Tach !
Ich möchte mich hierzu mal kurz äußern.
Als ich 1990 meine FS 1a und 3 machte, ging ich zur Fahrschule
mit den kleinsten Autos und den niedrigsten Raten mit einer
Theorieausbildungsstätte in der Nähe.
Dort sagte ich, ich wolle den FS 1a und 3 machen und werde nur
die Pflichtstunden absolvieren.
Das lief bestens, ich bestand beim ersten mal (ich konnte
fahren seit ich 14 war) und Kritik seitens der Fahrschule gab
es lediglich verhalten.
Aber nicht jeder fährt vorher jahrelang „schwarz“ und braucht
dementsprechend mehr Stunden. Auch ist nicht jeder gleich
talentiert ( und wer überhaupt kein Talent hat, sollte es
meiner Meinung nach auch wirklich sein lassen…aber wer gibt
schon gerne zu, daß er kein Talent hat. Hier fehlt es
teilweise an Einsicht…es kommt zu Meinungsverschiedenheiten
und die Ausbildung wird in einer anderen Fahrschule
fortgesetzt…bis das Geld aufgebraucht oder die Prüfung
endlich bestanden ist *gg* )
Es ist nicht notwendig, irgendein Talent außer 2 Augen, 3-4 Gliedmaßen wie Arme und/oder Beine sowie ein Mindestmaß an sozialer Kompetenz mitzubringen.
Hier wird nur abgezockt, ganz ähnlich wie in den anderen Handwerkssparten auch. Man fröhnt in D nach wie vor dem Zünftewesen.
Und das treibt die Preise.
Mir kann niemand ernsthaft erzählen, daß man im Schnitt 30 Stunden benötigt, um ein modernes Automobil lenken zu lernen.
Aus meinem Bekanntenkreis weiß ich, daß seitens der
Fahrschulen sehr häufig Stunden „geschunden“ wurden. Schon
1988 - 1992 waren Gesamtkosten von DM 3.000 - 3.500 üblich.
Wer den Eindruck hat, daß während seiner Ausbildung Stunden
„geschunden“ werden und nichts dagegen unternimmt, ist selber
Schuld. Außerdem ist es hinterher immer einfach zu behaupten,
man wäre ja viel weniger Stunden ausgekommen. Wie gesagt, es
gibt auch schwarze Schafe, wo wirklich nur abgezockt wird. Ich
möchte aber mal behaupten, daß dieser Anteil an Fahrschulen
verschwindent gering ist. Wenn man wirklich an eine dieser
Fahrschulen gerät, sollte man sofort wechseln…das ist
jederzeit problemlos möglich. Auch wenn Fahrschulinhaber gerne
etwas anderes erzählen. Im Extremfall würde ich dazu raten,
einen Anwalt einzuschalten ( ups, geht jetzt ein wenig am
Thema vorbei, aber ich denke, es sollte einfach mal gesagt
werden )
Das ist unrealistisch.
Meistens zieht ,man die Sache doch mit einem unguten Gefühl durch und ist später schlauer.
Und das ist absolut unsinnig, denn in anderen Ländern kostet
der Führerschein 50 Dollar.
Findet denn in diesen besagten Ländern eine vergleichbare
Ausbildung statt ?? 
Das Ergebnis scheint mir dasselbe zu sein.
Die deutsche Ausbildung halte ich für eher unterdurchschnittlich. Das beweist allein schon das Fahrkönnen eines normalen Führerscheinabsolventen.
Man bringt ihnen bei, wie man brav 30 und 50 fährt, aber im ersten Winter scheppert es dann erst mal.
Hier werden doch nur Schlafmützen gezüchtet.
Der durchschnittliche FS-Absolvent muß doch erst mal fahren lernen. Daher kann man die Sache gleich in 10 PPflichtstunden abhandeln mit mehr Fokus auf Fahsicherheitstrainings als auf das korrekte Erkennen einer 30er Zone.
