Kosten für Datensicherung

Hallo Zusammen,

mein Chef will Kosten senken. Nun ist er auf das Thema Datensicherung gekommen.
Wir haben hier einen SQL und einen Datenserver am laufen mit ca. 100 GB Daten. Die Datensicherung läuft über Bänder. Es werden jeden Abend Sicherungen von den Bewegungsdaten und einmal im Monat von allen Daten gemacht.
Habt Ihr da irgendwelche Erfahrungswerte was so eine Datensicherung im Jahr kosten darf?
Ich bedanke mich schon im Voraus für Eure Antworten!

Gruß
Andreas

Habt Ihr da irgendwelche Erfahrungswerte was so eine
Datensicherung im Jahr kosten darf?

Pff.
Blöde Frage.
Wieviel sind eure Daten wert?

Geld spart man bei der Datensicherung nur, solange nix passiert :wink:

Ich mach hier in der Firma täglich ein Vollbackup aller **wichtigen** Daten (20 GB, passen auf ein Streamerband) und kaufe jedes Jahr neun neue Bänder (je eines für Mo, Di, Mi, Do und 5 Freitagsbänder, die im Wechsel beschrieben und bei mir zuhause gelagert werden.
Dazu ein Jährliches Voll-Backup auf DVD, die DVDs werden dann als Images noch mit Parity-Files abgesichert.

Alle anderen Daten werden nur ab und zu mal auf ne USB-Hdd gesichert.

Kleiner Tipp:
Ausmisten hilft. Ich lauf hier alle zwei Monate mal einen Tag lang Amok, auf das die Deppen keine Videos und so’n Mist auf das Laufwerk mit der täglichen Sicherung legen und mir die Bänder zum Überlaufen bringen.
Son Zeugs kann man auch Brennen oder auf USB-Hdd sichern und für den schnellen zentralen Zugriff auf ein ungesichertes Netzlaufwerk packen.

Hallo Andreas,

Datensicherung kostet die Existenz - wenn man sie nicht macht. Nach Untersuchungen überlebt heute praktisch kein Betrieb mehr den Ausfall der EDV um mehr als 2 - 4 Wochen. Daher gibt es auch keine obere Grenze für die Ausgaben, was sein muss muss sein. Viele Finanzdienstleister, Börsenmakler usw. unterhalten komplette Backup-Rechenzentren, weil schon stundenweiser Ausfall ruinös wäre, dem verdankt die Welt ihr Weiterfunktionieren nach dem Anschlägen vom 11. September: viele der im World Trade Center ansässigen Firmen waren schon wieder online, bevor die Türme eingestürzt sind und noch während ihre Mitarbeiter aus den Fenstern sprangen.

Also die Gegenfrage: was ist euer Betrieb denn so wert?

Im Detail kann man natürlich immer prüfen, ob es günstigere Geräte gibt, z.B. DVD-RAM, aber bei Datenmengen von mehr als ein paar GByte geht kein Weg an Bändern vorbei. Trotzdem sind die Kosten eigentlich unbedeutend, ein paar kEUR pro Jahr.

Gruss Reinhard

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Hallo Andreas,

mein Chef will Kosten senken. Nun ist er auf das Thema
Datensicherung gekommen.
Wir haben hier einen SQL und einen Datenserver am laufen mit
ca. 100 GB Daten. Die Datensicherung läuft über Bänder. Es
werden jeden Abend Sicherungen von den Bewegungsdaten und
einmal im Monat von allen Daten gemacht.
Habt Ihr da irgendwelche Erfahrungswerte was so eine
Datensicherung im Jahr kosten darf?
Ich bedanke mich schon im Voraus für Eure Antworten!

Fahr mal die beiden Server tagsüber runter und warte wie lange es geht, bis dein Chef bei dir antanzt.
Dann sagst du ihm, dass du im Ernstfall ohne Backups 1 bis 2 Monate (oder welcher Aufwand das bei euch ist) benötigst um die Datenbanken wieder herzustellen …

Nicht ganz ernst gemeint, aber als Gedankenspiel für deinen Chef sollte es reichen.

MfG Peter(TOO)

P.S.
Hallo Andreas,

Frage deinen Chef auch nach den Kosten, wenn der Server mal eine Stunde steht, dann kann man die Kosten wirklich vergleichen.

Backups muss man wie eine Versicherungspolice betrachten !!

