Kraftstoff sparen auf huegeliger Autobahn

Hallo,

ich frage mich wie man am besten auf einer huegeligen Autobahn Treibstoff sparen kann (ohne zum Verkehrshindernis zu werden):

Ist es am besten an den geraden und absteigenden Stellen schneller zu fahren und dann das Gas am Berg nicht zu erhoehen so dass man dort beim hochfahren automatisch langsamer wird und sich dann in der rechten Spur einordnen kann

oder

ist es besser wenn man konstant hinter den LKW’s faehrt, am Berg langsamer wird aber natuerlich zusaetzlich Gas geben muss damit man nicht zum Hindernis fuer die nachfolgenden LKW wird? (Man sollte auch beachten dass vorausfahrende LKW’s teilweise eher langsamer werden so dass man auch noch ein wenig Schwung verliert).

Oder evtl. noch eine ganz andere Moeglichkeit?

Wer kennt sich aus?

Gruss und Dank

Desperado

Hi,

ich frage mich wie man am besten auf einer huegeligen Autobahn
Treibstoff sparen kann (ohne zum Verkehrshindernis zu werden):

Indem man den Tempomat einschaltet. Feinfühliger kann man selbst nicht Gas geben.
Alternativ die DB nutzen.

WoDi

Moin!

Ist es am besten an den geraden und absteigenden Stellen
schneller zu fahren und dann das Gas am Berg nicht zu erhoehen
so dass man dort beim hochfahren automatisch langsamer wird
und sich dann in der rechten Spur einordnen kann

Der Luftwiderstand steigt quadratisch zur Geschwindigkeit. Je langsamer Du im höchsten Gang fährst, desto günstiger fährst Du. Da Tempo 40 im fünften Gang auf der Autobahn unangemessen ist, würde ich es mit Tempo 90 - 110 versuchen.

ist es besser wenn man konstant hinter den LKW’s faehrt, am
Berg langsamer wird aber natuerlich zusaetzlich Gas geben muss
damit man nicht zum Hindernis fuer die nachfolgenden LKW wird?
(Man sollte auch beachten dass vorausfahrende LKW’s teilweise
eher langsamer werden so dass man auch noch ein wenig Schwung
verliert).

Als Abstandsünden noch nicht geahndet wurden, habe ich mir keinen LKW sondern einen Bus ausgesucht, in dessen Windschatten ich mich gehängt habe. Das bedeutete allerdings, etwa 10m hinter dem Bus zu hängen. Busse sind schneller unterwegs, als LKW und kacken am Berg auch nicht so stark ab. Auf diese Weise habe ich einen 55PS-GolfII unter 5l/100km bekommen, was auch nötig war. Damals war ich Student.

Heute geht das natürlich nicht mehr. Es ist unmöglich, sich an die Verkehrsregeln zu halten und den Windschatten eines vorausfahrenden Fahrzeugs auszunutzen.

Variante 2 dürfte dennoch spritsparender sein.

Oder evtl. noch eine ganz andere Moeglichkeit?

Klar: Bergab mit abgestelltem Motor rollen lassen, bergan mit einem Anker an einen LKW anhängen :wink:

Munter bleiben… TRICHTEX

Hallo Gunther

Als Abstandsünden noch nicht geahndet wurden, habe ich mir
keinen LKW sondern einen Bus ausgesucht…

Das war allerdings auch extrem gefährlich und daher absolut nicht zur Nachahmung zu empfehlen.

Heute geht das natürlich nicht mehr. Es ist unmöglich, sich an
die Verkehrsregeln zu halten und den Windschatten eines
vorausfahrenden Fahrzeugs auszunutzen.

Man will auch rein sicherheitshalber hinreichend Abstand halten.

Oder evtl. noch eine ganz andere Moeglichkeit?

Klar: Bergab mit abgestelltem Motor rollen lassen, bergan mit
einem Anker an einen LKW anhängen :wink:

Was auch nicht wirklich zu empfehlen ist, da dann kein Bremskraftverstärker wirkt, keine Servolenkung arbeitet…

CU
Peter

Hallo,

Der Luftwiderstand steigt quadratisch zur Geschwindigkeit. Je
langsamer Du im höchsten Gang fährst, desto günstiger fährst
Du. Da Tempo 40 im fünften Gang auf der Autobahn unangemessen
ist, würde ich es mit Tempo 90 - 110 versuchen.

Einerseits richtig, aber das Problem ist, dass man vor allem mit einem gering motorisierten Auto bergauf Vollgas fahren und evtl. sogar runterschalten muss, um nicht die gerade überholten LKWs wieder auszubremsen. Die Anzahl von denen, die auch bergauf noch genug Leistung zu Verfügung haben, steigt ständig.

Noch schlimmer ist in dem Fall die Benutzung eines Tempomats, der ja dann erst wieder Gas gibt, wenn der Wagen am Anfang einer Steigung schon langsamer wird.

Deswegen denke ich, dass es schon Sinn macht, vor der Steigung etwas Schwung zu holen, in dem man etwas schneller fährt. Andererseits sollte man natürlich - wenn es vorher lange genug bergab geht - möglichst lange die Schubabschaltung ausnutzen.

Klar: Bergab mit abgestelltem Motor rollen lassen, bergan mit
einem Anker an einen LKW anhängen :wink:

Naja, beides keine guten Ideen.

