Hallo,ich betreue einen alten Herren der zu krank geworden ist sich grundpflegerisch selbst zu versorgen. Erfahrungsgemäß dauert es eine kleine Ewigkeit bis der MDK sich blicken lässt um den Herren einzustufen, was kann man nun machen ?Stimmt es dass die Krankenkassen in Vorleistung treten MÜSSEN !! wenn ein Versicherter noch nicht eingestuft ist, aber dringend Hilfe bei diesen Verrichtungen braucht?Was passiert wenn diese Menschen, die ehrenamtlich versorgt werden Pflegefälle werden und der MDK nicht schnell genug kommen kann? Im Krankenhaus gibt es für Sozialarbeiter die Möglichkeit der Schnelleinstufung, aber in diesem Fall? Ich freu mich über Möglichkeiten die Ihr mir aufzeigen könnt , liebe GRüße Elke
Hallo,
es gibt hier zwei Lösungsmöglichkeiten :
- Der Antrag ist gestellt - es dauert erfahrungsgemäß ca. 3 Wochen
bis der MDK komm. Bei Bewilligung der Pflegestufe wird der Antrag
ab Tag des Eingangs bei der Pflegekasse bewilligt. Die Pflegedienstes
wissen das und halten die erste(n) Abrechnung solange zurück. - Der Hausarzt hat die Möglichkeit für die Dauer von vier Wochen
Grundpflege anstelle von einer sonst notwendigen Krankenhauspflege
zu verordnen.
Gruß
Czauderna
Hallo Guenther, zuerst mal vielen Dank für Deine Antwort, das ist doch schon was. Hier in Niedersachsen sind übrigens Wartezeiten von bis zu vier Monaten bis zum Besuch des MDK normal, und nicht drei Wochen. Deswegen auch die Anfrage, der Antrag auf Einstufung ist gestellt und der Rest geht jetzt hoffentlich seinen gerechten Gang. Danke elke
nicht ganz das Thema 
Der MDK Niedersachsen ist ja auch ziemlich verufen. Google`lest Du
" Niedersachsen MDK Staatsanwaltschaft"!
Die haben anscheinend systematisch den Pflegebedürftigen zu niedrige Pflegestufe zugeteilt.
Dass das aber ein kein Einzelfall ist sieht man schon daran, dass man immer mehr Pflegebedürftige hat, aber die absolute Anzahl der Leute, welche Pflegestufe II oder III bekommen haben, gleichzeitig abnahm. Das ist sehr schön bei der Destatis (Pflegestatistik) zu sehen. Erst Seit 2005 sind dann erstmals wieder mehr „Stufe II,III -Pflegebedürftige“ gezählt worden. Wenn man die Zahlen mit dem obigen Vorgang in Verbindung bringt, graust es einen. Das erst die Staatsanwaltschaft hier einschreiten musste!?! - gar nicht gut!
Hallo,
sehr richtig, nicht ganz das Thema !!
Trotzdem dazu eine Anmerkung - wenn man sich vor Augen hält dass
nicht der MDK die Entscheidung trifft ob Pflegestufe und wenn ja,
welche, sondern dies ausschließlich nur die Pflegekasse tut, dann
fragt man sich doch ob nicht auch die Pflegekasse an diesen Zuständen
eine hohen Schuldanteil hat. Der MDK steht der Pflegekasse beratend zur Seite - er entscheidet nicht, deshalb werden Rechtsstreite immer mit der Pflegekasse geführt.
Es steht den Pflegekassen durchaus zu auch einmal gegen das MDK-Gutachten zu entscheiden - aus meiner Praxis kann ich von einem Fall berichten,
wonach der MDK auf eine Pflegeaufwand von 42 Minuten pro Tag kam
und deshalb die Pflegestufe nicht zuerkannte. In Absprache mit dem
Pflegedienst und dem Betroffenen haben wir dann gegen den MDK auf
Anerkenntnis entschieden. Es geht auch so !!
Gruß
Czauderna
Hallo Herr Czauderna!
Immer noch nicht zum Thema:
In der Pflegestatistik 2005 des MDKS haben die MDKS übrigens eine andere Interpretation für den Rückgang der Pflegebedürftigen Stufe II oder III.
Ihre Begründung: Da die Generation der Rentner immer „rüstiger“ werden, werden bei Pflegebedürftigkeit anteilg mehr in die Stufe I begutachtet.
Wie die jetzt wieder den Anstieg der Pflegestufen II, III in den Jahren 2006, 2007 begründen werden…, bleibt dahin gestellt. Vermutlich sind die betroffenen dann wieder plötzlich außergewöhnlich stark „unrüstiger“ geworden. Mal schauen, ob Sie es dann überhaupt begründen.
Meine Unterstellung ist ja auch nicht mehr als eine solche! 
Also nun, ist auch müßig, „registrtiert und Ablage P“.
Grüße Christian B.