MfG Peter(TOO)

Ich stimme den Kollegen zu.

Aber eine andere frage:
Was haltet ihr allgemein von USB LWs für Datensicherungen.
Also als Ersaz für Bandlaufwere.

  • Nachdem was ich so herausgefunden habe halten USB-Platten (da ja echte HDDs) mindestens so lange wie Bänder
  • Sind im endeffekt günstiger da 300GB grünstiger sind als 300GB Tapes
  • nochmal günstiger da mehrere 300GB HDDs günstiger sind als ein Tapelaufwerk (ohne Bänder!)
  • Praktischer da ich im Katrastophenfall (Server fackelt ab) die HDDs ÜBERALL wieder dranpacken kann ohne vorher nen Tapedrive (für teuer Geld) zu kaufen
  • HDDs verschleissen nicht so wie Tapes oder ihre Drives (HDD = Berürhrungslos | Tape/Drives = ablesen über berührung des Bandes)

Also nach diesen Vorteilen (und einem unvermögens nachteile zu finden) halte ich USB-HDDs (im Safe gelagert nach einem Monatsbackup) für die sicherste udn günstigste Methode

Im Prinzip ja.
Das Problem dürfte darin liegen, ein Backup-Programm zu finden, das mit USB-Platten zusammenarbeitet.

(im Safe gelagert nach einem Monatsbackup)

Vorsicht:
das Backup im Safe hilft dir nicht viel, wenn die Hütte abbrennt.

Ich hab immer die letzten beiden Wochen-Backups bei mir zuhause liegen, um auch im Allerschlimmsten Fall noch einen vollständigen Satz zu haben

Im Prinzip ja.
Das Problem dürfte darin liegen, ein Backup-Programm zu
finden, das mit USB-Platten zusammenarbeitet.

bacukla.org kriegt das gebacken :slight_smile:

Ich hab immer die letzten beiden Wochen-Backups bei mir
zuhause liegen, um auch im Allerschlimmsten Fall noch einen
vollständigen Satz zu haben

Ich glaube da hät mein Chef was gegen wenn ich die Backups einfach mitnehme ^^’

Aber ich stimme dir zu das ich auch am liebsten eine lösung für _diesen_ extremfall hät. (hab aber gehört nen Safe hält scho n paar grad aus)

Hallo,

du brauchst keinen Safe im eigentlichen Sinn, sondern einen Datensicherungsschrank, bei dem angegeben ist, wie lange er einem Feuer standhält. Und du musst der Feuerwehr sagen, den Löschstrahl immer da drauf zu halten, weil da die komprimierte Existenz der Firma drin liegt.

Besser ist es natürlich, Kopien in einem anderen Gebäude aufzubewahren, ich habe früher mal meine Bänder regelmässig ins Bankschliessfach gebracht.

Ob Band, Festplatte oder Optisch, das ist eigentlich eine Preisfrage. Man darf sich nur nicht durch hohe Medienpreise davon abhalten lassen, genügend Kopien anzufertigen. Ob etwa 30 externe Festplatten billiger sind als ein Streamer und 30 Bänder, ist eben nachzurechnen, der Platzbedarf spielt auch eine Rolle.

Gruss Reinhard

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Hallo Fragewurm,

Im Prinzip ja.
Das Problem dürfte darin liegen, ein Backup-Programm zu
finden, das mit USB-Platten zusammenarbeitet.

Das schaft schon das Backup, welches XP beiliegt.
Jedes Backup-Programm, welches auf normale Datenträger sichern kann, kommt auch mit USB-Laufwerken zurecht.

MfG POeter(TOO)

Hallo Fragewurm,

Aber eine andere frage:
Was haltet ihr allgemein von USB LWs für Datensicherungen.
Also als Ersaz für Bandlaufwere.

Mache ich seit Jahren so. Ist günstiger und etwas schneller.

Also nach diesen Vorteilen (und einem unvermögens nachteile zu
finden) halte ich USB-HDDs (im Safe gelagert nach einem
Monatsbackup) für die sicherste udn günstigste Methode

  • Tapes benötigen weniger Platz.
  • Tapes sind weniger Stossempfindlich. Wenn ein Tape vom Tisch fällt, nimmt es meistens noch keinen Schaden.
  • Bei einem neueren BIOS, kann man vom USB-Laufwerk booten.

