KPD im Dritten Reich?

Suche ein Referat oder Infos bzw. fertige Zusammenfassungen zur Rolle der Kpd im Dritten Reich.
Habe schon gegoogelt. Ich finde aber nur kurze Texte über dieses Thema, die sich allgemein mit dem Widerstand im Dritten Reich auseinandersetzen. Suche einen Text aus dem ich mir ein Referat zusammenstellen kann, der vorallem über die KPD geht. Wenn jemand vielleicht schon ein Referat über dieses Thema verfasst hat oder eines gesehen hat wäre es sehr freundlich mir dieses zu geben (z.b. über e-mail).
Vielen Dank für eure Antworten!

Ich möchte nicht, dass ihr mir ein fertiges Referat zaubert bräuchte nur eine Vorlage für mein eigenes an dem ich gerade sitze.Dabei mach ich mir vorallem Gedanken wie ich den Anfang sowie auch die Gliederung gestallten soll (die Kpd gab es ja schon vor 1933).
(wenn jemand gerade nicht weiß was er machen soll oder sich besonders angesprochen fühlt bei diesem Thema seine Gedanken mit einfließen zu lassen kann er mir gerne aber auch ein referat zusammenstellen)

Zeitraum ca. 1933-1945

Suche ein Referat oder Infos bzw. fertige Zusammenfassungen
zur Rolle der Kpd im Dritten Reich.

Die Rolle der KPD im Dritten Reich läßt sich ganz kurz zusammenfassen: sie wurde am 28.2.1933 verboten.

Hallo Katja,

Suche ein Referat oder Infos bzw. fertige Zusammenfassungen
zur Rolle der Kpd im Dritten Reich.

Erste Anhaltspunkte findest Du hier (für knapp 1 Euro):
http://www.hausarbeiten.de/faecher/hausarbeit/gec/80…

Sozusagen exemplarisch für die Arbeit der KPD in der Illegalität ist dieser Aufsatz über die KPD in Emden:
http://www.ubbo-emmius-gesellschaft.de/RotesNest.htm
Ähnlich dürfte es auch in anderen Orten und Gegenden zugegangen sein. Hier eine (leider nur lückenhafte) Untersuchung für Bayern:
http://books.google.de/books?id=ZhwY9Q3Q5d4C&pg=PA69…

Ansonsten Bücher lesen, z.B.
http://www.zeitgeschichte-online.de/site/40208234/de…

Viele Grüße
Marvin

KPD wirkte ununterbrochen im Untergrund
Hallo, Katja

Die KPD wurde 1933 verboten, wirkte jedoch bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges
unter schwierigsten Umständen und mit grössten Opfern als einzige Widerstandsgruppe
ununterbrochen im Untergrund.

"Kommunistischer Widerstand, hauptsächlich durch die KPD, war vor allem in der
Frühzeit des Regimes aktiv. 1934/35 wurde er aufgrund seiner überschaubaren
Organisationsstruktur durch Verhaftungswellen stark geschwächt und verlagerte sich
teilweise in die Konzentrationslager, wo illegale Häftlingsstrukturen aufgebaut wurden.
1936-38 gingen zahlreiche Kommunisten nach Spanien, um in den Internationalen
Brigaden mitzukämpfen. Nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion (Juni 1941)
entstanden wieder etliche kommunistische Widerstandsgruppen (unter anderem um
Bernhard Bästlein, Wilhelm Knöchel, Anton Saefkow, Georg Schumann, Robert Uhrig),
die sich zum Teil am Nationalkomitee Freies Deutschland (NKFD) orientierten. Saefkow
und Bästlein hatten über Adolf Reichwein 1944 Kontakt zu den Verschwörern des 20.
Juli 1944.

Rote Hilfe Deutschlands
Rote Kapelle
Vereinigte Kletterabteilung, bekannt als Rote Bergsteiger
Transportkolonne Otto (verteilte in der Schweiz produzierte Flugschriften in
Südwestdeutschland)
Die Europäische Union um Robert Havemann und Georg Groscurth …"
http://de.wikipedia.org/wiki/Widerstand_gegen_den_Na…

Gruss
Adam

Hallo Adam,

Die KPD wurde 1933 verboten, wirkte jedoch bis zum Ende des
Zweiten Weltkrieges
unter schwierigsten Umständen und mit grössten Opfern als
einzige Widerstandsgruppe
ununterbrochen im Untergrund.

