Hi,
ein paar Kommentare zu verschiedenen Artikeln:
Ich nehme das Fazit meiner Bemerkungen jetzt enmal vorweg, da es (wieder einmal) viel zu lesen gibt:
Fazit:
Es sind nicht die Kosten für die Datensicherung, die relevant sind. Es ist die Planung der Unterbringung für den „Ernstfall“.
Wenn meine Daten sicher und im „Ernstfall“ gut zugänglich gelagert sind, brauche ich keine Unmengen an Backupdatenträgern.
Ein Serverraum, der von der Feuerwehr auch bei Großbrand sofort erreichbar ist, ist schon mehr Wert als ein Datentresor, der im 5. Stock steht und erst nach dem „Abbrennen“ zugänglich ist.
Eine zusätzliche Datensicherung „für Chef“ wird jeden Morgen in ein Bankschließfach gelegt.
Wenn „alle Stricke reißen“ sind nur die Daten eines einzigen Tages verloren. Damit können die meisten Firmen ja gerade noch leben… oder?
Viel Spaß beim Lesen und Kopfschütteln 
Gruß BJ
Kosten für Speichermedien
So wie Mabuse es beschreibt (pro Wochentag ein Band/Platte) habe ich es bei Firmen auch immer kennengelernt.
Es handelt sich ja immer um ein kumulatives backup. Die alten Daten werden gleichzeitig mit den neuen gesichert.
Die letzte Sicherung enthält immer alle Daten.
Man würde also pro Jahr (eigentlich) nur 7 Festplatten (o.ä. Medium) benötigen + 1x Jahresbackup.
Da die Datenmenge zwar im Laufe der Zeit immer größer wird, die Festplatten aber auch inmmer mehr Kapazität aufweisen, würde so euin System doch „einige Jährchen“ ausreichen.
Sollte die Datenmenge so groß werden, dass eine kumulative Sicherung alle Grenzen sprengen würde (zu groß/zuviel Zeit), so können man doch das Tagesbackup für das lauifende Jahr benutzen. Das Jahresbackup enthält dann nur das abgelaufene Jahr. Die Backups des Folgejahres enthalten dann nur die Daten des aktuellen Jahres.
Im Laufe von 10 Jahjren würden also 10 jahresbackups entstehen + die 7 laufenden Bsckups für das aktuelle Jahr.
Das könnte selbst ich mir privat noch leisten… auch wenn ich noch Sicherheitskopien der Backups ziehe.
Backup zur Sicherheit mit nach Hause nehmen
Habe einmal einen misstrauischen Chef erlebt (war selbst „Fremdarbeiter“ in dieser Firma)
Schlüssel zum Serverraum hatten nur der Chef und ich. Er traute seinen eigenen Leuten nicht. Keiner durfte die Möglichkeit haben, Daten mitzunehmen. Einmal die Woche nahm er ein Backup mit nach hause. Der Rest blieb im Tresor des Serverraums.
Der Boss dieser Firma hatte wohl sehr schlechte Erfahrungen mit seinen eigenen Leuten gemacht.
*lach* Wenn ich mein Gedächtnis anstrengen würde, könnte ich mich heute noch in sein Serversystem von außen einloggen. Einserseits Sicherheit,Sicherheit, Sicjherheit… andererseits soll aber von außen drauf zugegriffen werden können… und die Passwörte und Codes waren so, dass er sie sich merken konnte, weil es mit seinem Privatleben zu tun hatte.
– da kann man nur noch Schüttelkrämpfe kriegen —
Datensicherheit bei Feuer
Ich habe Serverräume kenneglernt, die selbst schon „überlebensräume“ waren. Da konnte die Hütte drum wegfackel… der Raum mit allen Daten wäre unbeschadet stehen gebliwben… *lach* auch ne Lösung… wenigstens die Daten von der Firma gibt es noch, wenn auch der Rest der Firma abbrennt.
Gut wenn man noch Filialen hat oder ganze Konzerngruppen „sichern“ will.
Die Dauer, wie lange ein feuersicherer Datentresor einem Brand standhält war schon interessant.
2 Stunden ? Hört sich gut an.
Auch die Bemerkung „Die Feuerwehr weiß genau wo er steht und hält dann gleich Wasser drauf“.
Das hört sich aber eher nach kleineren Firmen an (nicht Umsatztechnuisch, sondern ehr von der Gebäudegröße)
Viele „Großfirmen“ legen doch ihre Serverräume oft nach ganz oben im Gebäude, weil es vielleicht ein Bereich ist, der nicht für Personal oder Kunden gebraucht wird.
Wie lange braucht die Feuerwehr denn wohl um einen zentral oder sehr hoch gelegenen Serverraum zu erreichen ? Werden zur „Datenrettung“ Menschenleben riskiert ?
2 Stunden sind bei schlecht zugänglichen Serverräumen inaktzeptabel… Bei Gebäudebränden wird das Gebäude oft „kontrolliert abbrennen“ gelassen. Erst wenn alle Brände gelöscht sind, kann das Gebäude betreten werden. Das ist aber außerhalb von 2 Stunden.
Damit ein feuersicherer Datentresor also auch im schlimmsten Fall einen Nutzen hat, sollte er nahe des Eingangbereichs stehen… sonst ist es Essig mit „die halten dann schon drauf“.
Der ideale Serverraum
- ist ein Überlebensraum für Daten und Servertechnik
- hat eine eigene Stromversorgung, die unabhängig vom Hausnetz ist
- hat eigenes Filter und Kühlsystem, das im Brandfall sowohl verhindert, dass Ruß/Rauch die Geräte beschädigen können als auch die Temperatur immer so weit runterkühlen kann, dass die Daten nicht unbrauchbar werden
- ist durch Feuerwehr gut zu erreichen oder liegt unterirdisch (Hitze steigt ja nach oben - es entsteht also weniger Wärme um den Raum herum - Somit wäre auch eine Chance gegeben, dass die Daten nach einem kompletten „Abbrennen“ noc zu gerbrauchen sind
*Scherz folgt, da irrelevant bei den meisten Firmen*
- hat für den schlimmsten anzunehmenden Fall (EMP bei Kernwaffeneinsatz )einen Bunkercharakter mit Bleimantel etc.
EMP tritt bei Kernwaffen auch außerhalb der tödlichen Stzrahlungszone auf und vernichtet Daten und Elektronik bzw. legt diese lahm. (lt. BW-Infos 1985)