MfG Peter(TOO)

Ich hab immer die letzten beiden Wochen-Backups bei mir
zuhause liegen, um auch im Allerschlimmsten Fall noch einen
vollständigen Satz zu haben

Und wie stellst du sicher, dass deine Freundin oder Gattin die Bänder nicht nach einem Streit mitnimmt und sie an die Konkurrenz verscherbelt?

Gruss
Schorsch

Und wie stellst du sicher, dass deine Freundin oder Gattin die
Bänder nicht nach einem Streit mitnimmt und sie an die
Konkurrenz verscherbelt?

  1. Habbich nicht - Single

  2. (Achtung, Vorurteil!) Die wüsste eh nicht, was das ist :smiley:

  3. Für solche Fälle bietet eigentlich jedes BackUp-Programm auch eine Verschlüsselung an.

  4. Einen kleinen Safe zuhause? Wo sie keinen Schlüssel für hat?

  5. Soziale Kompetenzen . . . wenn’s jemals soweit kommt, dann würd ich mir mehr Sorgen um das Messer in meinem Rücken machen . . .

Was die Sache mit dem Safe angeht . . .

Ich persönlich halte das für Augenwischerei. Klar, da steht drauf, das er einem Feuer 2 Stunden lang standhält . . .
Da muss man doch gleich mal Nachfragen: Was für einem Feuer? Ein Feuerchen in einem Raum, indem auch ein paar Lösungsmittel rumstehen, oder noch besser: Sauerstoffdonatoren, dürfte etwas andere Temperaturen entwickeln als eines „nur“ aus Papier.
Schwelbrand in einem geschlossenen Raum = keine Wärmeabfuhr = Temperaturen klettern langsam immer höher.
Und was zum Teufel bedeutet eigentlich 2 Stunden standhalten? Wie hoch ist die Temperatur dann im Schrank? 120°C im Schrank überstehen papierene Unterlagen ohne Makel, das Kunststoffmaterial der Bänder hat sich dann schon lange aufgekrempelt.
Und wie sicher seit ihr euch, das die Feuerwehr den Safe als solchen erkennt und auch schnell genung runterkühlt? Oder, nachdem das Feuer aus ist, den noch ein paar Stunden lang „ziehen“ lässt?

Ich würde mich niemals auf son Ding verlassen, das ist wie Lotto spielen.

Und wenn der Chef Probleme damit hat, das sein Admin die Bänder mit nach Hause nimmt, dann legt man ihm halt jeden Montag eines auf den Tisch und sagt ihm, das er morgen das älteste wieder mitzubringen hat. Kommunikation ist alles.

Hallo,

Was die Sache mit dem Safe angeht . . .

Ich persönlich halte das für Augenwischerei. Klar, da steht
drauf, das er einem Feuer 2 Stunden lang standhält . . .
Da muss man doch gleich mal Nachfragen: Was für einem Feuer?

das sagt Dir u.a. der Hersteller http://www.lampertz.de/html/default.asp?site=1_5 und der bezieht sich auf eine Norm.

Ein Feuerchen in einem Raum, indem auch ein paar Lösungsmittel
rumstehen,

Aber klar, Lösungsmittel im Serverraum. :smile:

oder noch besser: Sauerstoffdonatoren, dürfte etwas
andere Temperaturen entwickeln als eines „nur“ aus Papier.

Auch das Papier hat da nichts verloren, von ein paar Notizen mal abgesehen.

Schwelbrand in einem geschlossenen Raum = keine Wärmeabfuhr =
Temperaturen klettern langsam immer höher.

Bevor die Temperatur klettert, gibt es erst mal Rauch und der Rauchmelder, der die Feuerwehr alarmiert hängt über dem Safe. Ich denke, dass das nicht nur bei mir so ist.

Und was zum Teufel bedeutet eigentlich 2 Stunden standhalten?
Wie hoch ist die Temperatur dann im Schrank? 120°C im Schrank
überstehen papierene Unterlagen ohne Makel, das
Kunststoffmaterial der Bänder hat sich dann schon lange
aufgekrempelt.

Die Temperatur ist dann nur so hoch, dass sie den Tapes nicht schadet.

Und wie sicher seit ihr euch, das die Feuerwehr den Safe als
solchen erkennt und auch schnell genung runterkühlt?

Sehr sicher, die haben die Rauchmeldeanlage ja abgenommen und prüfen auch regelmäßig die Feuerlöscher. Die kennen den Serverraum so gut wie ich.

