Hallo Leute,
ich (nicht BWL’er) habe ein kleines Problem:
Eine technische Infrastruktur soll von verschiedenen Anwendern genutzt werden. Es ist absehbar, dass das System nach einer Laufzeit von 4 Jahren komplett ausgetauscht werden muß.
Ich will jetzt einen groben(!) Kostenansatz erstellen und mir fehlt eine Formel, wie ich die vorhanden einmaligen Anschaffungskosten des Systems in laufende Kosten umrechnen kann. Es soll so gerechnet werden, als müsste die komplette Investition fremdfinanziert werden. Aus dem hohlen Bauch würde ich einfach mal sagen:
Jährliche Kosten = Invest / 4 + Invest * Kreditzinssatz.
Kommt das hin oder vergesse ich damit irgendwas wichtiges? (Nebenbei: was setzt man heute so als Kreditzinssatz an?) Invest wird so im Bereich 300-400 TEUR sein.
Sorry, wenn ich mich nicht klar genug ausdrücke, aber ich komme aus der Technik und habe bei Finanzmathematik den absoluten Nulldurchblick. :-/
Antworten daher bitte auch im „Frager-ist-blond“-Stil. 
Danke!
Gruß
Stefan
Hallo Stefan,
ich bin zwar auch kein Experte, ich versuch aber trotzdem zu helfen.
Deine Formel stimmt m.M. nach, nur dass Du den statt dem Anschaffungswert der Maschine den Wiederbeschaffungswert (also den Preis, den Du in vier Jahren für den Kauf einer neuen Maschine bezahlst) ansetzen solltest.
Ausserdem willst Du ja auch Gewinn machen? Wenn ja, dann muss der Gewinnaufschlag noch dazu!
Für den Zinssatz nimmt man für die interne Controlling (also nicht für die Buchhaltung) nicht den aktuellen Zins, sondern einen langfristigen Zinsansatz (ich denke so 9-12%).
Abschreibungen brauchst Du nicht zu berücksichtigen, die sind nur für die Bilanz relevant.
Grüße
Harry
Danke!
Hallo Harry,
Deine Formel stimmt m.M. nach, nur dass Du den statt dem
Anschaffungswert der Maschine den Wiederbeschaffungswert (also
den Preis, den Du in vier Jahren für den Kauf einer neuen
Maschine bezahlst) ansetzen solltest.
Habe ich mir überlegt, ist aber erstens nur per Kristallkugel abzuschätzen und zweitens werden nach Ablauf der 4 Jahre sowieso die Karten neu gemischt. Wenn dann ein neues System angeschafft werden sollte, wird neu kalkuliert. Ich muß jetzt nur dafür sorgen, dass keine Kostenfaktoren übersehen werden, die in diesen ersten 4 Jahren anfallen.
Ausserdem willst Du ja auch Gewinn machen? Wenn ja, dann muss
der Gewinnaufschlag noch dazu!
Ach ja, Gewinn ist immer was schönes 
Ne, im Ernst, wir kalkulieren immer erst alle Kosten und gehen dann in die Preisfindung. Aufschläge werden also für das Gesamtprojekt berechnet (bis auf Risikozuschläge, die wiederum unterschiedlich sein können - aber das geht vom Thema weg).
Für den Zinssatz nimmt man für die interne Controlling (also
nicht für die Buchhaltung) nicht den aktuellen Zins, sondern
einen langfristigen Zinsansatz (ich denke so 9-12%).
Na, dann liege ich mit den 10%, die ich jetzt mal angesetzt habe, garnicht so verkehrt.
Abschreibungen brauchst Du nicht zu berücksichtigen, die sind
nur für die Bilanz relevant.
Alles klar, * und vielen Dank an Dich.
Gruß
Stefan