Naja, der Widerstand und die Opfer der KPD seien anerkannt, sie aber als „einzige Widerstandsgruppe“ zu bezeichnen, die „ununterbrochen im Untergrund“ kämpfte, ist wohl etwas übertrieben. Da gab es noch anderen Widerstand, der eben nicht der KPD angehörte. Das mußte ich jetzt unbedingt noch zu deinem ansonsten guten Kurzbeitrag anmerken.

Viele Grüße
Marvin

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Das muß noch eine ältere Meinung sein. In der DDR wurde es so dargestellt, daß nur die KPD gegen die Nazis war.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

Die KPD wurde 1933 verboten, wirkte jedoch bis zum Ende des
Zweiten Weltkrieges
unter schwierigsten Umständen und mit grössten Opfern als
einzige Widerstandsgruppe
ununterbrochen im Untergrund.

Naja, der Widerstand und die Opfer der KPD seien anerkannt,
sie aber als „einzige Widerstandsgruppe“ zu bezeichnen, die
„ununterbrochen im Untergrund“ kämpfte, ist wohl etwas
übertrieben.

Dann gebe doch bitte ein Beispiel für eine andere Gruppierung, die
tatsächlich ab 1933 oder kurz danach bis zum Ende des Krieges
"ununterbrochen" Widerstand leistete!

Natürlich gab es viele andere Gruppen und Parteien, die auch unzweifelhaft
dem Widerstand zuzurechnen sind. Aber entweder formierten diese sich
erst deutlich später (z.B. nach Kriegsbeginn oder erst als zu erkennen
war, daß der Krieg nicht zu gewinnen ist) oder Gruppen zerfielen irgendwann
oder wurden einfach komplett zerschlagen.

Da gab es noch anderen Widerstand, der eben nicht
der KPD angehörte. Das mußte ich jetzt unbedingt noch zu
deinem ansonsten guten Kurzbeitrag anmerken.

Das ist aber kein logischer Widerspruch.

Gruß Uwi

Suche ein Referat oder Infos bzw. fertige Zusammenfassungen
zur Rolle der Kpd im Dritten Reich.

Zeitraum ca. 1933-1945

In Deutschland wurden bis 1936 die meisten Ortsgruppen sowie die zentralen Strukturen der Linken Opposition häufig durch Terrormaßnahmen der Gestapo zerschlagen.

Den Kommunisten kam später in etlichen Konzentrationslagen wegen ihrer Organisationsfähigkeit die Rolle der KZ-Polizei zu. Im Gegenzug durften sie bestimmen, wer in die Vernichtungslager deportiert wurde. Von der „Elite“, den deutschen Kommunisten, kamen in acht Lagerjahren (1937 bis 1945) genau 72 um, darunter 17 durch unmittelbare Gewalt.

Siehe auch: http://www.lexi-tv.de/Lexikon/thema.asp?InhaltID=282…

Jorge Semprúns Roman „Was für ein schöner Sonntag!“ soll eine Abrechnung mit dem sein, was unter den Kommunisten im KZ Buchenwald geschah und wie daraus offizielle DDR-Propagandalügen wurden.
http://de.wikipedia.org/wiki/Was_f%C3%BCr_ein_sch%C3…

Zur Geschichte der NS-Konzentrationslager
http://de.indymedia.org/2006/10/158804.shtml

Den Kommunisten kam später in etlichen Konzentrationslagen
wegen ihrer Organisationsfähigkeit die Rolle der KZ-Polizei
zu.
Im Gegenzug durften sie bestimmen, wer in die
Vernichtungslager deportiert wurde. Von der „Elite“, den
deutschen Kommunisten, kamen in acht Lagerjahren (1937 bis
1945) genau 72 um, darunter 17 durch unmittelbare Gewalt.

Hast Du diesen bullshit einfach bei indymedia abgeschrieben oder bist Du mit dem Kommentator ‚wus‘ identisch?

Den Kommunisten kam später in etlichen Konzentrationslagen
wegen ihrer Organisationsfähigkeit die Rolle der KZ-Polizei
zu.