Beste Grüße
Guido

Hallo,

wie bereits anderweitig gepostet, ist die Variante „im Schlepptau der Lkw“ die günstigere : Wegen der vergleichsweise geringen Geschwindigkeit. Das gilt zunächst pauschal und grundsätzlich.

Geht es nun um die Frage „Schwung holen am Berg“, dann muss man - um diese eine Differenz von ein paar Prozent per Rechnung herauszufinden - schon sehr in die Details des Motorkennfeldes, Getriebeübersetzung und Leistungsbedarf für die unterschiedlichen Fahrzustände gehen. Selbst wenn man die Daten (für die Soll-Lage, ohne Toleranzen/Streuung) bekommt/vorliegen hat, ist das eine heftige Rechnerei. Und ob man selber das theoretische Ergebnis dann in seinem singulären Fahrbetrieb/Fahrversuch bestätigen kann, bleibt angesichts der Streuung und Toleranzen offen.

Gruß
Karl

Hallo Desperado,

wenn Du innerhalb einer bestimmten Zeit von A nach B willst, wäre es am sparsamsten, wenn Dein Motor auf der ganzen Strecke mit der gleichen Last betrieben wird.
Mit einer konstanten Gaspedalstellung kommst Du diesem Betriebspunkt schon einigermaßen nahe.

Nur realisierbar, auf einer wirklich leeren Autobahn!

Ein stufenloses Getriebe wäre für diese Betriebsart ideal.
Zu jeder Fahrpedalstellung gehört eine ganz bestimmte Drehzahl, bei der der Motor seinen jeweils besten Wirkungsgrad hat.
Abhängig von dem jeweiligen Fahrwiderstand, würde das Getriebe jeweils die Übersetzung wählen, bei der der Motor mit dieser bestimmten Drehzahl arbeiten kann.

Dies führt zwangsläufig zu unterschiedlichen Geschwindigkeiten.
Bergauf = kurze Getriebeübersetzung und niedrige Geschwindigkeit.
Bergab = lange Übersetzung und höheres Tempo.

Gruß Fritz

Hallo Fritz,

wenn Du innerhalb einer bestimmten Zeit von A nach B willst,
wäre es am sparsamsten, wenn Dein Motor auf der ganzen Strecke
mit der gleichen Last betrieben wird.
Mit einer konstanten Gaspedalstellung kommst Du diesem
Betriebspunkt schon einigermaßen nahe.

Zwar macht es schon Sinn, die Gaspedalstellung konstant zu halten, damit während des Durchtretens keine kurzfristig erhöhte Einspritzmenge dem Motor zugeführt wird.
Jedoch heisst „konstante Gaspedalstellung“ nicht per se, dass der sich damit einstellende Betriebspunkt den sparsamsten trifft.
Zur Verdeutlichung : Ein konstant bis zum Bodenblech durchgetretenes Gaspedal ist wahrhaftig nicht sparsam.
Gruß
Karl

Hallo Karl,

besten Dank für Deine Reaktion.
Schon klar; mit einem Bleifuß kann man keinen Verbrauchsrekord aufstellen.

Ich will von A nach B.
Ohne den Faktor Zeit ist das erstmal Arbeit in Joule, Ws, kWh oder was auch immer.
Erst mit dem Zeitglied, kann ich auf die dafür erforderliche Leistung schließen.

Mit meinem Beispiel wollte ich verdeutlichen, dass es (bei gegebenem Streckenprofil) wirtschaftlicher ist mit konstanter Leistung und variabler Geschwindigkeit, als mit konstanter Geschwindigkeit und variabler Leistung zu fahren.
Und mit einer konstanten Gaspedalstellung komme ich einer gleichförmigen Leistungsabgabe schon recht nahe.

Gruß Fritz

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Fritz,

Ich will von A nach B. Ohne den Faktor Zeit ist das erstmal Arbeit in Joule, Ws, kWh oder was auch immer. Erst mit dem Zeitglied, kann ich auf die dafür erforderliche Leistung schließen.

Zur rechnerischen Abschätzung gibt es zwei gleichwertige Wege :

  1. Das Integral des Leistungsbedarfes (Summe „Fahrwiderstände mal Geschwindigkeit“) über der Zeit.
  2. Das Integral des Arbeitsbedarfes (Summe Fahrwiderstände) über der dem Weg.

Mit meinem Beispiel wollte ich verdeutlichen, dass es (bei gegebenem Streckenprofil) wirtschaftlicher ist mit konstanter Leistung und variabler Geschwindigkeit, als mit konstanter Geschwindigkeit und variabler Leistung zu fahren. Und mit einer konstanten Gaspedalstellung komme ich einer gleichförmigen Leistungsabgabe schon recht nahe.

Einverstanden.
Gruß
Karl

…und dann das Gas am Berg nicht zu erhoehen
so dass man dort beim hochfahren automatisch langsamer wird
und sich dann in der rechten Spur einordnen kann

Hallo, da ist er wieder, der alte Trugschluss.

Die Spurwahl hat nichts mit der Geschwingigkeit zu tun.

Jeder faehrt immer und bei jeder Geschwindigkeit rechts, und geht zum Ueberholen nach links (auch bei jeder Geschwindigkeit).

Gruss Helmut