Kralle des Finanzamtes

Hallo zusammen,

immer mehr greift das FA zum Mittel Steuersündern das Auto mit Kralle festzulegen. Für mich als Laie ist dies gleichzusetzen mit einer Beschlagnahme.
Gleich ob nun die Steuerschuld berechigt, bestritten o.ä. ist. Man weiss ja, dass FA hat hier alle Freiräume und kontrolliert ja sich selbst (was schon an sich eine unglaubliche Dreistigkleit ist).

Kann man nun gegen solche Maßnahmen vorgehen, gibt es Musterprozesse/Klagen gegen diese staatlich legitimierte Willkür oder hat die Behörde und damit der Staat hier wie schon so oft einen Freibrief, wo der Bürger nur noch zähneknirschend zuschauen oder über Auswanderung nachdenken kann.
Gibt es Möglichkeiten innerhalb der EU Gerichtsbarkeit?

Was passiert, wenn das FA morgen die Genehmigung bekommt sog. Steuerschuldner in Hausarrest zu nehmen oder z.B. andere Dinge zu beschlagnahmen, die für einen Menschen wichtig sind? Medikamente würden sich da anbieten oder Krankenversicherungen?
Wenn auch der letzte Teil mit etwas Augenzwinkerns geschrieben ist, so liegt doch viel Wahrheit in der vollkommen kranken Entwicklung unseres Staates.

Viele Grüsse

Heinz

Hallo zusammen,

immer mehr greift das FA zum Mittel Steuersündern das Auto mit
Kralle festzulegen. Für mich als Laie ist dies gleichzusetzen
mit einer Beschlagnahme.

Ein KFZ dessen Steuer nicht bezahlt ist darf nicht am öffenltichen Straßenverkehr teilnehmen. Ob man nun eine Kralle anbringt oder die Schilder abschraubt ist eigentlich egal.

Gleich ob nun die Steuerschuld berechigt, bestritten o.ä. ist.

Stuern sind nunmal zuerst zu zahlen; evtl. Einsprüche kann man auch nach der Zahlung noch geltend machen. Überlege mal: Andernfalls würden doch viele zuerst einmal die Steuer bestreiten um Zeit zu schinden.

Kann man nun gegen solche Maßnahmen vorgehen, gibt es
Musterprozesse/Klagen gegen diese staatlich legitimierte
Willkür oder hat die Behörde und damit der Staat hier wie
schon so oft einen Freibrief, wo der Bürger nur noch
zähneknirschend zuschauen oder über Auswanderung nachdenken
kann.

Ich sehe hier kein Willkür. Eine solch extreme Massnahme wird doch wohl erst dann angewendet wenn eine mehr als deutliche Fristüberschreitung gegeben ist und etliche Mahnungen unbeachtet blieben.

Wenn auch der letzte Teil mit etwas Augenzwinkerns geschrieben
ist, so liegt doch viel Wahrheit in der vollkommen kranken
Entwicklung unseres Staates.

Was glaubst du eigentlich wie das in anderen Ländern gehandhabt wird ? In Amerika z.B. werden Autos schon bei unbezahlten Strafzeteln mit der Kralle versehen oder sogar abgeschleppt !

Gruß
Dietmar

Hallo Dietmar

immer mehr greift das FA zum Mittel Steuersündern das Auto mit
Kralle festzulegen. Für mich als Laie ist dies gleichzusetzen
mit einer Beschlagnahme.

Ein KFZ dessen Steuer nicht bezahlt ist darf nicht am
öffenltichen Straßenverkehr teilnehmen. Ob man nun eine Kralle
anbringt oder die Schilder abschraubt ist eigentlich egal.

Man beschlagnahmt auch dann, wenn die Steuer eine vollkommen andere ist, das hat mit der Kfz Steuer nichts zu tun

Gleich ob nun die Steuerschuld berechigt, bestritten o.ä. ist.

Stuern sind nunmal zuerst zu zahlen; evtl. Einsprüche kann man
auch nach der Zahlung noch geltend machen. Überlege mal:
Andernfalls würden doch viele zuerst einmal die Steuer
bestreiten um Zeit zu schinden.

Das sehe ich vollkommen anders:
Das FA fordert erst einmal, oft auf Basis früherer Jahre. Wenn dann Einspruch eingelegt wird, weil die Anspruchsgrlg. weggefallen ist, dann läßt man sich extrem Zeit mit der Widerspruchsbearbeitung und kassiert weiter. Frei nach dem Motto, was wir erst mal haben, haben wir.

Mir ist das exterm passiert, so dass ich bis zum Petitionsausschuß gegangen bin, dann gings auf einmal ganz schnell und die Rückzahlungen erfolgte innerhalb von Tagen.
Die Liquidität war aber monatelang weg.

Oder aber ein Verfahren vor dem OFG in KA. Entscheidung zu Gunsten des FA innerhalb von 7 Min. (genau so lange dauerte die Verhandlung) obwohl Thema komplex war. Gericht war nur der Meinung. Da haben Sie halt Pech gehabt.

Für mich ist der Staat einer der schamlosesten Ausnutzer des Systems, besser gesagt, die die den Staat teilweise repräsentieren und vor allem als Beauftragt (be- und aus-)nutzen.

Trotzdem schönes Wochenende

Viele Grüsse

Heinz

hallo heinz,

kann es sein, das hier persönlicher groll bei deiner bewertung mitspielt?

