Kosten für Beratung

Hallo,

für meine Geschäftsgründung benötige ich Förderdarlehen. Für die korrekte
Auswahl der Möglichkeiten und Beantragung will ich mich mit einem Berater
zusammensetzen. Weiss jemand, wieviel Geld bzw. Prozente an den
Bewilligungssummen dabei als Bezahlung angemessen sind? Vorgeschlagen wurden mir
z.B. 180 € pro Sitzung, 10% von bewilligten nichtrückzahlbaren Geldern sowie die
einmalige Zahlung von x % der bewilligten Darlehenssumme, resultierend aus der
Differenz des Zinssatzes der Hausbank und des Zinssatzes des Förderdarlehens.
Ist sowas Usus oder gibt es auch andere (einfachere, billigere) Wege?

Da es mir zunächst erstmal nur darum geht, einen detaillierten Überblick über
mögliche Fördermixe zu bekommen und meinen Geschäftsplan „von fachkundiger
Stelle“ geprüft zu bekommen, geht das doch sicher auch etwas einfacher. Oder?

Danke für eure Antwort!

hallo sebcico,

ich kann dir nur die empfehlung geben dich an deine zuständige handels- oder handwerkskammer (je nach branche) zu wenden. beide kammern haben extra berater für existenzgründer. diese beratungen sind kostenlos.

viel erfolg

gerd schobert

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Geh doch zu Deiner Bank - zu der schickt Dich der „Berater“ eh. Da gibts diesen Teil der Beratung umsonst.

Ich vermute Dein „Berater“ hat Dich als Milchkuh eingestuft. Nein, das ist alles nicht üblich. Wenn Du Beratung brauchst, gibts - man glaubt es kaum - die Agentur für Arbeit, die Gründerzentren, die IHK und der Bund der Selbständigen. Evtl auch Steuerberater, doch die sind oft/meist unnötig teuer und schlecht, da hier ein Interessenkonflikt vorprogrammiert ist.

Gruß

Peter

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Hallo,

für meine Geschäftsgründung benötige ich Förderdarlehen. Für
die korrekte

Hallo Gerd S.,

danke für den Rat. Bei der Handwerkskammer war ich bereits gewesen, allerdings
war das Ergebnis der Beratung doch sehr anders als die allgemeine Einschätzung.
Die Kammer wusste z.B. auf meine Anfrage von manchen Förderprogrammen gar nichts
und sogar über Konditionen und Möglichkeiten bei der Mittelstandsbank war ich
vor dem Beratungsgespräch besser informiert als mein Berater bei der Kammer. Die
einzige Prüfung fand im rechnerischen statt, aber paar Zahlen zusammenzählen
kann ich auch.
Ich bin also mit der Beratung bei der Kammer nicht richtig zufrieden und suche
eben deshalb weiter nach privaten Beratern. Dabei will ich aber vorsichtig sein,
weil ich natürlich keinen finden will, der mir nur sagt wie easy alles ist,
damit viel Geld verdient und dabei keine Ahnung hat.

Grüße, Seb.

Hallo Sebastian,

die Kosten, die durch eine Unternehmensberatung entstehen, werden z.B. durch das Bundesamt für Wirtschaft oder das RKW, um nur zwei Fördermöglichkeiten zu nennen, nach den jeweils geltenden Richtlinien anteilig subventioniert.

Eine Beratungshonorierung, die prozentual an den Erhalt eines nicht rückzahlbaren Zuschusses geknüpft ist, ist nicht unproblematisch, denn in den Richtlinien muss versichert werden, dass eine Erfolgsvergütung mit dem Berater nicht vereinbart wurde.

Wurde eine solche Vereinbarung dennoch getroffen, so wird entweder der beantragte Zuschuss um das anteilige Beraterhonorar gekürzt, oder nachträglich zurückgefordert, in fast allen Richtlinen z.B. im Rahmen der GA-Förderung sind derartige Klauseln enthalten.

Wenn Sie sich daher beraten lassen möchten, dann sollten Sie mit dem Berater eine fixen Abliefertermin und eine fixe Vergütung (inklusive aller Nebenkosten) vereinbaren, die die Prüfung und Erstellung des Businessplanes beinhaltet, die Prüfung in Frage kommender Finanzierungsmöglichkeiten und die Antragstellung für ggf. auszuwählende Förderprogramme.