Oder,
nachdem das Feuer aus ist, den noch ein paar Stunden lang
„ziehen“ lässt?

So ein Feuer entsteht gar nicht erst, weil die zwei Minuten nach dem ersten Rauchwölkchen vor der Tür stehen.

Ich würde mich niemals auf son Ding verlassen, das ist wie
Lotto spielen.

Der ist eher wie eine Versicherung. Teuer, aber im Notfall wirksam.

Gruß, Rainer

  1. Für solche Fälle bietet eigentlich jedes BackUp-Programm
    auch eine Verschlüsselung an.

So hab ich mich bei einem QM-Audit auch mal rausgeredet. Allerdings war das noch im vergangenen Jahrtausend, ich glaube nicht, dass dies bei einem aktuellen Audit z. B. nach Basel II heute noch Bestand hätte. Tatsächlich ist die Frage nach dem Sicherungsregime bei einem Audit - zurecht - immer die Frage.

Gruss
Schorsch

Hallo,

Das Problem dürfte darin liegen, ein Backup-Programm zu
finden, das mit USB-Platten zusammenarbeitet.

Das kommt sicher auf die Konfiguration an. Aber ein SBS2003 zusammen mit Veritas macht das ganz ordentlich.

Gruss Sebastian

Hallo,

Aber eine andere frage:
Was haltet ihr allgemein von USB LWs für Datensicherungen.
Also als Ersaz für Bandlaufwere.

Ich mache das auch mit USB-HDD. Am Anfang habe ich mit DDS-Tapes gesichert. Irgendwann reichte die Kapazität nicht mehr. Dann ein REV-LW. Reicht jetzt auch nicht mehr. Dann hats mir gereicht. Ab hier wirds nämlich teuer.
Jeden Tag eine Datensicherung des Warenwirtschaftssystems (hat eine eingebaute Dasi mit Prüfung)auf eine eigene HDD im Server. Abends dann eine Vollsicherung auf USB-HDD. Jeden Tag nehme ich die vorherige Sicherung mit nach Hause.
Die Sicherung vom Monatsletzten liegt im Banksafe.
Veritas kommt bestens mit jedem Medium zurecht, ich könnte theoretisch auch noch eine zweite Sicherung (mit anderen Daten) auf das REV sichern, das ist ja noch eingebaut.
Da gibts ja noch den running Gag mit der Firma die jeden Tag ihre Sicherungsbänder in einen externen Tresor gebracht hat und am Tag X feststellte das auf allen Bändern nix drauf war.
Deswegen immer Dasi mit Datenprüfung und Meldung an meinen Client.

Gruss Sebastian

Hi,
ein paar Kommentare zu verschiedenen Artikeln:

Ich nehme das Fazit meiner Bemerkungen jetzt enmal vorweg, da es (wieder einmal) viel zu lesen gibt:

Fazit:
Es sind nicht die Kosten für die Datensicherung, die relevant sind. Es ist die Planung der Unterbringung für den „Ernstfall“.
Wenn meine Daten sicher und im „Ernstfall“ gut zugänglich gelagert sind, brauche ich keine Unmengen an Backupdatenträgern.
Ein Serverraum, der von der Feuerwehr auch bei Großbrand sofort erreichbar ist, ist schon mehr Wert als ein Datentresor, der im 5. Stock steht und erst nach dem „Abbrennen“ zugänglich ist.

Eine zusätzliche Datensicherung „für Chef“ wird jeden Morgen in ein Bankschließfach gelegt.
Wenn „alle Stricke reißen“ sind nur die Daten eines einzigen Tages verloren. Damit können die meisten Firmen ja gerade noch leben… oder?

Viel Spaß beim Lesen und Kopfschütteln :wink:
Gruß BJ

Kosten für Speichermedien

So wie Mabuse es beschreibt (pro Wochentag ein Band/Platte) habe ich es bei Firmen auch immer kennengelernt.

Es handelt sich ja immer um ein kumulatives backup. Die alten Daten werden gleichzeitig mit den neuen gesichert.
Die letzte Sicherung enthält immer alle Daten.
Man würde also pro Jahr (eigentlich) nur 7 Festplatten (o.ä. Medium) benötigen + 1x Jahresbackup.