Zunächst einmal - es ist richtig, dass in den Lagern auch Kommunisten als Funktionshäftlinge eingesetzt wurden. Richtig ist auch, dass sie sich um solche Posten bemühten, um ihre illegale Lagerorganisation schützen und aufrecht erhalten zu können. Richtig ist, dass sie dabei vor allem die Konkurrenz der kriminellen Mithäftlinge rücksichtslos ausschalteten. Richtig ist auch, dass sie ihre Möglichkeiten als Funktionshäftlinge (die man nicht überschätzen sollte) vorrangig für die eigene Klientel nutzen, zwangsläufig auf Kosten anderer Häftlingsgruppen. Richtig ist auch, dass es zu persönlichem Fehlverhalten kam.

Nicht richtig und auf schon unverschämte Weise diffamierend ist es, Funktionshäftlinge als ‚KZ-Polizei‘ zu bezeichnen.

Im Gegenzug durften sie bestimmen, wer in die
Vernichtungslager deportiert wurde.

Nochmals: bullshit. Auch dies eine unverschämte Diffamierung von KZ-Häftlingen, die Du kaum belegen können dürftest.

Von der „Elite“, den
deutschen Kommunisten, kamen in acht Lagerjahren (1937 bis
1945) genau 72 um, darunter 17 durch unmittelbare Gewalt.

Was Du hier verschweigst, das ist, dass diese Zahl ausschließlich für das Lager Buchenwald genannt wird. Leider verschweigt die famose lexi-tv-Seite, woher sie diese Zahlen bezieht.

Zitat von der offiziellen Webseite der Gedenkstätte Buchenwald (http://www.buchenwald.de/media_de/fr_content.php?nav…):

Insgesamt eine Viertelmillion Menschen aus allen europäischen Ländern waren von Juli 1937 bis April 1945 im Konzentrationslager Buchenwald inhaftiert. Die Zahl der Opfer wird auf etwa 56000 geschätzt. 34375 Tote sind in den Unterlagen des Lagers registriert. Nicht erfaßt wurden die durch Genickschuß ermordeten sowjetischen Kriegsgefangenen, die im Krematorium Buchenwald hingerichteten Gestapo-Häftlinge (geschätzt 1100), die mit „Evakuierungstransporten“ aus Lagern des Ostens im Frühjahr 1945 tot in Buchenwald ankommenden Menschen und die Opfer der „Evakuierungsmärsche“ im April 1945 (geschätzt 12000 bis 15000). Unter diesen Toten waren etwa 11000 Juden.

Davon sollen lediglich 72 Kommunisten gewesen sein? Von den etwa 300.000 Mitgliedern, die die KPD 1932 hatte, saßen insgesamt etwa 150.000 während der Zeit des Hitlerfaschismus im Gefängnis oder KZ. 20.000 Kommunisten wurden von den Faschisten umgebracht - unter den politischen Häftlingen die größte Opfergruppe.

Wer sich über das Thema wirklich informieren möchte, statt auf plumpe Desinformation hereinzufallen, dem sei dieses Buch empfohlen: ISBN 3320020447 Buch anschauen - es sei insbesondere auch Katja empfohlen.

Ich fühle mich genötigt, etwas zu tun, was mir sonst nicht in Sinn kommt - nämlich dem Poster, dem ich hier antworte, zu empfehlen, sich wenigstens ein ganz klein bisschen zu schämen.

Gruß,
Ralf

Mal wieder auf Kommunistenhatz?

Suche ein Referat oder Infos bzw. fertige Zusammenfassungen
zur Rolle der Kpd im Dritten Reich.

Zeitraum ca. 1933-1945

In Deutschland wurden bis 1936 die meisten Ortsgruppen sowie
die zentralen Strukturen der Linken Opposition häufig durch
Terrormaßnahmen der Gestapo zerschlagen.

Den Kommunisten kam später in etlichen Konzentrationslagen
wegen ihrer Organisationsfähigkeit die Rolle der KZ-Polizei
zu.

Nein, dies ist Falsch. In den meisten Großen Konzentrationslagern lag die von der SS eingesetzte interne Lagerleitung in den Händen der „Grünen“.
Buchenwald stellt hier eher die Ausnahme dar.

Im Gegenzug durften sie bestimmen, wer in die
Vernichtungslager deportiert wurde.

