Kostendiskussionen!

Hallo,

es gibt ja einige Kollegen, die hier die Thematik Kosten diskutieren wollen.

Dann sollten wir dafür auch einmal einen Raum schaffen!

Es ist natürlich richtig, dass Einfirmenvertreter, Mehrfachagenten und Makler für Ihre Arbeit Geld bekommen. Abschluss- und Betreuungsprovisionen oder laufende Courtagen!

Diese Kosten zahlt der Verbraucher, weil diese Kosten über die Beiträge erhoben werden!

Diese Einnhamen stellen Betriebseinnahmen und nicht Einkommen dar. Die Betreuung und Verwealtung der Verträge bedeuten einen Aufwand (Büro, Personal, Porto, Telefon, etc.)

Natürlich könnte jeder Mensch seine Versicherungen selbst verwalten, das könnte er auch bei steuerlichen Angelegenheiten, bei Rechtsstreitigkeiten, Bankgeschäften, etc.

Warum sollte er es tun, wenn er sich jemanden nehmen kann, der das für ihn erledigt, seine Verträge regelmässig auf Aktualität prüft, ihn über neue Möglichkeiten informiert?

Wenn ich mir heute Versicherungen ansehe, die menschen seit 20 Jahren unverändert haben, dann muss ich leider manchmal mit dem Kopf schütteln. Das sind die, die sich selbst kümmern und glauben, dass alles in Ordnung sei!

Natürlich steht es jedem frei sich selbst zu kümmern - aber wo und wie? Wie will er den Dschungel an Möglichkeiten, Variationen, etc. überblicken?

P.S.: Es wird immer behauptet, dass einige das preiswerter können - die Frage ist wie??? Werden die Mitarbeiter schlechter bezahlt? Wie ist dann die Motivation zur Arbeit?

Thorulf Müller

Hallo,

vielleicht kurz zum Thema Kosten: Es ist aus meiner Sicht wichtig, dass eine Gesellschaft eine vernünftigte Verwaltungskostenquote hat. Dies zeigt, wie sorgsam die Gesellschaft mit den Beiträgen umgeht. Weniger entscheidend ist für mich die Frage, wieviel Provision/Courtage (einmalig) bezahlt wird. Diese Kosten fallen einmal am Anfang an und fallen bei langjährigen Verträgen weniger in´s Gewicht. Entscheidend ist auch, wieviel die Gesellschaft erwirtschaftet und mit welchem Risiko (Thema Überschüsse).Das bezieht sich ganz besonders auf die PKV und die versch. Arten der Lebensversicherung.

Ansonsten wegen der Frage der Betreuung. Hier sagt es wenig aus, ob der Betreuer Angestellter, Agent oder Makler ist, solange er im Kundeninteresse handelt. Ein vernünftiger Vermittler tut dies, schwarze Schafe gibt es unabhängig vom Status. Insofern halte ich auch wenig von der Angestellten- oder Maklerschelte. Meiner Meinung nach ist auch die Beratungsleistung das Ausschlaggebendere im Vergleich zum Produkt (Extrema mal ausgeklammert).

Ich habe in der täglichen Praxis immer wieder mit Kunden zu tun, die meinten ohne Beratung oder Betreuung auszukommen. Ziemlich regelmäßig geht das schief. Entweder fehlt ein wichtiger Einschluss bei z.B. der Hausrat oder es gibt gar keine Haftpflicht, dafür aber eine Reiserücktrittskostenversicherung usw. Regelmäßig geht es auch schief, wenn der Kunde abweichend vom Ratschlag handelt oder auch meint er wüßte es besser.

Ich erlebe es immer wieder, dass nicht das Thema „Absicherung des Kunden“ im Focus der Betrachtung steht (bei Kunden, aber auch bei sog. Beratern), sondern das Thema "Riester, Unfall, Kfz-Versicherung, oder was gerade angesagt ist).

Soweit mein Beitrag dazu,
viel Spaß beim weiteren, hoffentlich sachlichen Diskutieren.
Andreas

/signed + sternchen

Honorarmakler
Ja, das ist nicht ganz von der Hand zu weisen - aber:

Was sind vernünftige Verwaltungskosten einer LV/PKV?

Sind die niedrigen Kosten richtig - oder bedeutet das eben auch kein Service?

M.E. sollten Produkte alternativ immer Kostenfrei angeboten werden (Schadenregulierungskosten und Policierungskosten einmal außen vor!) Früher waren die Kosten für die Police ja auch immer gesondert ausgewiesen! Einige Gesellschaften verlangen sogar (berechtigt) Gebühren für Ersatzdokumente!

Der Wettbewerb findet (oder sollte stattfinden) unter den Vermittlern - zumindest im freien Markt! Und da sollte doch der Kunde für Beratung und Service entsprechende Gebühren entrichten. Dann könnten die einkalkulierten Kosten herauskalkuliert werden und der Markt wäre transparenter!

Vor allem würde das: ich lasas mich mal von zehn Leuten beraten und gehe dann zur Direktversicherung, weil es billiger ist, aufhören.

Unter uns: Das ist auch in Planung und es gibt sogar schon Konzepte!

Der nächste Schritt nach EU-Vermittlerrichtlinie ist die VVG reform. Dann wird von der EU die Transparenz der Provisionen/Courtagen kommen!

Der Honorarmakler ist der Betreuer der Zukunft.

Thorulf Müller