Kostenerstattung für Teilnahme an Bewerbung

Hallo liebe Wissende,

ich hatte mich auf eine Ausschreibung einer Firma hin beworben und wurde von denen auch zu einem Assessment center eingeladen. Aufgrund der weiten Entfernung bot man mir auch an, dass man mir ein Hotelzimmer stellen würde, was man auch tat.

Nun war das ganze zwar sehr lehrreich und interessant, aber letztlich ohne Erfolg - ich bin aber immerhin 600 km dafür gefahren und würde die Kosten gern erstattet bekommen. Einen Anspruch habe ich m.W. darauf, wenn die ausgeschrieben haben und nicht darauf hingewiesen haben, dass es keinen Ersatz gibt, richtig?

Wie bitte ich nun um Ersatz der Kosten möglichst so, dass es keinen schlechten Eindruck macht? Ich habe zwar kein Angebot bekommen, aber man wollte gern meine Unterlagen behalten, um bei Bedarf auf mich zurückzukommen. Und vergrätzen mit denen will ich es mir nun auch nicht gerade…

Danke für eure Tipps,
Claus

Hallo lieber Claus,

Aufgrund der weiten Entfernung bot man mir auch
an, dass man mir ein Hotelzimmer stellen würde, was man auch
tat.

Das ist doch nett, oder?

Nun war das ganze zwar sehr lehrreich und interessant, aber
letztlich ohne Erfolg - ich bin aber immerhin 600 km dafür
gefahren und würde die Kosten gern erstattet bekommen. Einen
Anspruch habe ich m.W. darauf, wenn die ausgeschrieben haben
und nicht darauf hingewiesen haben, dass es keinen Ersatz
gibt, richtig?

Nö, das ist nicht richtig. Es besteht kein Anrecht auf eine Erstattung.
Wenn sie es machen, wäre es eine reine Nettigkeit.

Und vergrätzen mit denen
will ich es mir nun auch nicht gerade…

Sagen wir es mal so:
wenn Du Dich so ‚kleinlich‘ zeigst, machst Du Dir keine Freunde in diesem Betrieb.

Gandalf

Hallo Gandalf,

ich bin ausnahmsweise nicht ganz Deiner Meinung :wink:

Und vergrätzen mit denen
will ich es mir nun auch nicht gerade…

Sagen wir es mal so:
wenn Du Dich so ‚kleinlich‘ zeigst, machst Du Dir keine
Freunde in diesem Betrieb.

Ich möchte Claus empfehlen, einfach mit freundlichen Grüßen die Fahrtkosten aufzugeben mit der Bitte um Überweisung auf Kto xy.
Das ist IMHO durchaus üblich (zumindest in den Unternehmen, die ich von innen kenne) und wird keineswegs übel genommen.

Falls das abgelehnt wird, kann man immer noch überlegen, ob man es weiter verfolgen/ erstreiten möchte…

Viele Grüße

Ramona

Moin Ramona,

ich bin ausnahmsweise nicht ganz Deiner Meinung

solls geben :wink:

viele Betriebe überweisen automatisch entweder Pauschalen oder nachgewiesene Kosten, unsere Firma auch.
Allerdings sind Firmen, die es nicht automatisch tun häufig solche, die bei Nachfrage, sagen wir es mal so, etws ungehalten reagieren und dem Kandidaten im Zweifelsfall nicht haben wollen.
Sie legen manchmal sogar eine art ‚Sperrvermerk‘ an, falls sich der Kandidat noch mal bewerben sollte.
Und wenn die Brache eher klein ist, kann es durchaus sein, daß eine weitere Bewerbung bei diesem Betrieb möglich ist.

Gandalf

Moin,

viele Betriebe überweisen automatisch entweder Pauschalen oder
nachgewiesene Kosten, unsere Firma auch.

darüber gesprochen wurde hier nie.

Allerdings sind Firmen, die es nicht automatisch tun häufig
solche, die bei Nachfrage, sagen wir es mal so, etws
ungehalten reagieren und dem Kandidaten im Zweifelsfall nicht
haben wollen.

Was ja noch dazu kommt ist die Tatsache, dass ich doppelt umsonst (was einen Job betrifft) hingefahren bin, denn wie ich anschließend erfuhr, war im Moment gar keine Stelle zu besetzen. Die Anzeige erfolgte aufgrund einer offenen Stelle, die aber ca. 3 Wochen vor dem AC besetzt wurde.
Man wollte halt mal schauen, was der Markt so hergibt - hätte ich das aber vorher gewußt, dann hätte ich mir gut überlegt, ob ich mir freinehme und dorthin fahre. Wie gesagt, das AC war lehrreich und interessant, aber hatte letztlich keinen akuten Hintergrund.

Sie legen manchmal sogar eine art ‚Sperrvermerk‘ an, falls
sich der Kandidat noch mal bewerben sollte.
Und wenn die Brache eher klein ist, kann es durchaus sein, daß
eine weitere Bewerbung bei diesem Betrieb möglich ist.

Die Branche ist mittelgroß, das Unternehmen ebenfalls - ob ich mit denen noch mal zu tun haben werde sei dahingestellt, zumal die Branche nicht direkt die ist, in der ich eigentlich „zuhause“ bin.

Ich denke, ich werde die mal nett anschreiben und um Überweisung bitten - erfolgt keine Reaktion oder eine Ablehnung, dann ist es eben „Lehrgeld“ gewesen.

LG
Claus

Hallo

ich bin aber immerhin 600 km dafür
gefahren und würde die Kosten gern erstattet bekommen. Einen
Anspruch habe ich m.W. darauf, wenn die ausgeschrieben haben
und nicht darauf hingewiesen haben, dass es keinen Ersatz
gibt, richtig?

Nö, das ist nicht richtig. Es besteht kein Anrecht auf eine
Erstattung.
Wenn sie es machen, wäre es eine reine Nettigkeit.

Aber selbstverständlich besteht dieser Anspruch und bedarf keiner „Nettigkeit“, soweit nicht im Vorfeld die Übernahme der Kosten ausdrücklich ausgeschlossen wurde.

http://dejure.org/gesetze/BGB/670.html

Gruß,
LeoLo

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Hallo Leo,

Aber selbstverständlich besteht dieser Anspruch und bedarf
keiner „Nettigkeit“,

danke für den Link.

Wie gesagt, unsere Firma macht so was automatisch, aber von anderen (meist kleinen) Firmen weiß ich, daß die sich zickig anstellen und Rote Listen führen; auch wenn so was sicher nicht ganz so legal ist.

Gandalf