Hallo,
ich beschreibe erst den fiktiven Fall, um dann nach den Kosten, nicht nach der Fallbeurteilung zu fragen. Eilige Leser können direkt zum Ende springen.
Man stelle sich mal folgenden fiktiven Fall vor: Ein Herr A wird von anderen Herren B, C und D eingeladen, sich an einem zu gründenden Unternehmen (Internet-Zeug) zu beteiligen.
Weil man seine Hilfe braucht, aber keinen Cent hat, vereinbart man eine Aufteilung des zu gründenden Geschäfts und Herr A bekommt einen minimalen Anteil von 10%. Es gibt auch einen Plan dazu, der aber nie unterschrieben wird.
Monate später kommt ein weiterer Herr E ins Boot, dessen Hilfe man auch mit Anteilen kauft und so den Rest natürlich entsprechend herabstuft. Herr A hat nun noch 7,5% von (ja was eigentlich Umsatz? Gewinn?). Dies wird in einem Letter of Intent fixiert und unterschrieben von A bis E.
Und nun kommt es wie es kommen muss, Herr A ist nun doch irgendwie über und man versteht sich doch nicht mehr so doll. Man möchte auseinandergehen.
Herr A bietet an, entsprechend seinen bisherigen Leistungen die Hälfte seines Anteils zu behalten oder eine fixe Summe (45k) zu kassieren und im Gegenzug auf weitere Ansprüche zu verzichten. Telefonisch erhält er die Zusage, dass der Betrag OK sei und man nur um Geduld bei der Zahlung bitte (2 Jahre)…
Doch nun tauchen auf einmal weitere Bedenken der restlichen Inhaber auf, die inzwischen ohne A eine GmbH gegründet haben, was klar der schriftlichen Abmachung widerspricht bzw. nur dann OK wäre, wenn das Angebot angenommen worden wäre. Doch da wird nun gezickt.
Frage: Herr A möchte langsam aufhören mittels „das wird sich schon finden“ weiter Fehler zu machen und lieber einen Anwalt zu Rate ziehen (jaja, zu spät).
Welche Kosten würde eine solche Beratung wohl verursachen? Sichtung der sprälichen Unterlagen, Beratung und Formulierung 1-2 Antwortschreiben aber noch keine Gerichtsverhandlung.
Wird das nach Gebührenordung oder frei verhandelt? welche Kosten entstehen bei so einem Streitwert (say 50k) im Vorfeld durch den Anwalt?
Herr A möchte das lieber vorher wissen, bevor er sich beim Anwalt mit unrealistischen Preisvorstellungen blamiert.