Und das zum halben Preis (der dann immer noch über der Schmerzgrenze läge).
Und wo uns unsere vielgerühmte
umfangreiche Fahrausbildung führt, darf ich mir tagtäglich auf
der Straße ansehen.
Ich auch
Der Fahrlehrer kann nur Wissen vermitteln und
versuchen, den Schüler für bestimmte Sachen zu
sensibilisieren. Mehr können wir nicht tun. Wir können den
Schülern keinen Stecker in den Hinterkopf stecken und sie
„umprogrammieren“.
Es würde schon reichen, wenn man ihnen einen realistischen Fahrstil versuchen würde, zu vermitteln.
Wie weiter oben schon erwähnt, ist es
natürlich auch eine Frage von Talent. Es gibt wirklich einige
Leute, die besser nie fahren sollten und es trotzdem tun, weil
sie irgendwie durch die Prüfung gekommen sind…ist mir auch
ein Graus…rege ich mich auch drüber auf…aber ändern kann
ich es nicht.
Klar, die gibt es.
Warum tut Ihr dann nichts dagegen und züchtet weiterhin Oberlehrer??
Der zweite große Faktor ist mangelnde Einsicht…Einsicht z.B.
warum da jetzt ein Tempolimit ist…warum es überhaupt
Tempolimits gibt…
Dioe Einsicht fehlt mir bei 80% der außerstädtischen Limits allerdings auch…
warum da oder dort Überholverbot ist.
Das lernt man irgendwann…
Ein
Raser, der sich über Gesetze und Verordnungen hinwegsetzt, tut
dies nicht aus Unwissenheit…er tut dies ganz bewusst, weil er
nicht einsieht, daß gerade ER sich daran halten soll. Man kann
als Fahrlehrer versuchen, dem entgegenzuwirken…aber die
Erfolgsquote ist sehr sehr gering.
Ihr züchtet nicht etwa Raser, sondern vornehmlich Penner.
Das ist das Problem.
Um ein mitdenkender Verlkehrsteilnehmer zu werden, der „mitschwimmt“ und aufpasst, musste ich erst mal ein paar Jahre außerhalb der Fahrschule üben und den Mist vergessen, den man mir dort erzählt hatte.
Daher sollte man das deutsche Fahrschulsystem grundlegend
refomieren und straffen.
Ich bin auf Deine Vorschläge äußert gespannt 
s.o.:
- 10 Pflichtstunden, sonst nichts. Übungsstunden nur auf Wunsch.
- kein stundenlanges Herumgegurke in der Zone 30, sondern Fahrtechniktraining und Autobahn als Schwerpunkt.
- Mindestens zwei echte Stunden zusammenhängend.
Gesamtdauer maximal 3 Wochen, Gesamtkosten maximal 1.500 DM pro Klasse.
Übrigens: gestern fuhr ein scharfer Fahrschulwagen an mir
vorbei: ein Porsche 911 Carrera 4, aktuelles Modell.
Ist das sinnvoll?
Das ist ein guter Werbeträger ( die Konkurrenz schläft nicht
)…außerdem, wer sagt denn, daß Fahrlehrer privat auch immer
mit ´nem Golf TDI fahren möchten 
Ein Porsche ( bzw. überhaupt ein Sportwagen ) ist nur ein
kleines „Bonbon“ für die Fahrschüler ( für 2-3 Fahrstunden).
Die „normale“ Ausbildung findet auch mit „normalen“
Fahrschulfahrzeugen statt.
…und der Fahrschüler finanziert dem Fahrlehrer über völlig überhöhte Preise den 911er.
Toll…
Ich fahre mittlerweile ganz gut Porsche, obwohl ich für DM 2.300 Klasse 1 und 3 auf einem Peugeot 205 D gemacht habe.
Da juckt mich dieses Bonbon eigentlich nicht.
Grüße,
Mathias