Salve,
Ich habe mir gestern im Zweiten ,Den Bunker“ angesehen und hätte mal ne Frage dazu:
Es ist vom Maschinenraum die Rede, und ich nehmen an, das der Bunker ( für Entlüftung, Licht,…) ein eigenes Kraftwerk/ Aggregat hatte. Mit was wurde das betrieben und herrschte nicht so ein Mangel an Benzin/ Diesel etc., dass Hitler eines Tages im Dunkel dastand? In welchen Bunkern war so ein Luxus da?
Ach ja, in der letzten Folge von Schlachtfeld Deutschland ( Kam am Montag?) erzählt ein Landser, die Russen hätten mit Kalasnikovs geschossen – gab es vor 1947 überhaupt das schon? Ich denke, der meinte die Schpagin, verbessert mich aber bitte.
Vielen Dank & bleibt anständig
Felix
Hallo,
ältere Menschen werfen manchmal etwas durcheinander, ich habe mich über die kalaschnikov auch etwas gewundert. Das Ding gab es erst nach dem Krieg.
Was Maschinenraum angeht, so gab es das auch in zahlreichen Westwall- und sonstigen Bunkeranlagen. Im Bunker Katzenkopf gab es auch einen Maschinenraum mit einem Maschinisten. Was den Betriebsstoff angeht dürfte genügend eingelagert gewesen sein. Es war ja auch noch genug da um Hitler und Braun zu verbrennen.
Gruss
Rainer
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Hallo Felix,
um deine beiden Fragen mal zu beantworten:
a) Michail Timofejewitsch Kalaschnikow
der „Erfinder“ des legendären Sturmgewehres AK-47
(Awtomat Kalaschnikowa obrasza 1947) hat dieses zwar im 2.Wk
entwickelt,jedoch kam es erst 1949 zum Einsatz.Bis dahin nutze die Russische Armee vor allem Nachbauten der US-Firma Thompson
(die berühmte „Tommy-Gun“ aus den Gangster-Filmen der 30er-Jahre)
sowohl mit runden als auch mit Stangen-Magazin.
b) Maschinen-Anlagen in Bunkern
Jede größere Bunker-Anlage verfügte über Diesel-Generatoren für die
Energie-Versorgung der Lüftung/Beleuchtung und andere Dinge.
Um das Eindringen von Gas zu verhindern z.B. muß der Bunker ja mit „Überdrück“ belüftet werden,dazu muß du schon entsprechende Maschinen-Anlagen haben…
(das ist auch heute noch so…)
In Münster (Westfalen) ist am Hbf zum B. heute noch ein Bunker aus dem 2.Wk betriebsfähig mit kompletter Maschinenanlage…
mfg
Frank
Merci
Ok,
Vielen Dank für die Antworten und aöllen WWW-lern ein schönes Wochenende.
Felix
Hallo Felix,
zu der Antwort von Frank Müller, die alles notwendige enthält, empfehle ich (kein Experte in res militaribus, aber eifriger Elsasswanderer) als Illustration einen Besuch in einer Kasematte der Maginot-Linie - die sind aus begreiflichen Gründen relativ besser erhalten als ihre deutschen Pendants.
Das IMHO beste Exempel ist das „Ouvrage du Four à Chaux“ gleich beim Col de Pfaffenschlick, nur wenig südlich von Wissembourg ganz im Norden des Elsässischen. Wenn man den bei derlei militärhistorischen musealen Orten wohl leider unvermeidlichen nationalchauvinistischen Tralala weglässt („mit gehisster Trikolore unter allen militärischen Ehren unbesiegt an die Wehrmacht übergeben“ etc.), ist das ein recht lehrreicher Ort. Obwohl es dort natürlich nicht um so eine Mischung aus verbunkertem Befehlsstand und Luftschutzbunker geht wie beim Führerbunker, sondern um eine riesige unterirdische Artilleriestellung.
Technischer Hinweis: Weil diese Kasematte nur geführt zugänglich ist, muss man sich vorher um Einlasszeiten kümmern.
Schöne Grüße
MM