Da die Datenmenge zwar im Laufe der Zeit immer größer wird, die Festplatten aber auch inmmer mehr Kapazität aufweisen, würde so euin System doch „einige Jährchen“ ausreichen.

Sollte die Datenmenge so groß werden, dass eine kumulative Sicherung alle Grenzen sprengen würde (zu groß/zuviel Zeit), so können man doch das Tagesbackup für das lauifende Jahr benutzen. Das Jahresbackup enthält dann nur das abgelaufene Jahr. Die Backups des Folgejahres enthalten dann nur die Daten des aktuellen Jahres.
Im Laufe von 10 Jahjren würden also 10 jahresbackups entstehen + die 7 laufenden Bsckups für das aktuelle Jahr.
Das könnte selbst ich mir privat noch leisten… auch wenn ich noch Sicherheitskopien der Backups ziehe.

Backup zur Sicherheit mit nach Hause nehmen

Habe einmal einen misstrauischen Chef erlebt (war selbst „Fremdarbeiter“ in dieser Firma)
Schlüssel zum Serverraum hatten nur der Chef und ich. Er traute seinen eigenen Leuten nicht. Keiner durfte die Möglichkeit haben, Daten mitzunehmen. Einmal die Woche nahm er ein Backup mit nach hause. Der Rest blieb im Tresor des Serverraums.
Der Boss dieser Firma hatte wohl sehr schlechte Erfahrungen mit seinen eigenen Leuten gemacht.
*lach* Wenn ich mein Gedächtnis anstrengen würde, könnte ich mich heute noch in sein Serversystem von außen einloggen. Einserseits Sicherheit,Sicherheit, Sicjherheit… andererseits soll aber von außen drauf zugegriffen werden können… und die Passwörte und Codes waren so, dass er sie sich merken konnte, weil es mit seinem Privatleben zu tun hatte.
– da kann man nur noch Schüttelkrämpfe kriegen —

Datensicherheit bei Feuer

Ich habe Serverräume kenneglernt, die selbst schon „überlebensräume“ waren. Da konnte die Hütte drum wegfackel… der Raum mit allen Daten wäre unbeschadet stehen gebliwben… *lach* auch ne Lösung… wenigstens die Daten von der Firma gibt es noch, wenn auch der Rest der Firma abbrennt.
Gut wenn man noch Filialen hat oder ganze Konzerngruppen „sichern“ will.

Die Dauer, wie lange ein feuersicherer Datentresor einem Brand standhält war schon interessant.
2 Stunden ? Hört sich gut an.
Auch die Bemerkung „Die Feuerwehr weiß genau wo er steht und hält dann gleich Wasser drauf“.
Das hört sich aber eher nach kleineren Firmen an (nicht Umsatztechnuisch, sondern ehr von der Gebäudegröße)

Viele „Großfirmen“ legen doch ihre Serverräume oft nach ganz oben im Gebäude, weil es vielleicht ein Bereich ist, der nicht für Personal oder Kunden gebraucht wird.
Wie lange braucht die Feuerwehr denn wohl um einen zentral oder sehr hoch gelegenen Serverraum zu erreichen ? Werden zur „Datenrettung“ Menschenleben riskiert ?
2 Stunden sind bei schlecht zugänglichen Serverräumen inaktzeptabel… Bei Gebäudebränden wird das Gebäude oft „kontrolliert abbrennen“ gelassen. Erst wenn alle Brände gelöscht sind, kann das Gebäude betreten werden. Das ist aber außerhalb von 2 Stunden.

Damit ein feuersicherer Datentresor also auch im schlimmsten Fall einen Nutzen hat, sollte er nahe des Eingangbereichs stehen… sonst ist es Essig mit „die halten dann schon drauf“.

Der ideale Serverraum

  • ist ein Überlebensraum für Daten und Servertechnik
  • hat eine eigene Stromversorgung, die unabhängig vom Hausnetz ist
  • hat eigenes Filter und Kühlsystem, das im Brandfall sowohl verhindert, dass Ruß/Rauch die Geräte beschädigen können als auch die Temperatur immer so weit runterkühlen kann, dass die Daten nicht unbrauchbar werden
  • ist durch Feuerwehr gut zu erreichen oder liegt unterirdisch (Hitze steigt ja nach oben - es entsteht also weniger Wärme um den Raum herum - Somit wäre auch eine Chance gegeben, dass die Daten nach einem kompletten „Abbrennen“ noc zu gerbrauchen sind

*Scherz folgt, da irrelevant bei den meisten Firmen*

  • hat für den schlimmsten anzunehmenden Fall (EMP bei Kernwaffeneinsatz )einen Bunkercharakter mit Bleimantel etc.

