Hallo!
… aber wie berechnet man konkret die Kraft eines
1-Kilo-Körpers,
der aus 100m herunter fällt?
Die Geschwindigkeit berechnet sich im freien Fall nach
v = gt
Die zurückgelegte Strecke nach
s = 1/2 gt²
Das sind zwei Gleichungen mit zwei unbekannten (t und v). Also löst man die eine Gleichung nach t auf und setzt sie in die andere ein:
s = 1/2 g (v/g)² = 1/(2g) v²
v = Wurzel (2sg)
Mit 100 m Fallhöhe ergibt sich dann eine Endgeschwindigkeit von
v = Wurzel (2 * 100m * 10 m/s²) = 44,7 m/s.
Und mit dieser Zahl stößt Du dann auf das Problem, das Ingo Dir bereits geschildert hat: Du brauchst die Zeit, in der der Körper auf eine Geschwindigkeit von Null abgebremst wird. Wie lang diese Zeit ist, hängt z. B. vom Untergrund ab. Wenn Du in Wasser fällst, dauert es relativ lang, weshalb der Aufprall (verglichen mit Beton) eher „sanft“ ausfällt.
Nehmen wir mal an, wir wüssten, wie lange der Aufprall dauert. Nur mal als Hausnummer eine Hundertstel Sekunde. Dann gilt
F = m a = m Δv/Δt = 1 kg * (44,7 m/s)/(0,01 s) = 4470 N
Diese Zahl steht aber natürlich auf wackligen Füßen, weil niemand weiß, wie lange der Aufprall tatsächlich dauert. Es gibt jedoch noch ein paar andere Kenngrößen für den Aufprall. Die „Wucht“ mit der der Körper aufschlägt (korrekter Fachbegriff: Der Kraftstoß), berechnet sich nach
Δp = m Δv = 1 kg * 44,7 m/s = 44,7 Ns
(Bloß fehlt einem da ein anschaulicher Vergleichswert…)
Die Energie, die beim Aufprall freigesetzt wird:
E = 1/2 m v² = 1/2 * 1 kg * (44,7 m/s)² = 1000 J.
(Das ist etwa die Energie von 3 Kniebeugen)
Michael