegung, wie
oft man seine gesamte kinetische Energie entwertet, weil man
bremsen muss. Und genau hier setzen nun ja auch die
Hybritautos an.

Das stimmt.
Allerdings: der Verweis auf die „breite Masse“ ist ja gerne
gebraucht. Nur: fährst Du ein Hybridauto?

Nein, die Hybritautos habe ich auch nur angeführt, um meine
These zu stützen. Und Hybritautos sind im Kommen und in
anderen Ländern noch mehr als in Deutschland, weil die
Deutsche Autoindustrie es einfach verpasst hat dort
„einzusteigen“.

Das sehe ich nicht ganz so.

Die gesamte Umweltbilanz eines Hybridautos ist nicht so glücklich, wie es behauptet wird. Bedenke, dass sie Akkus auch hergestellt und vor allem wieder entsorgt werden müssen.
Bald wird es in diesen Autos nur noch Lithium - Ionen Akuus geben. Diese sind eine ziemliche Schweinerei.
Zudem verbraucht ein solches Auto im realistischen EInsatz vielleicht 1-2 L weniger, als ein vergleichbarer Benziner.

Ich habe es mit dem Lexus RX Hybrid im Vergleich zu meinem ähnlich starken und schweren Volvo XC 90 Benziner ausprobiert: Ersparnis im Lexus: 1 L. Der Lexus braucht Superbenzin, der Volvo läuft auf Normal. Würde ich den Volvo mit Super faren, gäbe es überhaupt keinen Verbrauchsunterschied.

Bevor ich ein solches Fahrzeug anschaffe, erwarte ich
ausgereifte, alltagstaugliche Technik und Design. Das findet
man aktuell nur im Lexus RX und vielleicht noch mit viel
Wohlwollen im Toyota Prius.

Du hast schon recht, dass Hybritautos noch „reifen“ müssen,
aber dagegen hab ich ja auch gar nichts gesagt!

Man muss eben für sich bewerten, ob diese Autos ein echter Vorteil sind.
Ein moderner Benziner aus deutscher Produktion ist aktuell jedenfalls die insgesamt sauberste Lösung. Man bedenke, dass asiatische Autos ja auch erst mal mit tonnenweise Schweröl verbrennenden Frachtern hierher gekarrt werden müssen.

Zudem macht es deutlich mehr Sinn, zunächst sein Fahrverhalten
zu überprüfen, bevor man auf andere zeigt.

Ich kann über mein Fahrverhalten nichts mehr prüfen. Alles
schon gemacht :stuck_out_tongue:

s.o.

Ich z.B. habe mit meinem 2.200 Kg Jeep ein gutes Gewissen,
denn ich habe die Entfernung von der Wohnung zum Büro auf
knapp 3 Km minimiert, fahre viel mit dem rad und gehe zumeist
per Pedes einkaufen.
Da fallen die 13 L / 100 Km nicht mehr groß ins Gewicht.

Zu dem Auto sag ich mal nichts :wink:

Diese Auto ist klasse, v.a. beim aktuellen Münchner Wetter.

Natürlich könnte ich NOCH umweltfreundlicher unterwegs sein,
würde ich ein Hybridfahrzeug o.ä. anschaffen. Der Effekt wäre
aber deutlich geringer als das, was ein Pendler mit Toyota
Prius, der pro Tag 100 Km fährt, durch einen Umzug erreichen
könnte.
Fazit: die größten Umweltschweine sind die Landbewohner mit
Job in der Stadt…

Dazu kann ich nichts sagen, weil ich nicht weiß wieviele es
davon gibt.

Dazu reicht ein Blick auf die Autobahnen um die Metropolen zu Stoßzeiten.

Zurück zu meinen Berechnungen: Ihr habt natürlich alle recht,
ich berücksichtige hier nur die kinetische Energie und
vernachlässige zu viel. Allerdings ist das Ergebnis was ich
raushabe auf jedenfall ein Mindestwert. Also egal was ich
mache, wie schnell ich beschleunige, ich habe auf jedenfall
bei 50km/h 1,5 cent gezahlt, um die Energie aufzubringen.

Stelle Dir die Frage, was die Leute hinter Dir unmittelbar
(erhöhter Spritverbrauch) und mittelbar (volkswirtschaftlicher
Schaden durch erhöhte Umweltverschmutzung und Zeitverlust)
aufgrund Deines Fahrstils bezahlen müssen… :wink:

Wieso hat der hinter mir einen erhöhten Spritverbrauch???

Weil Du Stau und Stop-and-Go verursachst.

Wieso wird die Umwelt verschmutzt, weil ich langsam fahre,
wenns sinnlos ist schnell zu fahren??? Was für ein
Zeitverlust???

s.o.

Naja … wie ich bemerke hast du meine Aussagen noch nicht so
wirklich verstanden, wobei ich mir auch nicht sicher bin, ob
du sie verstehen willst!

