Hallo Anna,
schau Dir mal eine Auswertung zu einer Kostenstelle / einem Kostenträger an. Du wirst sehen, dass darin nicht alles zu einer einzigen Zahl zusammengezogen ist, sondern dass sie je nach Anwendung aufgebaut ist wie eine BWA, GuV oder ähnlich.
Wenn man z.B. Einzelprojekte als Kostenträger abrechnen will, wäre es völlig sinnlos, wenn man nicht auch die Erträge sauber zuordnen würde.
Gleiches gilt für Kostenstellen natürlich auch, soweit eine Zuordnung möglich und sinnvoll ist.
Wenn man in der FiBu ein Kostenrechnungssystem einmal eingerichtet hat, wäre es ein gewaltiger Fehler, durch Aufblasen der FiBu-Konten doch wieder einen Teil der Kostenrechnung in die FiBu zurückzuquetschen: Das gäbe weder sorum noch sorum ein Stück.
Störe Dich nicht am Begriff „Kosten“ in diesem Zusammenhang. Es ist ein allgemeiner Begriff, und wenn man das System z.B. „Deckungsbeitragsauswertung“ nennen würde, wäre halt nur ein Teil von dem bezeichnet, was es leisten kann.
Freilich: Wenn das System überhaupt nur der Erfassung der Kosten dienen soll, braucht man auf der Ertragseite gar nichts zu machen. Also auch keine Ertragskonten zersplittern (das ist eh nicht so einfach, wenn man allein schon anschaut, was da alles an verschiedenen USt-Funktionen vorbelegt ist).
Welche Informationen sollen denn aus dem System gewonnen werden? Wenn man in der FiBu Kostenstellen/Kostenträger erfassen will, ist es noch viel wichtiger, sich drüber klar zu sein, was genau dabei rauskommen soll, als bei der „allgemeinen“ FiBu - wo das allerdings auch schon sehr wichtig ist.
Schöne Grüße
MM
heute nachmittag angesichts einer völlig verhauenen SuSa aus einem Steuerrater-Büro wieder fast zusammengebrochen…