Kostenstelle

  1. ist es möglich, dass ein Projekt eine kostenstelle ist. d.h. kann man dann die gemeinkosten auf die projektkostenstellen verteilen?

  2. falls dann hauptsächlich personalkosten anfallen (ca. zu 80%), kann man dann als grundlage jeweils die entsprechenden projektkosten verwenden? d.h. beispielsweise:

projekt X personalkosten = 10.000€
projekt Y personalkosten = 20.000
personalgesamtkosten = 100.000€

10.000/100.000 = 0,1 --> verrechnungssatz projekt x
20.000/100.000 = 0,2 --> verrechnungssatz projekt y

z.b. Infrastrukturgemeinkosten (strom,miete,arbeitsmittelgemeingüter) = 20.000€
für projekt 1 = 20.000*0,1=2000€ --> also kostet die infrastruktur für projekt 1 2000€???

kann man das so betrachten? rein theoretisch wären ja dann schon durch die kostenstellenrechnung, die kostenträger berechnet? d.h. ich habe schon meine personalkosten für das projekt (durch stundenaufschreibung), die infrastrukturgemeinkosten sind auch schon auf das projekt verteilt und materialkosten etc. kann ich auch direkt zuordnen. also erübrigt sich die kostenträgerrechnung…

wäre echt ganz arg lieb, wenn mir jemand in der sache helfen könnte, bzw. nur sagen könnte ob ich da richtig denke… :smile:

Hallo Anja.

zu 1: Ja, es ist möglich, dass ein Projekt eine Kostenstelle ist.

zu 2: Ja, es ist möglich, aber nicht unbedingt sinnvoll.
Es ist doch durchaus möglich, dass in einem Projekt geringe
Personalkosten anfallen, aber Kosten für Infrastruktur und
Arbeitsgeräte sehr hoch sind.

Leider bräuchte man mehr Informationen zu deinem konkreten Fall, um dir ein gutes Lösungsbeispiel zu geben. Ferner stellt sich die Frage, wie die Projektträger soetwas standartmäßig handhaben.

Liebe Grüße

Dirk Andreas.Kening

Hallo!

Vielen Dank erstmal! hier handelt es sich um entwicklungsprojekte. d.h. es ist standardmäßig so, dass hauptsächlich personalkosten anfallen. die restlichen kosten (prototyperstellung, geräte, räumlichkeit etc.) stellen eher einen sehr kleinen aufwand dar. deshalb war meine idee, alles auf die projekte zu verteilen, weil auch nur interessant ist, wie viel das jeweilige projekt kostet. mich interessiert es schließlich nicht, wieviel aufwand die einzelnen abteilungen haben, sondern konkret nur das projekt und im nächsten schritt eventuell noch der anteil der entwicklungskosten im expliziten produkt.

deshalb war meine idee, dass rein theoretisch, falls nur das gesamtprojekt in rechnung gestellt wird, dass dann schon nach der kostenstelle schluss ist und die kosten schon feststehen. erst wenn ich auch in die produktion gehe, interessiert mich der anteil im einzelnen produkt. und erst dann würde ich die kostenträgerrechnung durchführen.

ich hab mir das alles irgendwie selber hergeleitet, weil ich nicht besonders viel, bzw. ne gute literatur dazu gefunden habe. deshalb bin ich mir in dem ganzen kontext einwenig unschlüssig.

hoffe ich hab mich jetzt nicht zu konfus ausgedrückt? :wink:

Hi Anja.

Wenn ich jetzt einmal davon ausgehe, dass das Entwicklungsprojekt mehrere Produkte entwickelt und eine eigene Organisationseinheit im Betrieb ist, lassen sich die Gesamtkosten der Kostenstelle (incl. Räume etc.) wie folgt berechnen:

Personalkosten+Kosten für Infrastruktur (Räume etc.) Anteilig zu den Betrieblichen Gesamtkosten+Materialverbrauch etc.

Ich hoffe, dass das jetzt verständlich ist:wink:

Liebe Grüße

Dirk Andreas.Kening