Hier wäre ich vorsichtig. Solche Unterstellungen sind ausgesprochen unhöflich und ich persönlich gestehe einem Schüler und Fahranfänger bei einem Thema, mit dem ich mich mindestens seit Deinem Geburtsjahr beschäftige, das Recht nicht zu, mich auf diese Weise anzugehen.

Grüße,

Mathias

Moin,

So kurz kann der Abstand normalerweise gar nicht sein, dass es
sich nicht lohnen würde, den Verkehr durch zügiges Fahren zu
entzerren.

Im Berufsverkehr bringt das praktisch gar nichts. Selbst wenn alle wie die Henker beschleunigen und auf die nächste Ampel zurasen, stehen sie dann vor der doch wieder. Außer überflüssigem Spritverbraten nichts gewesen…

Aber wenn ich sehe, wieviele Leute
immer noch ihren Wagen morgens im Stand warmlaufen lassen,
kann ich nur sagen: 80% derjenigen, die sich über hohe
Spritpreise beklagen, zahlen immer noch zu wenig dafür.

Ich sehe das eigentlich nie mehr.

Du Glücklicher! Hier ist das leider immer noch sehr in.

Sprit zu billig? Wohl kaum, wenn man eben die gesamten Folgen
für die VoWi verstanden hat.

Wie gesagt: Dem stimme ich schon zu, ich spreche nur jedem, der den Wagen im Stand warmlaufen läßt, das Recht ab, sich darüber zu beklagen.

Gruß

Kubi

Hi!

So kurz kann der Abstand normalerweise gar nicht sein, dass es
sich nicht lohnen würde, den Verkehr durch zügiges Fahren zu
entzerren.

Im Berufsverkehr bringt das praktisch gar nichts. Selbst wenn
alle wie die Henker beschleunigen und auf die nächste Ampel
zurasen, stehen sie dann vor der doch wieder. Außer
überflüssigem Spritverbraten nichts gewesen…

Habe ich etwas von „rasen“ geschrieben?
Einfach vernünftig beschleunigen und nicht alle aufhalten.
Gestern abend hatte ich genau diese Situation: der Fahrer vor mir beschleunigte an einer auf grün schaltenden Ampel kaum, da man eine rote Ampel in 400m Entfernung sah. Ich kam von hinten an die Ampel, nachdem sie schon ein paar Sek. auf grün stand, und musste somit natürlich bremsen. Hätte der Mensch normal beschleunigt, hätte ich höchstens vom Gas gehen müssen.
Der Fahrer hinter mir musste auch bremsen, der hinter ihm auch und schon standen die Autos 10 Wägen hinter uns völlig unnötig.
Ich habe dann überholt, ohne voll herunterzubremsen und wurde von der Bratwurscht dann auch noch angeblinkt.

Also bitte: nicht herumpennen, sondern zufahren. Es gibt auch noch andere Leute auf der Straße außer Euch…

Aber wenn ich sehe, wieviele Leute
immer noch ihren Wagen morgens im Stand warmlaufen lassen,
kann ich nur sagen: 80% derjenigen, die sich über hohe
Spritpreise beklagen, zahlen immer noch zu wenig dafür.

Ich sehe das eigentlich nie mehr.

Du Glücklicher! Hier ist das leider immer noch sehr in.

Es ist verboten.
Genau wie rechts Überholen auf der Autobahn.
Komisch, dass die vorsätzliche Verpestung der Umwelt als Kavaliersdelikt angesehen wird, während Notwehr gegen Linksschnarcher gesellschaftlich geächtet ist… :wink:

Sprit zu billig? Wohl kaum, wenn man eben die gesamten Folgen
für die VoWi verstanden hat.

Wie gesagt: Dem stimme ich schon zu, ich spreche nur jedem,
der den Wagen im Stand warmlaufen läßt, das Recht ab, sich
darüber zu beklagen.

Einverstanden.

Meine Standheizung verbraucht übrigens ca. 0,6 L / h und läuft morgens 0,5 h. Die somit ca. verbrauchten 0,3 L holt man durch den wärmeren Motor bei Start wieder herein und muss nicht Eis kratzen.
Ein sehr empfehlenswertes und umweltfreundliches Feature, dem Vorbesitzer sei Dank…

Grüße,

Mathias

Habe ich etwas von „rasen“ geschrieben?

Nö, aber es klang danach.

Also bitte: nicht herumpennen, sondern zufahren.

Habe ich etwas von schleichtn geschrieben? :wink:

Es gibt auch
noch andere Leute auf der Straße außer Euch…

Wer auch immer diese ominösen „Ihr“ sein mögen: optimalerweise hält sich einfach jeder an die Regeln von StVO und gesellschaftlichem Umgang, dann klappt’s auch mit den (Auto-)Nachbarn.

Es ist verboten.

Wie vieles andere auch. Und auch da hält sich halt nicht jeder dran.

Genau wie rechts Überholen auf der Autobahn.
Komisch, dass die vorsätzliche Verpestung der Umwelt als
Kavaliersdelikt angesehen wird,

Klang ich danach? Wohl eher nicht. Ich würde denen immer gerne den Wagen bis zum nächsten Sommer stillegen…

während Notwehr gegen
Linksschnarcher gesellschaftlich geächtet ist… :wink:

Wie war das mit dem Verboten und dem Kavaliersdelikt? :smile:

Gruß

Kubi

Hi!

