wir haben vor kurzem unser Traumgrundstück gefunden und dieses auch gekauft. Wir planen noch dieses Jahr mit dem Bau unseres Einfamilienhauses zu beginnen. Dafür stehen wir kurz vor Vertragsunterschrift bei der Hausbaufirma unseres Vertrauens.
Das unbebaute Nachbargrundstück wurde parallel verkauft. Und auch unsere zukünftigen Nachbarn planen ihr Einfamilienhaus mit der gleichen Hausbaufirma zu bauen. Nun haben wir uns mit unseren Nachbarn geeinigt die Häuser parallel (zeitgleich) bauen zu lassen, um etwaige Kostenvorteile nutzen zu können.
Heute hat uns unsere Baufirma mitgeteilt, dass sie je Kaufpartei eine Gutschrift von 500,- EUR gewährt. Grund: man spare bei Parallelbebauung lediglich Kosten für Kranarbeiten und Transport von ca. 1.000,- EUR.
Ist das nicht ein bisschen wenig ???
Bei beiden Einfamilienhäusern handelt es sich um Stadtvillen mit ca. 140-160 qm Wohnfläche. Beide Häuser werden mit Keller gebaut.
Hallo, 500 Euro sind ja lächerlich wenig. Die Baufirma spart bei jedem Gewerk Kosten ein, das fängt an bei der Betonpumpe bei den Fundamenten (da sind es schon 500 Euro) bis zum Kran, der die Balken des Dachstuhls hebt. Ebenso sind die Konditionen für die Baufirma bei den Zulieferern besser, also nochmal nachverhandeln und nicht so billig abspeisen lassen! Gruss Conifere47
Der kostenvorteil beim Bau beider Häuser ist tatsächlich weit jenseits von 1000 Euro anzusetzen.
Kostenvorteile ergeben sich nicht nur durch die gleichzeitige Nutzung EINER Baustelleneinrichtung, der günstigeren Umverteilung der Fahrzeiten des Baustellenpersonals sowie kostenvorteile beim Einkauf der Baustoffe.
Auch die Bauaufsichtskosten (Bauleitung, Polier) würden sich eventuell auf 2 Baustellen aufteilen.
Als untere Grenze der Einsparungen würde ich mal Euro 5000 ansetzen.
Hallo, anjonjierg, sorry, dass ich errst jetzt zu einer Antwort komme. Der Bauunternehmer erspart sich zunächst mal eine komplette Baustelleneinrichtung, die aus Kranaufstellung, Kranabbau, Bauwagen, Toilette, Lagerplätze für Materialien, Vorhalten von Baugeräten u.a. besteht im Wert von ca 1000.- bis 1500.-€. Dann kommt das Schnurgerüst, das in einem Aufwasch gebaut werden kann. Er kann größere Mengen (x2) Materialien einkaufen, bei deren Lieferung er den Aufwand senken kann. Der Bau zweier gleicher Häuser erfordert nicht den Einsatz zweier gleich großer Bautrupps. Es reicht pro Gewerk jeweils nur ein Vorarbeiter, der statt ca. 4-5 Bauarbeiter ca. 7 Leute anführt. Die Bauzeit verdoppelt sich auch nicht sondern es gibt täglich Synergie-Effekte, die zur - geschätzt - nur 1,5-fachen Bauzeit führen. 2x 500.- Euro ist nicht mehr als eine - billige - Geste. Ersparnis eines jeweils halben Bauteams in jedem Gewerk über ca. 6 Monate Bauzeit (min.) ca. 36.000.-€. (Bauhelfer, keine Facharbeiter.)
Da kann ich leider keine gute Antwort drauf geben. Bin seit 15 Jahren nicht mehr auf dem Bau tätig und da hat sich viel geändert.
Dass der Bauunternehmer dabei nur 1000€ Ersparnis anbietet, finde ich aber deutlich zu gering. Alleine der Transport des Krans, bzw. die Miete für einen Kran, sollte die Ersparnis ausmachen.
Habe mein Profil mal geändert und bin jetzt nicht mehr Profi für Hausbau…