EMP tritt bei Kernwaffen auch außerhalb der tödlichen Stzrahlungszone auf und vernichtet Daten und Elektronik bzw. legt diese lahm. (lt. BW-Infos 1985)

Hallo Rainer,

ich seh schon, du lebst in einer großen Firma, die in dieser Beziehung gut durchorganisiert ist und keine Kosten scheut.

Und hier die bittere Realität:

Meiner einer ist Chemiker/Laborleiter und wirft die EDV nebenbei - in einem 20-Mann-Betrieb gibt’s natürlich keine „richtige“ EDV-Abteilung.
Der Serverraum ist geschätzte acht Meter von meinem Lösungsmittelschrank entfernt. Im Serverraum werden außerdem Kunden- und Lieferantenprospekte aufbewahrt. In unserer Größe ist ein eigener „richtiger“ Serverraum schlichtweg illusorisch. Bevor ich hier angefangen habe und die EDV unter meine Fittiche genommen habe, wurde der Server nebenbei auch noch als Arbeitsplatz benutzt!!!

Kleiner Einschub: irgendjemand erwähnte hier den „running Gag“ mit den leeren Bändern trotz täglicher Sicherung. Seid versichert, das ich das nicht als Gag ansehe, weil genau das hier passiert ist. Die „EDV-Firma“ (besserer Kleinhändler), die die Anlage hier etwa drei Jahre vor meiner Einstellung zusammengestellt und in Betrieb genommen hat, hat die Daten nämlich nie überprüft. Erst als ich eine Datei zurückholen wollte, kam heraus, das der Streamer schlicht und ergreifend kaput ist. Nie funktioniert hat. War zum Glück nur eine einzige, relativ unwichtige Datei, aber seither bin ich hier unumschränkter Herrscher mit absoluter Vollmacht über die EDV.

Wie auch immer . . . Feuerwehr hab ich hier noch nie gesehen. Feuerlöscher werden von einer privaten Firma gewartet etc. Im Ernstfall wissen die unter Garantie nicht, wo der Safe oder der Server stehen. Der Safe steht in einem kleinen, fensterlosen Kabuff, in dem auch Büromaterial gelagert wird. Klar gibt’s da auch einen Feuermelder, und die Feuerwehr ist auch relativ schnell da (hat unsere Azubine beim heimlichen Rauchen feststellen müssen ), aber wenn die ganze Hütte brennt, ist das der Raum, der zuletzt mit Wasser in Berührung kommt, weil er ganz einfach mittendrin liegt.

Naja, und so weiter, und so fort.

Scherlich ist das EDV-technisch so ziemlich die ungeschickteste Aufteilung, die man sich denken kann, kommt aber den normalen Abläufen in der Firma ansonsten gut entgegen. Darum kannste da auch nix dran ändern.

Und in diesen und allen auch nur halbwegs ähnlichen Fällen ist die Außerhaus-Lagerung der letzen beiden Wochenend-Backups die einfachste und sicherste Methode - solange der Chef einem vertraut.
Aber ganz ehrlich: wenn der Chef seinem Admin nicht vertraut . . . dann sollte dieser sich nach einem anderen Job umsehen, da werdet ihr mir wohl zustimmen.

Hallo,

ich seh schon, du lebst in einer großen Firma, die in dieser
Beziehung gut durchorganisiert ist und keine Kosten scheut.

das stimmt nur fast. Der Mutterkonzern ist groß und wir sind mit da auf dem Gelände, deshalb profitieren wir von der vorhandenen Werksfeuerwehr. Der Rest ist aber in Eigenregie entstanden und die Firma selbst ist nur 70 Leute groß, so viele sind das nun auch wieder nicht. Die EDV-Abteilung besteht aus einem halben Mitarbeiter … :smile: (die andere Hälfte arbeitet im Personalbüro/ Lohnbüro/ Arbeitswirtschaft / Versand/ Arbeitsvorbereitung … )

Und hier die bittere Realität:

Meiner einer ist Chemiker/Laborleiter und wirft die EDV
nebenbei - in einem 20-Mann-Betrieb gibt’s natürlich keine
„richtige“ EDV-Abteilung.
Der Serverraum ist geschätzte acht Meter von meinem
Lösungsmittelschrank entfernt. Im Serverraum werden außerdem
Kunden- und Lieferantenprospekte aufbewahrt. In unserer Größe
ist ein eigener „richtiger“ Serverraum schlichtweg
illusorisch. Bevor ich hier angefangen habe und die EDV unter
meine Fittiche genommen habe, wurde der Server nebenbei auch
noch als Arbeitsplatz benutzt!!!