Habe ich etwas von „rasen“ geschrieben?

Nö, aber es klang danach.

Fand ich nicht.

Also bitte: nicht herumpennen, sondern zufahren.

Habe ich etwas von schleichtn geschrieben? :wink:

Nö, aber es klang danach…

Es gibt auch
noch andere Leute auf der Straße außer Euch…

Wer auch immer diese ominösen „Ihr“ sein mögen: optimalerweise
hält sich einfach jeder an die Regeln von StVO und
gesellschaftlichem Umgang, dann klappt’s auch mit den
(Auto-)Nachbarn.

Wunderbar. Die StVo sagt auch, man dürfe den Verkehr nicht unnötig behindern. Wer also auf sie verweist, sollte sie wenigstens kennen…

Es ist verboten.

Wie vieles andere auch. Und auch da hält sich halt nicht jeder
dran.

…oh, da komme ich ja direkt in die Argumentation, die sonst immer gegen mich verwendet wird…

Also:

…und das gibt Dir dann das Recht, ebenfalls Regeln zu übertreten…?

Ich will es gar nicht so dogmatisch sehen, es geht vor allem darum, flüssig, zügig, zeit- und energiesparend voran zu kommen.

Wer dies verhindert, muss sich über Anfeindungen nicht wundern.

Genau wie rechts Überholen auf der Autobahn.
Komisch, dass die vorsätzliche Verpestung der Umwelt als
Kavaliersdelikt angesehen wird,

Klang ich danach?

Ja.

Wohl eher nicht.

Doch.

Ich würde denen immer gerne
den Wagen bis zum nächsten Sommer stillegen…

Gut.

während Notwehr gegen
Linksschnarcher gesellschaftlich geächtet ist… :wink:

Wie war das mit dem Verboten und dem Kavaliersdelikt? :smile:

s.o.

Ich persönlich halte abesichertes Rechtsüberholen für deutlich akzeptabler, als das Warmlaufenlassen oder das AndieAmpelschleichen. Andere sehen das eben anders. Nur ich habe Recht…

Grüße,

Mathias

Tach!

Wunderbar. Die StVo sagt auch, man dürfe den Verkehr nicht
unnötig behindern. Wer also auf sie verweist, sollte sie
wenigstens kennen…

Stimmt. Habe ich auch nie abgestritten…

…und das gibt Dir dann das Recht, ebenfalls Regeln zu
übertreten…?

Niemand :smile: Darum bemühe ich mich auch, sie einzuhalten.

Ich will es gar nicht so dogmatisch sehen, es geht vor allem
darum, flüssig, zügig, zeit- und energiesparend voran zu
kommen.

Sicher nicht zu vergessen. Was auch die Sicherheit der anderen betrifft. Dann dürften wir einen kleinsten gemeinsamen Nenner haben…

Komisch, dass die vorsätzliche Verpestung der Umwelt als
Kavaliersdelikt angesehen wird,

Klang ich danach?

Ja.

Das wundert mich jetzt allerdings…

Ich persönlich halte abesichertes Rechtsüberholen für deutlich
akzeptabler, als das Warmlaufenlassen oder das
AndieAmpelschleichen. Andere sehen das eben anders. Nur ich
habe Recht…

Habe ich auch immer, nur manchmal wollen das alle anderen nicht wahrhaben…:wink:

Gruß

Kubi

Hi!

Wunderbar. Die StVo sagt auch, man dürfe den Verkehr nicht
unnötig behindern. Wer also auf sie verweist, sollte sie
wenigstens kennen…

Stimmt. Habe ich auch nie abgestritten…

…aber eben auch nicht beachtet…

…und das gibt Dir dann das Recht, ebenfalls Regeln zu
übertreten…?

Niemand :smile: Darum bemühe ich mich auch, sie einzuhalten.

Na dann…

Ich will es gar nicht so dogmatisch sehen, es geht vor allem
darum, flüssig, zügig, zeit- und energiesparend voran zu
kommen.

Sicher nicht zu vergessen. Was auch die Sicherheit der anderen
betrifft. Dann dürften wir einen kleinsten gemeinsamen Nenner
haben…

Das IST dann sicher.

Komisch, dass die vorsätzliche Verpestung der Umwelt als
Kavaliersdelikt angesehen wird,

Klang ich danach?

Ja.

Das wundert mich jetzt allerdings…

Jetzt weiß ich ja, wie es gemeint war.

Ich persönlich halte abesichertes Rechtsüberholen für deutlich
akzeptabler, als das Warmlaufenlassen oder das
AndieAmpelschleichen. Andere sehen das eben anders. Nur ich
habe Recht…

Habe ich auch immer, nur manchmal wollen das alle anderen
nicht wahrhaben…:wink:

Böse Welt. Ich weiß wie das ist… :wink:

Grüße,
Mathias