Hallo!
Außendämmung/WDVS :
Durchschnittskosten für EPS (Styropor) 15 cm , ca. 125 €/m²
komplett mit allem was dazugehört, Gerüst,Putz,Farbe.
Ich hab eben mal nachgeschaut - Angebot/Rechnung von Dez 2012
Wir kamen auf rund 130€/m² inkl. Mwst mit 160mm Mineralwolle (160mm um ein paar lächerliche Euro von der KfW dazuzubekommen)
Sogar noch ein paar Schwerlasthalter und die dämmende, tragfähige Unterkonstruktion für die Außenrollos dabei sowie ca. 100cm hohe Perimeterdämmung (selbst abgegraben, wieder beigefüllt) inklusive - allerdings bei einem wirklich simplen „Schuhkarton“, ohne irgendwelche Versätze/Kältebrücken, einfaches Gerüst, weil nur EG = Bungalow > endlich keine Treppen mehr im Haus 
Plus die Spengler/Zimmer/Dachdecker-Arbeiten (Dachrinnen, Fallrohre passen dann ja nicht mehr, Giebel/Gebälk müssen verlängert werden) - und das eine oder andere dürfte notgedrungen immer noch dazu kommen - bei uns z.B. Hauseingangstreppe, Verandatreppe neu (ja, und an die spätere Anbaumöglichkeit eines Aufzugs für die paar Stufen haben wir auch gedacht)
Ist denn die oberste Geschossdecke schon gedämmt?
Ansonsten wäre das die allererste Massnahme vom Kosten-Nutzen-Effekt.
Rein als interessierter Bauherr sehe ich das ebenfalls so: WDVS und Fenster gehören als eine Massnahme zusammen und müssen baulich als eine verbundene Massnahme umgesetzt werden (auch weil sonst Folgeschäden vorprogrammiert sind).
Vielleicht auch noch ein kleines „Vorsicht“ - bei den ganzen schönen „Sanierungsrechnern“ sind die Sowieso-Kosten (z.B. Putz/Anstrich/Gerüst) nicht berücksichtigt/werden abgezogen. Zudem ist bei diesen rechnerischen Ermittlungen der Vorher-Verbrauch viel zu hoch angesetzt, der Nachher-Verbrauch zu niedrig (gerechnet wird mit Heizenergiebedarf - die Realität ist aber der Heizenergieverbrauch), die Energiekosten zu hoch, die vorgegebene jährliche Steigerungsrate entspricht nicht der (bisherigen) Realität etc. etc. - das Ergebnis somit viel-viel-viel zu schön - z.B. hier:
https://tools.dena.de/index.php?id=235
Meine ganz persönliche Rechnung sieht so aus
- Die ganzen energetischen Modernisierungsmassnahmen (Fenster, WDVS inkl. Putz, Dämmung oberste Geschossdecke) haben uns inkl. der dadurch notwendigen Nebenarbeiten rund 70.000 Euro gekostet (Eigenleistung nicht berücksichtig, neue Außenrolläden fairerweise ebensowenig)
- Ganz reell sparen wir gegenüber einem Haus gleichen Baujahres, gleicher Bauweise, das nicht energetisch modernisiert wurde (ebenso von nur 2 Personen bewohnt), im Schnitt der letzten 2 Jahre 50% der Brennstoffkosten, d.h. 500 Euro an Gaskosten jährlich.
Wenn man davon ausgeht, dass die Gaspreise so unverändert bleiben wie in den letzten Jahren, dann amortisiert sich das in rund 140 Jahren
Dennoch bereuen wir unsere Dämm-Massnahmen nicht, denn die Brennstoffpreise werden zwar nicht alljährlich 4-5% steigen, aber sie werden ganz sicher steigen.
Und es ist doch ein sehr gutes Gefühl, wenn man der Zukunft gelassen entgegen sehen kann.
Nur auf die rechnerischen Einsparprognosen blind verlassen, das sollte man sich nicht!
Warum das prognostizierte Einsparergebnis nicht eintritt (nicht eintreten kann) - z.B. hier:
http://wissen.malerblatt.de/waermedaemm-verbundsyste…
Viel Spass bei der Entscheidung … und bei der energetischen Modernisierung!
Rudi