Moin,
„gleiche“ Ansprüche sind niemals „identische“ Ansprüche
ich denke es gibt gewisse Toleranzbereiche, schließlich wachsen im selben Wald unterschiedliche Pflanzen
btw sind Kräuter aus dem Handel derart mit Dünger und unter
Umständen Wachstums- und Blühhormonen gedopt, dass Du keine
Sorgen zu haben brachst, dass sie etwa einen Balkonsommer
nicht überstehen.
Einen Großteil wollte ich aussäen.
damit wird es schwieriger
Saat sollte niemals in die „End-erdmischung“ gesetzt werden.
Nimm dafür fertig zu kaufende Aussaat- bzw. Kräutererde.
Der Grund: diese Ware ist sterilisiert und auf die richtige
Weise nährstoffarm. Was aus einem Samenkorn die erste Wurzel
streckt, kann an Inhaltsstoffen von Erde verbrennen und
sterben, wenn Du nicht die richtige Mischung triffst.
schon richtig, ich wollte nur klarstellen, daß nicht mit Dopingzuschlägen zu rechnen ist 
nein. Das heißt: Lavendel wächst von Natur aus zum Beispiel in
den französischen See(=Kalk)Alpen. Der individuelle Standort
„kann“ zwischen Kalkschutt sein. Zwei Meter weiter hat aber
der nächste Lavendelbusch vielleicht ein Fleckchen
angeschwemmten Humus erwischt.
… und das mit dem „besonderes gut entwickelten“ Duft
funktioniert im Balkonkasten in Berlin am besten bei
Vollsonne. Du kannst Lavendel, wenn Du meinst, auf die
Erdoberfläche eine Lage feinen Kalksplitt legen. Das wären
dann aber „Steinchen“ und eben nicht das Pulver, das Du als
Kalk im Gartencenter für Pflanzen kaufst.
Ich hab noch einen Eimer Marmorkies, ø~10-20mm ich werd’ mal 20% untermischen, ist der halbe Maximalwert aus dem Wikipediaartikel für kalkhatige Böden + 5% Kalkpulver „zum baldigen Verbrauch“. vielleicht entspricht das dem Boden in der Provence
Sind Kokosfasern nicht eher Torfersatz?
jein. Angeblich sind sie im Gegensatz zu Torf pH-neutral.
Aber ich empfehle sie ausdrücklich nicht!
pH 5,0-6,0 für Kokosfasern (Packungsangabe) also leicht sauer, Torf etwa pH 3
Ich hab Balkonkästen mit Wasserspeicher. Damit erübrigt sich
eine Drainage. Ich las nur von besserer Durchlüftung der Erde.
dann aber kein Blähton, sondern Seramis. Da ist die Körnung
zum Untermischen geeigneter.
Seramis _ist_ doch Blähton, nur unter dem Markennamen der Mars inc. zu deutlich höheren Preisen gehandelt?
Hast Du nach dem Auspressen eine Wurst in der
Hand, ist genug Bentonit drin (für einen Balkonkasten eher zu
viel).
Zu viel wegen Pflanzenbedürfnissen oder aus wassertechnischer Sicht? Stichwort: „Beton“
Es heißt immer, dass viele Kräuter auf kalkhaltigen Böden
wachsen. Mag aber sein, dass bereits das Trinkwasser aus
Deiner Leitung genügend Kalk enthält.
Ja, Berliner Wasser hat Härte3, muß ich also meinen
Waldsauerklee (kalkempindlich) mit Aqua dest. gießen?
wenn Du ihn umbringen willst?
destilliertes Wasser enthält nichts außer Wasser - im
Gegensatz zu Leitungswasser, in dem immer irgendwelche
Mineralien „mitschwimmen“. Hat das Wasser nichts, zieht es
die Mineralien in der Erde und den Pflanzen an sich und leert
sie quasi aus. Im Extremfall stirbt die Pflanze daran.
Regenwasser ist ja auch destilliert, dafür gibt’s ja den Humus. Ich hatte nur gefolgert, daß, wenn mein Leitungswasser für kalkliebende Pflanzen hinreichend viel Kalk mitbringt, es dann für kalkempfindliche ungesund sein müßte.
Wenn es denn Waldsauerklee sein soll, mixe ihm Walderde.
Waldsauerklee kommt auf’s Nord-Nordost-Küchenfenster mit einer alten Eiche davor. Zusammen mit Waldmeister und Bärlauch. Vielmehr kulinarisches dürfte da ohne künstliche Beleuchtung nicht gedeihen.
in einem Balkonkasten haben 2 oder 3 Kräutersetzlinge zusammen
Ende des Sommers alle verfügbare Erde „aufgegessen“. Das
Substrat wird von sich aus nährstoffarm.
Wenn man mit Kompost arbeitet, verrottet dieser sukzessive und
gibt neue Nährstoffe frei.
aha - und was meinst Du, bedeutet mein Satz oben?
Irgendwann ist mit dem „Sukzessive“ Zapfenstreich.
Ich bilde mir ein, gelesen zu haben, daß Kompost erst in 3-5Jahren vollständig verrottet ist und solange Nährstoffe freigesetzt werden. Hab’ jetzt aber keine Quelle mehr im Kopf.
Besten Dank Für Deine Mühe
®aina