Hallo Sebastian,
die Kosten, die durch eine Unternehmensberatung entstehen, werden z.B. durch das Bundesamt für Wirtschaft oder das RKW, um nur zwei Fördermöglichkeiten zu nennen, nach den jeweils geltenden Richtlinien anteilig subventioniert.
Eine Beratungshonorierung, die prozentual an den Erhalt eines nicht rückzahlbaren Zuschusses geknüpft ist, ist nicht unproblematisch, denn in den Richtlinien muss versichert werden, dass eine Erfolgsvergütung mit dem Berater nicht vereinbart wurde.
Wurde eine solche Vereinbarung dennoch getroffen, so wird entweder der beantragte Zuschuss um das anteilige Beraterhonorar gekürzt, oder nachträglich zurückgefordert, in fast allen Richtlinen z.B. im Rahmen der GA-Förderung sind derartige Klauseln enthalten.
Wenn Sie sich daher beraten lassen möchten, dann sollten Sie mit dem Berater eine fixen Abliefertermin und eine fixe Vergütung (inklusive aller Nebenkosten) vereinbaren, die die Prüfung und Erstellung des Businessplanes beinhaltet, die Prüfung in Frage kommender Finanzierungsmöglichkeiten und die Antragstellung für ggf. auszuwählende Förderprogramme.
Eine Beratung durch Ihre Hausbank ist keine gute Empfehlung, da die Bank naturgemäß im wirtschaftlichen Eigeninteresse handeln wird und dies kann nur bedeuten, ein Maximum an Zinsen und an Sicherheit erzielen zu wollen. Im übrigen muss die Hausbank auch für einen nicht rückzahlbaren Zuschuss solange die Haftung übernehmen, bis dass der Nachweis der ordnungsgemäßen Verwendung erbracht wurde.
Bezüglich des Förderungsmixes sollten Sie berücksichtigen, dass viele Programme nicht kombiniert werden können, so gilt in vielen Fällen nur entweder Zuschuss oder Darlehen.
Wie dem auch sei, einen vernünftigen Berater finden Sie ggf. über den BDU, den BVMW oder das RKW, alle drei Verbände verfügen über eigene Datenbanken mit Beratern, die sich bereits durch vernünftige Beratungen profiliert haben.
Viel Erfolg !
MfG
M. Grigo