im Fernsehen und in Zeitschriften wirbt ein Golfprofi zur Zeit für ein kostenloses Buch: „Kraft zum Leben“. Ich habe mir einmal die Web-Site angesehen: http://www.kraftzumleben.de . Die Bitte „Klicken Sie hier um eine persönliche Beziehung mit Gott zu beginnen“, hört sich nicht problematisch an, denn eine gute Beziehung zu Gott ist zu befürworten.
Folgende Gedanken machen mich aber stutzig:
Welche Religionsgemeinschaft hat so viel Geld, daß es in Fernsehwerbung zu Hauptsendezeiten und in ganzseitigen Annoncen in großen Zeitschriften und Zeitungen Deutschlands investieren kann? Was springt für diese Religionsgemeinschaft dabei heraus?
Deutschlands erfolgreichster Golfer wirbt für den christlichen Glauben
Wie Bernhard Langer mit der Muskelkrankheit Yips umgeht
Deutschlands erfolgreichster Golfer, Bernhard Langer (Anhausen bei Augsburg), wirbt für den christlichen Glauben.
Mit einer Anzeigenkampagne in zahlreichen Zeitungen bietet er ein kostenloses Exemplar des Buches ”Kraft zum Leben”
an, in dem er zusammen mit anderen Prominenten aus seinem Leben berichtet. Unter anderem erzählt der 43jährige
Golf-Profi, wie ihm der Glaube half, mit der Muskelkrankheit Yips umzugehen. Besonders beim Einlochen habe er große
Probleme, die ihn schon manchen Sieg gekostet hätten. Neue Einsichten habe ihm das Buch ”Kraft zum Leben”
geschenkt, weil es zum Aufbau einer ganz persönlichen Beziehung zu Gott geholfen habe. Die Botschaft des Buches
könne auch das Leben anderer Leser grundsätzlich verändern, heißt es in Langers Anzeige. Es wird von der
amerikanischen DeMoss-Stiftung (Florida) verbreitet, die bei ähnlichen Kampagnen in zwölf Ländern mehrere Millionen
Exemplare verschenkte. Nach dem Anruf bei einer Bestellannahme oder dem Absenden eines Coupons bekommt man
das Buch im August gratis zugeschickt. Die Stiftung betont, dass Interessierte keine Verpflichtung eingingen; sie bekämen
keine Anrufe und keine weitere Post. Langer unterstützt auch andere missionarische Aktivitäten in Deutschland.
Beispielsweise gehört er dem Kuratorium der evangelistischen Aktion ”ProChrist” an.
MfG,
Demetrius
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Es wird von der
amerikanischen DeMoss-Stiftung (Florida) verbreitet,
ich habvon dem von Verein noch nie was gehört, kann ihn deshalb überhaupt nicht beurteilen
Langer unterstützt auch andere missionarische Aktivitäten in
Deutschland. Beispielsweise gehört er dem Kuratorium der
evangelistischen Aktion ”ProChrist” an.
Dies passt zusammen:
ProChrist stecke ich spontan in die evanglikale Ecke. Die evangelikale Bewegung ist sehr missionsfreudig. Dies würde zu dieser Aktion passen.
Zur Einordnung der Evangelikalen in die (westliche) Christenheit:
traditonsbewusst bis konservativ,
Teilweise sind sie in eigenen (Frei-)Kirchen organisiert, teilweise bilden Sie Gruppen innerhalb der Landeskirche bzw. einer landeskirchlichen Gemeinde. Es gibt auch evangelikale Pfarrer, die bei der Landeskirche angestellt sind.
Kurz und gut: Dies könte eine ehrliche Aktion sein, wo man nichts schlimmes vermuten muss.
Das sagt ja ziemlich viel aus über die politische Haltung dieser Stiftung. Es kommt mir schon komisch vor, daß eine us-amerikanische Stiftung hier mir nicht dir nichts seltsames Gedankengut verbreiten kann. Ich bin immer noch Anhänger der offiziellen Kirche und der Meinung, daß man sich seinen Glauben nicht backen kann, wie es einem beliebt. Entweder man ist Christ mit allen Vor(und Nach-)teilen oder man lässt es bleiben. Akzeptiere ich gerne, wenn jemand sagt, er kann mit diesem Glauben nichts anfangen, doch akzeptiere ich keine selbstgebackenen Glauben.
erstens heiss ich nicht Andreas sondern Andrés (soviel zum Thema genaulesen!), zweitens wenn Du meinen Text richtig gelesen hättest, hättest du erkannt, daß ich jeden Glauben oder auch Nichtglauben akzeptiere, was ich nicht akzeptiere sind die ganzen US-Sekten, die mehr Wirtschaftsvereinigungen sind als Glaubengemeinschaften, die den Glauben missbrauchen, um ihre politischen Ziele und perversen Ideen, die sie auch noch demokratisch nennen, durchzusetzen. Ich bin zu 50% Lateinamerikaner, ich weiss wovon ich rede.