Eine Beratung durch Ihre Hausbank ist keine gute Empfehlung, da die Bank naturgemäß im wirtschaftlichen Eigeninteresse handeln wird und dies kann nur bedeuten, ein Maximum an Zinsen und an Sicherheit erzielen zu wollen. Im übrigen muss die Hausbank auch für einen nicht rückzahlbaren Zuschuss solange die Haftung übernehmen, bis dass der Nachweis der ordnungsgemäßen Verwendung erbracht wurde.

Bezüglich des Förderungsmixes sollten Sie berücksichtigen, dass viele Programme nicht kombiniert werden können, so gilt in vielen Fällen nur entweder Zuschuss oder Darlehen.

Wie dem auch sei, einen vernünftigen Berater finden Sie ggf. über den BDU, den BVMW oder das RKW, alle drei Verbände verfügen über eigene Datenbanken mit Beratern, die sich bereits durch vernünftige Beratungen profiliert haben.

Viel Erfolg !

MfG
M. Grigo

Hallo,

Weiss jemand, wieviel Geld bzw. Prozente an
den
Bewilligungssummen dabei als Bezahlung angemessen sind?

So etwas habe ich noch nie gehört. Bei einer Gründungsberatung geht es nicht um Erfolg (wie wollen Sie den messen), sondern um die Prüfung Ihre Vorhabens. Das Ergebnis der Prüfung kann auch lauten: Nicht zu gründen.

Zum Thema Gründungsfinanzierung lesen Sie mal meinen Beitrag:

http://www.gruender-ratgeber.de/gruendungsfinanzieru…

Da es mir zunächst erstmal nur darum geht, einen detaillierten
Überblick über
mögliche Fördermixe zu bekommen und meinen Geschäftsplan „von
fachkundiger
Stelle“ geprüft zu bekommen, geht das doch sicher auch etwas
einfacher. Oder?

stellen Sie einfach mit „billiger“ gleich? Wenn Sie schon bei einer öffentlichen Beratung waren und festgestellt haben, dass diese Beratung eher „suboptimal“ gewesen ist, dann suchen Sie sich einen Profi.

Wie würden Sie vorgehen, wenn Sie einen guten Anwalt brauchen, der Sie verteidigen soll, wenn es um Ihre Existenz geht?

Stöbern Sie im Internet, fragen Sie Bekannte und Freunde und verlassen Sie sich auf Ihr Gefühl, wenn Sie mit dem Berater reden. Treffen Sie sich mit 3 Beratern bzw. telefonieren mit Ihnen. Erwarten Sie dann aber keine kostenlose Beratung, sondern eher ein Kennenlernen-Gespräch.

Hier treffen Sie eine existentielle Entscheidung, eine von vielen, die sie in der Zunkunft auch treffen müssen.

Viel Erfolg,

Markus Hübner

Hallo Herr Hübner,

er hat schon Recht, wenn er von Beratern schreibt, die ihre Honorare an die Zuwendungsbescheide nicht rückzahlbarer Zuschüsse knüpfen.

Es gibt im Moment verschiedene ausländische Dienstleister, die diese Dienstleistung über selbständige Mitarbeiter in ganz Deutschland anbieten, zumeist über eine vorherige Telefonakquise.

In der vorgeschalteten und kostenpflichtigen Fördermittelprüfung muss jedes „gefundene“ Fördermittelprogramm bezahlt werden und die anschliessende Beantragung des dann ausgewählten Fördermittelprogramms wird prozentual honoriert.

Die Problematik liegt darin, dass das „Geld“ mit der Fördermittelprüfung verdient wird, die dem Kunden eigentlich nur als kleines, aber notwendiges Beiwerk „verkauft“ wird, dies ist jedoch der Hauptbestandteil des Geschäfts.

Wenn dann 10 verschiedene Programme „gefunden“ wurden, die sich jeder Interessierte auch im Internet downloaden kann, dann werden die Richtlinien dieser Programme ausgedruckt und eine Rechnung über 10 „gefundene“ Programme zu je 199,-€ pro Programm in Rechnung gestellt.

Der Kunde hat dann viel Geld für NICHTS gezahlt !

