Hallo Elke,
„Das Krabbeln der Kleinkinder hat etwas mit der Zusammenarbeit
der linken und rechten Gehirnhälfte zu tun. Das Überkreuzen
der Arme und Beine führt dazu, dass die rechte und die linke
Gehirnhälfte zusammenarbeiten müssen. Die Zusammenarbeit der
beiden Gehirnhälften wird aber z.B. beim Erlernen des Lesens
und des Schreibens benötigt.“
(von:
http://www.grundschultreff.de/forum/thread.php?board…
Vielleicht hat noch jemand Gedanken zu diesem Ansatz?
ich versuche Mal grob, das aus meinen Kenntnissen abzuleiten, zu mutmaßen und darzustellen, wie ich mir das erkläre. Welche Rolle speziell die Überkreuzung spielt kann ich nicht so wirklich übertragen, hat aber meiner Meinung eher mit der Augenkontrolle zu tun, die bei der Überkreuzung und Bewegungskoordination allgemein eine wichtige Rolle spielt.
Die beiden Gehirnhälften (Hemisphären) haben unterschiedliche Zentren. Z.B. Sprachzentrum, Kreatives Denken. Das Sprachzentrum z.B. befindet sich bei den meisten Menschenin der linken Gehirnhälfte.
Durch die sog. Pyramidalkreuzung, treten Störungen einer Hirnhälte immer auf der entgegengesetzten Körperseite auf. Ein Schlaganfallpatient mit Schädigung der rechten Gehirnhälte, wird also links die Lähmungserscheinungen haben. Auch wird der linkshirngeschädigte (meist Sprachstörungen) im Wahrnehmungsbereich
und von seinen kognitiven Störungen total andere Defizite aufweisen, als ein rechtshirngeschädigter. Der sog. Balken verbindet beide Hälften. Über den Balken ‚kommunizieren‘ quasi re und li Hemisphäre.
Durch überkreuzende, bzw. motorische Handlungen überhaupt werden also
Gehirnareale beider Hirnhälten gewissermaßen geschult und gefestigt. Ich vergleiche es gerne mit einer Loipenspur im Schnee. Nur einmal darüber gefahren, ist die Rinne flach, je öfters in der gleichen Spur gefahren wird, um so tiefer ist die Spur. Werden beide Seiten gleichstark ‚trainiert‘ wirkt sich dies auf die Entwicklung des entsprechenden Hirnareals aus.
Auf die Schnelle habe ich da einige, vielleicht interessante Artikel gefunden. Aber dieses Gebiet ist sehr umfangreich. Ich habe auch nicht extrem gründlich recherchiert. Es gibt sicher wesentlich bessere Links, die die o.g. ‚These‘ wissenschaftlich untermauern.
Das Gehirn ist ja noch immer icht ganz erforscht.
Berühmt wurde z.B. Jean Ayres mit ‚sensorischer Intergration‘ Sie schildert gut, welchen Stellenwert die Sinneswahrnehmungen haben und wie stark sie sich auf die Entwicklung auswirken.
http://www.gsid.de/?Rpage=sensorische_integration_te…
http://209.85.135.104/search?q=cache:dkJ4y5ke9pIJ:ww…
Es gibt Untersuchungen über Vergleiche von Fähigkeiten zw. Links-, und Rechtshändern, und Mann und Frau.
http://www.vobs.at/bio/physiologie/a-gehirn_mw.htm
Erst kürzlich wurde erklärt, dass der Seilartist Traber es auch seiner linkshändigkeit zu verdanken hat, dass er so schnell genesen ist und eine Großzahl der Funktionen wieder zurückerlangen konnte.
http://209.85.135.104/search?q=cache:Mb5cRc5qVakJ:ww…
http://www.kinderkrebsinfo.de/e9031/e10566/e28007/e2…
http://www.eyelights.de/neuro.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Homunculus
Gruß Marion