Gott zum Grusse
Andrés …
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mal ab vom eigentlichen Thema…,
heißt Christ sein intolerant, gegeüber anderen
Glaubensrichtungen oder Glauben anderer an sich, zu sein?
Es kommt darauf an, was dich Toleranz bedeutet.
Ein Christ, der sich an die ursprünglichen Grundsätze hält, betet keine anderen Götter an und beteiligt sich auch nicht an den Riten anderer Religionen. Zudem soll ein Christ seinen Glauben weiter verbreiten.
Deswegen hatten die ersten Christen unter anderem auch im Römischen Reich Ärger, weil sie sich weigerten, den Staatsgöttern zu opfern (wie intolerant).
ich kann zwar nicht gut englisch, aber ich habe aus dem Text herausgelesen:
eine Tochter des DeMoss-Clans (Deborah) ist mit Senator Helms politisch verbandelt und spieltin Mittelamerika eine dubiose Rolle
der alte DeMoss hat ein Teil seines Geld, welches er mit Lebensversicherungen gemacht hat, in eine Stift gesteckt. Diese gibt es für Evangelisationen/Missionierung und zur Unterstützung von evangelikalen Positionen (erwähnt wird ein Werbespot gegen Abtreibung) aus.
Vielleicht kannst Du mir mal die Stellen mailen, worauf Du diene Position beziehst:
Das sagt ja ziemlich viel aus über die politische Haltung
dieser Stiftung. Es kommt mir schon komisch vor, daß eine
us-amerikanische Stiftung hier mir nicht dir nichts seltsames
Gedankengut verbreiten kann. Ich bin immer noch Anhänger der
offiziellen Kirche und der Meinung, daß man sich seinen
Glauben nicht backen kann, wie es einem beliebt. Entweder man
ist Christ mit allen Vor(und Nach-)teilen oder man lässt es
bleiben. Akzeptiere ich gerne, wenn jemand sagt, er kann mit
diesem Glauben nichts anfangen, doch akzeptiere ich keine
selbstgebackenen Glauben.
Tschuess Marco.
P.S.: Ich bin Christ, kann mich aber mit vielen evangelikalen Positionen nicht identifizieren.
mal ab vom eigentlichen Thema…,
heißt Christ sein intolerant, gegeüber anderen
Glaubensrichtungen oder Glauben anderer an sich, zu sein?
Es kommt darauf an, was dich Toleranz bedeutet.
Nur mal auf mein posting bezogen heißt das einfach, den anderen in seiner Andersartigkeit zu dulden ihn der Andersgläubigkeit annehmen können (wert schätzen). Zuviel von einem Christen verlangt?
Ein Christ, der sich an die ursprünglichen Grundsätze hält,
betet keine anderen Götter an und beteiligt sich auch nicht an
den Riten anderer Religionen.
Tut mir leid, das ist von mir mit dem Toleranz-Begriff auch nicht gefordert!
Ich sehe nicht, daß ein Christ, der sich mit anderen Glaubenrichtungen auseinander setzt und Menschen in ihrem Glauben anerkennt und schätzt, seinem Gott untreu wird.
Zudem soll ein Christ seinen
Glauben weiter verbreiten.
Das darf er auch…es kann aber nicht sein, daß er eine andere Glaubensrichtung verurteilt, nur weil sie dem Christentum nicht angehört!
Deswegen hatten die ersten Christen unter anderem auch im
Römischen Reich Ärger, weil sie sich weigerten, den
Staatsgöttern zu opfern (wie intolerant).
Sorry… was Glaubenskriege betraf, waren die Christen auch keine Unschuldslämmer!
Nur zum Verständnis: Ich bin nicht gegen Christen, ich habe nur Probleme, wenn eine Religion, die sich ethisch darstellt, unethisch ausgeführt wird.
Tut mir leid, daß ich Deinen Namen anders geschrieben habe. Es war nicht meine Absicht, Dich damit zu beleidigen!
Das sagt ja ziemlich viel aus über die politische Haltung
dieser Stiftung. Es kommt mir schon komisch vor, daß eine
us-amerikanische Stiftung hier mir nicht dir nichts seltsames
Gedankengut verbreiten kann. Ich bin immer noch Anhänger der
offiziellen Kirche und der Meinung, daß man sich seinen
Glauben nicht backen kann, wie es einem beliebt.