Entgegen vielleicht anderslautender Auffassungen… man kann eine Finanzierung nur dann planen und dafür in Frage kommende Finanzierungsmöglichkeiten prüfen, wenn man zuvor ein entsprechendes Konzept entwickelt hat, aus dem die Tragfähigkeit des Vorhabens hervorgeht und der Finanzierungsbedarf deutlich wird.

Der umgekehrte Weg… d.h. mal zu schauen, welche Fördermittel man „mal so eben abgreifen kann“, ist eine bedauerliche Ausprägung unserer „Geiz ist geil“ Gesellschaft, die damit dann Nährboden für Honorierungsgestaltungen der o.g. Art schafft, jedoch keinem der Gründer wirklich dienlich ist.

MfG
M. Grigo

Hallo Herr Hübner,

Es gibt im Moment verschiedene ausländische Dienstleister, die
diese Dienstleistung über selbständige Mitarbeiter in ganz
Deutschland anbieten, zumeist über eine vorherige
Telefonakquise.

Ja, davon habe ich auch schon gehört. Über diese unseriöse Arbeit braucht man kein weiteres Wort zu verlieren.

Wenn dann 10 verschiedene Programme „gefunden“ wurden, die
sich jeder Interessierte auch im Internet downloaden kann,
dann werden die Richtlinien dieser Programme ausgedruckt und
eine Rechnung über 10 „gefundene“ Programme zu je 199,-€
pro Programm in Rechnung gestellt.

Da ist aber jeder selbst Schuld, wenn er so etwas mit sich machen lässt. Aber in der Not frisst der Teufel Fliegen.

Der Kunde hat dann viel Geld für NICHTS gezahlt !

Genau!

Der umgekehrte Weg… d.h. mal zu schauen, welche Fördermittel
man „mal so eben abgreifen kann“, ist eine bedauerliche
Ausprägung unserer „Geiz ist geil“ Gesellschaft, die damit
dann Nährboden für Honorierungsgestaltungen der o.g. Art
schafft, jedoch keinem der Gründer wirklich dienlich ist.

Nun, aber der erfolgreiche Unternehmer wird sich den erfolgreichen Berater suchen. Wie heisst es so schön: Jeder sucht seines Gleichen.

Gruss, Markus Hübner

Hallo auch,
wenn du erstmal auf Infos ausbist, welche dir einen Überblick über die Finanzierungssituation verschaffen sollen würde ich keinen teuren Berater in Anspruch nehmen. Es gibt genug Möglichkeiten die entsprechenden Infos zu erhalten. Die entsprechenden Stellen sollen nach deiner Unternehmensart und Modell die entsprechenden Fördertöpfe darlegen. Dazu gehören IHK (auch wenn ein Berater sich nicht auskennt, andere tun es), die Hausbank, Gründerzentren-Wirtschaftsentwicklungsgesellschaften der Stadt, private Interessenverbände (http://www.gründerstadt.de) und nichts desto weniger die Innungen und Bundesverbände.

Geht es dir um eine fachliche Prüfung (mit Testat) und eine begleitende und umfassende Finanzbetreuung, so sollte dieses von einem profesionellen Berater durchgeführt werden. Gringo hat dir schon einige Tips gegeben.

Wenn solche Betreuungen gemacht werden, so richtet sich das Honorar ganz klar nach dem Aufwand des zu gründenden Geschäftes. Pauschlisierte Honorare sprechen meist gegen einen Berater (MM).

Also dein Berater führt im allgemeinen ein Gespäch indem er sich über dein Projekt informiert und einen entsprechenden Einblick bekommt. Daraus leitet er ab, ob er dir helfen kann oder nicht. Wenn ja, dann erhälst du einen entsprechende Honorarvereinbarung nach seinem Aufwwand und dem fest beschriebenen Auftragsbereich.

Leider werden heute mittlerweile Beratungen nur durchgeführt um die Fördertöpfe schnell und sauber zu auszuschöpfen und das was dabei herauskommt ist teilweise so schlampig gearbeitet, das einem schlecht wird. daher nur auf Berater zurückgreifen die sich schon präsentiert haben.

Welches Geschäft hast du denn vor zu gründen??

Gruß
Martin