Das sehe ich vollkommen anders:
Das FA fordert erst einmal, oft auf Basis früherer Jahre. Wenn
dann Einspruch eingelegt wird, weil die Anspruchsgrlg.
weggefallen ist, dann läßt man sich extrem Zeit mit der
Widerspruchsbearbeitung und kassiert weiter. Frei nach dem
Motto, was wir erst mal haben, haben wir.

achsooooo… na dann! ehrlich gesagt: selbst schuld. ich geh mal vom normal-fall aus, der gibt jährlich gewissenhaft seine steuererklärung ab und erhält bescheide. ob er nun arbeitnehmer oder unternehmer ist. wenn man bescheide für viele vorjahre zusammen erhält, dann meist, weil man was falsch gemacht hat. nichtabgabe, steuerhinterziehung, falscherklärungen etc.! vielleicht sogar am falschen ende gespart - keine ahnung von steuer und buchführung und dennoch keinen steuerberater…

nebenbei, auch beim bescheid vom finanzamt gibt es „aussetzung der vollziehung“ wenn ernstlich zweifel an der rechtsmäßigkeit bestehen. die muss der steuerpflichtige natuerlich vorlegen. wenn das finanzamt die nicht anerkennt, gibt es sogar eine gerichtliche kontrolle im „eilverfahren“… hier dann aber immer professionelle hilfe nehmen.

Mir ist das exterm passiert, so dass ich bis zum
Petitionsausschuß gegangen bin, dann gings auf einmal ganz
schnell und die Rückzahlungen erfolgte innerhalb von Tagen.
Die Liquidität war aber monatelang weg.

hmmmm… petitionsausschuß??? das glaub ich nicht! der kümmert sich i.d.R. nicht um falsche steuerbescheide!

Oder aber ein Verfahren vor dem OFG in KA. Entscheidung zu
Gunsten des FA innerhalb von 7 Min. (genau so lange dauerte
die Verhandlung) obwohl Thema komplex war. Gericht war nur der
Meinung. Da haben Sie halt Pech gehabt.

du meinst vor dem FG, ein oberfinanzgericht hat kein bundesland. auch hier gehe ich mal von auftreten ohne steuerlichen berater aus… sicherlich formfehler begangen…

Für mich ist der Staat einer der schamlosesten Ausnutzer des
Systems, besser gesagt, die die den Staat teilweise
repräsentieren und vor allem als Beauftragt (be- und
aus-)nutzen.

naja, aber die kostenlose bundesstraße, die schulen, universitäten, flugplätze und sonstige infrastruktur magst du sicherlich gerne nutzen…

„kopfschütteln“: wach auf!

der showbee

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Etwa 850,- Euro kostete mein VAn an Steuern je Jahr. Bis mich
der Laden auf die Palme brachte. Nachschauen im Internet.

Meinen Van „aufgelastet“ und auf Saison (6. Monate) umgemeldet.
Macht jetzt etwa Euro 80,- im Jahr…äääääähhhh „Halbjahr“.

Hallo zusammen,

immer mehr greift das FA zum Mittel Steuersündern das Auto mit
Kralle festzulegen. Für mich als Laie ist dies gleichzusetzen
mit einer Beschlagnahme.
Gleich ob nun die Steuerschuld berechigt, bestritten o.ä. ist.
Man weiss ja, dass FA hat hier alle Freiräume und kontrolliert
ja sich selbst (was schon an sich eine unglaubliche
Dreistigkleit ist).

Kann man nun gegen solche Maßnahmen vorgehen, gibt es
Musterprozesse/Klagen gegen diese staatlich legitimierte
Willkür oder hat die Behörde und damit der Staat hier wie
schon so oft einen Freibrief, wo der Bürger nur noch
zähneknirschend zuschauen oder über Auswanderung nachdenken
kann.
Gibt es Möglichkeiten innerhalb der EU Gerichtsbarkeit?

Was passiert, wenn das FA morgen die Genehmigung bekommt sog.
Steuerschuldner in Hausarrest zu nehmen oder z.B. andere Dinge
zu beschlagnahmen, die für einen Menschen wichtig sind?
Medikamente würden sich da anbieten oder
Krankenversicherungen?
Wenn auch der letzte Teil mit etwas Augenzwinkerns geschrieben
ist, so liegt doch viel Wahrheit in der vollkommen kranken
Entwicklung unseres Staates.

Viele Grüsse

Heinz

Wenns mir mal ganz zu blöde wird :smile:)
Wenns mir künftig mal ganz zu blöde wird,
bau ich meinen VAN auf 6 KM/h um und
dann wars das komplett mit der KFZ-Steuer.

ALDI, LIDL, Mini-Mal und der Bahnhof sind
2 KM entfernt.

Ach ja, getankt wird auch nicht mehr an der Tankstelle, sondern
bei ALDI. Riecht etwas streng nach Pommesbude, spart aber
ungemein.

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Um Gottes willen. Geht ja gar nicht…
Hallo,

auch ich versuche schon seit längerem mich von jeglicher Steuerlast zu befreien. Sollen die Straßen, Kindergärten und Schulen etc. doch die anderen zahlen, ist mir doch schnuppe.

Ich habe sogar schon gehört, dass Personen, nur weil sie Ihre Millioneneinnahmen nicht versteuert, sondern auf direktem Weg in die Schweiz verbracht haben, verhaftet und zu Freiheitsstrafen verurteilt wurden.

Das geht natürlich gar nicht und verstößt doch sicher gegen die Genfer Konventionen(?!?).

Mal im Ernst: Steuern müssen gezahlt werden. Wem das nicht passt, kann gerne auswandern. Aber nicht zu zahlen und dann herum zu nörgeln, wenn der Fiskus etwas härter durchgreift, hat nicht ganz verstanden, wie es läuft. Als Dipl. Kaufmann solltest du so etwas aber eigentlich im Studium gelernt haben.

Gruß

Matthias

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