Bis zu diesem Punkt habe ich auch keinen Einwand!
Ich schrieb doch, mal vom eigentlichen Thema ab…
Entweder man
ist Christ mit allen Vor(und Nach-)teilen oder man lässt es
bleiben. Akzeptiere ich gerne, wenn jemand sagt, er kann mit
diesem Glauben nichts anfangen, doch akzeptiere ich keine
selbstgebackenen Glauben.
Und wenn ich einen anderen Glauben habe, als den der Christen, bin ich nichts mehr wert…oder wie ist das nun zu verstehen?
Hierauf bezog sich mein posting und auf nichts anderem!
Gott zum Grusse
Andrés (sorry, aber wie geht das mit dem Haken über dem e? Hab’s versucht, aber sieht komisch aus…)
Andrés (sorry, aber wie geht das mit dem Haken über dem e?
Hab’s versucht, aber sieht komisch aus…)
Hallo.
Die Akzente sitzen bei der deutschen Tastatur in der Zeile mit den Zahlen. Der Circonflexe ^ links neben der 1 und der aigu ´ rechts neben dem ß, der grave ` auf der gleichen Taste, bloß mit Shift. Erst den Akzent drücken, dann den Buchstaben, dann kommt sôétwàs heraus …
Kurz und gut: Dies könte eine ehrliche Aktion sein, wo man
nichts schlimmes vermuten muss.
Für mich sind das „christliche Fundamentalisten“:
sie unterstützen erzkonservative Politik in den USA
sie sind radikal gegen die Abtreibung
sie lehnen jegliche Form der Homosexualität ab
( bis hierhin ging es ja noch, weil typisch für konservativ-klerikale Kreis, aber dann: )
sie bezeichneten den Anschlag auf das New York Trade Center vom 11.September 2001 als gerechte Strafe Gottes, weil in der Stadt „unmoralische Zustände“ herrschen (siehe Abtreibung und Homosexualität).
Damit ist diese Stiftung für mich erledigt. Das typische erzkonservative USA-Religions-Bla-Bla.
Nur damit niemand glaubt, ich sauge mir das aus den Fingern - die Evangelische Zentralstelle für Weltanschuungen (EZW) sagt dazu:
Problematisch ist, dass diese Arthur DeMoss-Stiftung und die ganze DeMoss-Familie dem rechtsevangelikalen Milieu zuzurechnen sind. Es sind Leute, die sich intolerant verhalten, weil sie zum Beispiel homosexuelle Menschen diskreditieren, Abtreibungsbefürworter massiv unter Druck setzen, die Evolutionstheorie gänzlich ablehnen. Es sind also sehr konservative Kräfte, die dort am Werke sind und jetzt auch eine massive Missionskampagne in Europa durchführen.
„Die Welt“ schreibt:
Merkwürdig ist, dass keiner der Werbegesichter zu einer Stellungnahme bereit ist. Auch die engagierte Werbeagentur OMD distanziert sich: „Wir fahren die Kampagne für die DeMoss Foundation, aber mit den Inhalten haben wir nichts zu tun.“
Bei ähnlichen Aktionen in zwölf Ländern verschenkte die Stiftung mit Sitz in Florida mehrere Millionen Bücher. Als radikal wird ihre Ablehnung von Homosexualität und des Rechts auf Abtreibung angesehen. 20 Millionen Dollar ließ sich die Stiftung 1993 eine TV-Kampagne gegen die Abtreibung kosten.
Die „taz“ dazu:
Dahinter steckt die christlich-fundamentalistische DeMoss Foundation aus den USA. Und Mark DeMoss, Sohn des Stifters, arbeitete bis vor kurzem als Medienvertreter für den erzkonservativen Priester Jerry Falwell, der Homosexuellen, Ungläubigen und Feministinnen eine Mitschuld an den Terroranschlägen auf New York und das Pentagon gegeben hatte.
Was besonders erschreckend ist: die DeMoss-Stiftung wirbt mit einer Reihe bekannter Namen:
Bernhard Langer (Golfer)
Paulo Sergio (Fußballer FC Bayern München)
Philip Prinz von Preußen (Nachfahre von Wilhelm II.)
Mary Joe Fernandez (Tennis)
Jackie Joyner Kersee (Leichathletik)
Cliff Richard (Pop-Sänger)
Fundamentalisten sind nie ungefährlich. Schon gar nicht mit missionarischem Auftrag.