Wir haben ein Angebot, ein Haus mit Erdwärme zu bauen. Die Mehrkosten an Strom sollten durch Photovoltaik aufgefangen werden. Es soll eine 8kw-Anlage sein. Da soll man durch staatl. Förderung sogar noch was rauskriegen!!! Oder die Kosten sollen sich selbst tragen bzw gegeneinander aufheben…Soweit hört sich das ja gut an, wenn es denn auch so ist…Nun hab ich aber gehört, mit Photovoltaik müsse man ein Gewerbe anmelden, denn man verkauft ja Strom an den Anbieter. Somit fallen Vorsteuer, Umsatzsteuer und Kosten für den Steuerberater an! Wenn die o.g. Rechnung stimmt, dass man Energiekosten spart und diese dann aber wieder an Steuern und Beratungskosten hinblättert, was macht das dann für einen Sinn???
Hallo zurück,
was ich noch nicht ganz verstanden habe ist, welche Mehrkosten an Strom durch eine PV-Anlage gedeckt werden sollen? Sicher braucht die Wärmepumpenanlage auch Strom (wenn sie gut funktionert etwa 1/3-1/4 und den Rest nimmt sie aus dem Erdreich), aber warum muss ich den mit ner PV-Anlage bereitstellen???
Ein Gewerbe musst du meines Wissens nach nicht anmelden, aber viele machen es aus folgendem Grund:
Wenn du kein Gewerbe hast, bezahlst du für die Anlage x-Tausend Euro - fertig. Wenn du aber ein Gewerbe hast, bist du Vorsteuerabzugsberechtigt und du bezahlst dann für die Anlage nur x-Tausend minus 19%Umsatzsteuer, die du dann vom Finanzamt wieder kriegst. Ob du dann für die laufende Abrechnung einen Steuerberater etc brauchst, musst du selbst entscheiden - ich denke mal, dass sich der AUfwand dafür in Grenzen hält.
tschöh volker
ich kann da nicht weiterhelfen. Aber eine Adresse für eine kompetente Antwort ist:
Solarenergie-Förderverein
Deutschland e.V.
Frère-Roger-Str. 8-10
52062 Aachen
http://www.sfv.de/
Habe nur gute Erfahrungen mit dem Verein!
Gruß
JG
Hallo,
schon die ersten beiden Antworten drücken aus, dass dieses Entscheidung für oder gegen PV von mehreren Faktoren abhängt.
Es ist richtig, dass man die Anlage auch betreiben darf ohne auf die Kleinunternehmer-Regelung zu verzichten.
Dann zahlt man, wie bereits beschrieben, eben einen Kaufpreis in Höhe X und bekommt vom Stromabnehmer auch nur den Netto-Strompreis.
Durch meine berufliche Tätigkeit weiß ich aber, das die meisten PV - Besitzer auf die Kleinunternehmerregelung verzichten und sich die im Kaufpreis enthaltene Mehrwertsteuer erstatten lassen.
Bei der Überlegung ob PV oder nicht, gibt es aus meiner Erfahrung aber noch einen anderen großen Faktor der zu berücksichtigen ist. Das sind die Zinsen. Wenn man das Geld für die Anlage Fremd finanzieren muß geht der schöne Gewinn schnell an die Bank.
Hallo Volker,
da hab ich mich wohl etwas ungeschickt ausgedrückt
. Die PV-Anlage soll nicht wg der Erdwärme aufs Dach, sondern, um insgesamt fast Energiekostenfrei zu sein! Ehrlich gesagt, wir sind totale Greenhorns, haben null Ahnung von nix, haben das in dem Umfang empfohlen bekommen…Seitdem haben wir uns jetzt soooo viel informiert und in die Sache eingelesen - aber ganz ehrlich - wir werden nicht wirklich schlauer aus der Sache. Das ist ein Thema, wie in der Schule früher Chemie: Es geht einfach nicht in den Kopf und was nicht in den Kopf geht, kann auch nicht hängen bleiben
. Ich glaube fast, wenn man keine Ahnung halt, sollte man lieber die Finger davon lassen…kann man auch nix falsch machen!
LG feinraus