Kleiner Einschub: irgendjemand erwähnte hier den „running Gag“
mit den leeren Bändern trotz täglicher Sicherung. Seid
versichert, das ich das nicht als Gag ansehe, weil genau das
hier passiert ist.

Erinnere mich nicht, mir auch. :frowning: Auf dem alten System konnte man Bänder nicht prüfen, nur zurückspielen und die alten aktuellen Daten mit alten überschreiben, deshalb wurde nie getestet. Als die Anlage ausgefallen ist, war keine Datensicherung da. Das ist ganz schön teuer für Siemens geworden … :->>

Die „EDV-Firma“ (besserer Kleinhändler),
die die Anlage hier etwa drei Jahre vor meiner Einstellung
zusammengestellt und in Betrieb genommen hat, hat die Daten
nämlich nie überprüft. Erst als ich eine Datei zurückholen
wollte, kam heraus, das der Streamer schlicht und ergreifend
kaput ist. Nie funktioniert hat. War zum Glück nur eine
einzige, relativ unwichtige Datei, aber seither bin ich hier
unumschränkter Herrscher mit absoluter Vollmacht über die EDV.

Bei uns war’s halt Siemens, die alles geliefert hatten und mit denen es einen Servicevertrag gab, einschließlich Garantie.

Wie auch immer . . . Feuerwehr hab ich hier noch nie gesehen.
Feuerlöscher werden von einer privaten Firma gewartet etc. Im
Ernstfall wissen die unter Garantie nicht, wo der Safe oder
der Server stehen. Der Safe steht in einem kleinen,
fensterlosen Kabuff, in dem auch Büromaterial gelagert wird.
Klar gibt’s da auch einen Feuermelder, und die Feuerwehr ist
auch relativ schnell da (hat unsere Azubine beim heimlichen
Rauchen feststellen müssen ), aber wenn die ganze
Hütte brennt, ist das der Raum, der zuletzt mit Wasser in
Berührung kommt, weil er ganz einfach mittendrin liegt.

OK, wenn es ein Datensafe ist, (Bild von meinem hast Du ja schon) sind die Bänder da garantiert zwei Stunden sicher. Die Temperatur, mit der geprüft wird liegt über 1000 Grad, den Bändern darf zwei Stunden nichts passieren sonst gibt es das Zertifikat vom TÜV nicht.

Naja, und so weiter, und so fort.

Scherlich ist das EDV-technisch so ziemlich die
ungeschickteste Aufteilung, die man sich denken kann, kommt
aber den normalen Abläufen in der Firma ansonsten gut
entgegen. Darum kannste da auch nix dran ändern.

Eine Kleinigkeit eventuell. Gibt es einen BDC, der so steht, daß ein eventuelles Feuer immer nur einen der Domaincontroller früh erreichen kann? Die Werkhalle ist bei uns vom Bürogebäude rund 300 Meter entfernt und durch LWL mit dem Server verbunden. Neben den Switches in der Werkhalle steht ein DBC mit gespiegelten Daten.

Und in diesen und allen auch nur halbwegs ähnlichen Fällen ist
die Außerhaus-Lagerung der letzen beiden Wochenend-Backups die
einfachste und sicherste Methode - solange der Chef einem
vertraut.

Dem Wirtschaftsprüfer erzählt man das dann einfach nicht, der ist mit dem Safe zufrieden, OK. :smile:

Aber ganz ehrlich: wenn der Chef seinem Admin nicht vertraut .
. . dann sollte dieser sich nach einem anderen Job umsehen, da
werdet ihr mir wohl zustimmen.

Aber sicher, schließlich kann der Admin alles lesen, was eigentlich nur für die Augen des Chefs selbst bestimmt ist. Ohne ausreichendes Vertrauen wäre das ein viel größeres Sicherheitsrisiko, als ein Feuer.

Gruß, Rainer