Auch dies ist Falsch, die Transporte von den Stammlagern führten im allgemeinen nicht in die Vernichtungslager, sondern in neue Nebenlager oder zum Arbeitseinsatz in Aussenlager (ausser es handelte sich um durchgeschleuste Juden oder Sowiets, aber da hatte die Interne Lagerleitung keinen Einfluss drauf)

Von der „Elite“, den
deutschen Kommunisten, kamen in acht Lagerjahren (1937 bis
1945) genau 72 um, darunter 17 durch unmittelbare Gewalt.

Das betrifft nur Buchenwald und entspricht lt den in der angeggebenen Quelle genannten Zahlen in etwa der „normalen“ Todesquote bei deutschen KZ-Insassen in Buchenwald. (Rechne es nach… is so)
Von 790 „Elitekommunisten“ in Buchenwald (wo übrigens erheblich mehr als 790 Kommunisten eingesperrt waren) starben knapp 10 %.
von den 250 000 Insassen starben 50 000, davon ein grösserer Anteil Juden und Sowiets (also „Untermenschen“)

Jorge Semprúns Roman „Was für ein schöner Sonntag!“ soll eine
Abrechnung mit dem sein, was unter den Kommunisten im KZ
Buchenwald geschah und wie daraus offizielle
DDR-Propagandalügen wurden.
http://de.wikipedia.org/wiki/Was_f%C3%BCr_ein_sch%C3…

Ich schlage vor, mich nicht auf einen Roman zu beziehen, sondern auf den Tatsachenbericht eines KZ-Insassen von Buchenwald, der nicht Kommunist war. Kogon: Der SS-Staat…
Da steht das alles schon drinnen, inclusive der ambivalenten Rolle der KP, die auch intern gegeneinander gearbeitet hat.

Insofern ist das alles zumindest im Westen nichts neues.
Die erste Auflage des „SS-Staates“ erschien 1946… und wenn auch die allgemeine Analyse des Systems durch Kogon in der Forschung durchaus umstritten ist, bleibt die Beschreibung der Zustände in Buchenwald sowie die Fallsammlung doch eine Quelle ersten Ranges.
Lesen bildet!

Ansonsten zitiere ich aus deinem Link
„Dass die Kombination „böser SS-Mann - böser Kommunist“ nur neue ideologisch motivierte Verzerrung ist, sei am Rande erwähnt.“

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Hallo, Katja!

Zeitraum ca. 1933-1945

Sich mit diesem Zeitraum zu beschäftigen, ist nicht gern gesehen! Es sei denn, „Hitlers Hund“, Hitlers Frauen Hi… Du weißt schon. :wink:
Wenn Du wirklich ernsthaft recherchieren willst, mußt Du bedenken, daß viele Kommunisten untergetaucht waren, besonders nach 36. Meines Vaters Onkel waren in Spanien und sind anschleßend nicht nach Deutschland zurückgekehrt - sie schlugen sich durch Europa, einer nach Russland, 2 durch Frankreich bzw Belgien. Und das haben viele andere auch getan. Allerdings haben sie aufgrund der ziemlich organisierten konspirativen Struktur, die sie ja schon in den 20er Jahren aufbauen mußten, bis '44 Kontakt nach Deutschland, genau wie zu allen anderen Kommunisten, sogar nach USA. Über solche Schicksale gibt es auch Literatur, und nicht nur Romane. Ich denke nicht, daß mein konkretes Wissen über diese Zeit ausreicht, Dir zu helfen, aber ich wollte Stellung nehmen zu solch unglaublichen Behauptungen, wie man sie unten sieht.
Danke, Michael, daß Du schon so detailliert darauf geantwortet hast!

Ja, zu meinem Entsetzen mußte ich gerade feststellen, daß bei meiner Suche nach einem hilfreichen Link - das man auch veröffentlichen kann, ohne Montag morgen eine Kamera vor der Tür zu haben - seit Dezember schon wieder 2 verschwunden sind. Statt Flugblättern von 1934 erschien auf der einen Adresse „Wanderwege durch die Heide“ … das einzige, was ich Laie noch als „Quelle auf die Schnelle“ hätte, wäre http://www.gdw-berlin.de/literat/bi-ueb-d.php

So, ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deiner Recherche und nachhaltige Erkenntnisse
Beste Grüße
Mona

PS: Über Herbert Wehner müßte man doch noch was finden…???
Guckst Du: http://www.dhm.de/lemo/html/weimar/gewalt/frontkaemp…