Krank sein wollen

GUten Tag,

ich habe seit Jahren ein Problem, welches immer mehr auszuarten scheint.
Schon in frühster Kindheit wollte ich krank sein, genoß es regelrecht,wenn ich krank wurde und ich somit im Mittelpunkt stand! Das zog sich über die jahre so hin, dass ich mir immer wieder regelrecht wünschte zu verunfallen oder eben krank zu werden! (ist nie passiet). Während der Pubertät versuchte ich einen pathologischen Zustand vorsätzlich zu erzeugen, trank übermäßig Alkohol oder schluckte Tabletten.
Weiter ging es, dass ich mir Symptome zudachte, die man nicht nachweisen , messen oder dergleichen kann!
Was ist das, woher kommt es und was kann mandagegen tun?

MfG
melanie

hallo melanie,

mir fällt dazu spontan das münchhausen-syndrom ein, das in seiner extremform so weit geht, dass der betreffende sich sogar selbst verletzt, um in die rolle des kranken schlüpfen zu können.

vielleicht fehlt dir aufmerksamkeit, zuneigung und die möchtest für nichts mehr verantwortlich sein.

http://www.psychosoziale-gesundheit.net/seele/muench…

Hallo Melanie,
der Hinweis auf das Münchhausen Syndrom erscheint mir recht plausibel, habe den Text allerdings nur kurz überflogen.

Ich denke einmal, der Wunsch, krank zu sein, hat wirklich mit dem Wunsch nach umsorgt werden zu tun. Nach Verantwortung abgeben, nach sich zurück ziehen. Ich erinnere mich, dass mein Sohn, als er so etwa 10-11 Jahre alt war einmal sagte, als er krank war: „Krank sein ist schön, denn dann sind alle lieb zu mir.“ Das ließ bei mir sämtliche Alarmglocken schrillen und ich überprüfte einmal, wie wir generell mit ihm umgehen.

Auch ich habe manchmal den Wunsch gehabt, krank zu sein und zwar in Zeiten, wo mir alles über den Kopf zu wachsen drohte. Wenn ich krank bin, kann ich einfach nichts mehr tun. Dann kann weder ich mir noch andere mir vorwerfen, wenn ich nichts tue.
Auf der anderen Seite - echt krank sein und nichts mehr tun können ist auch mies. Dann ist man abhängig bis ausgeliefert dem Wohlwollen anderer.

Aufgehört haben diese Gedanken erst, als ich in der Lage war, mir Ruhe dann zu gönnen und zu nehmen, wenn ich sie braucht.
Mir Zuwendung zu holen, wenn ich sie brauchte, ja sogar darum zu bitten, ohne mich zu schämen. „Seid lieb zu mir, ich brauch das jetzt!“ „Kümmert Euch um mich, ich fühle mich so unbeachtet.“

Nicht zu stolz dazu sein, um Hilfe, Zuneigung, Zuwendung zu bitten und diese dann auch anzunehmen, wenn sie kommt.

Vielleicht bringen dich die paar Gedanken auf einen Weg und du kannst damit was anfangen.

Alles Liebe
Irene

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Hi Melanie

deine Patienten, in deinem jetztigen und in deinem zukünftigen Beruf: Beneidest du sie?
Bist du eifersüchtig auf sie?

Was ist das, woher kommt es und was kann man dagegen tun?

Warum willst du etwas dagegen tun?

Gruß

Metapher

HI!
Also das Problem kommt mir irgendwie bekannt vor…ich hab das auch manchmal … Das ich mir einfach denke das ich am liebsten krank wäre oder einen Unfall hätte damit ich einfach nur herumliegen brauch nix tun brauch und alle nett zu mir sind
und das macht mir irgendwie angst und ich finds auch nicht ok denn was müssen sich menschen denken die wirklich krank sind? und ich meine schwer krank…
Eigentlich müss ich auch froh sein gesund zu sein denn ich arbeite im krankenhaus und dort hab ich genug mmit armen menschen zu tun…

Ich weiß aber auch nicht was ich gegen diese Gedanken tun kann…
Áber bei mir ist es nicht so das ich irgendwas vorgebe was ich gar net habe …ich bleib zbs auch nur wirklich zuhause wenn es mir echt mies geht …wenn ich kopfweh oder so habe dann würd ich nie zuhause bleiben…
hmmm naja ich weiß auch nicht was ich dagegen tun kann …
aber ich wollts nur schreiben damit du siehst das du nicht alleine bist damit :smile:
Alles liebe

ich habe seit Jahren ein Problem, welches immer mehr
auszuarten scheint.
Schon in frühster Kindheit wollte ich krank sein, genoß es
regelrecht,wenn ich krank wurde und ich somit im Mittelpunkt
stand! Das zog sich über die jahre so hin, dass ich mir immer
wieder regelrecht wünschte zu verunfallen oder eben krank zu
werden! (ist nie passiet). Während der Pubertät versuchte ich
einen pathologischen Zustand vorsätzlich zu erzeugen, trank
übermäßig Alkohol oder schluckte Tabletten.
Weiter ging es, dass ich mir Symptome zudachte, die man nicht
nachweisen , messen oder dergleichen kann!
Was ist das, woher kommt es und was kann mandagegen tun?

MfG
melanie

Hi du,

Was kann ich dagegen tun?

Dich verwöhnen. Tag für Tag.

Knuddel,

Liebe Melanie,

die Ursache liegt vielleicht drin, daß Du das starke Bedürfnis hast, daß sich jemand Deiner annimmt und Dich umsorgt. Vielleicht hast Du als Kind zu wenig Liebe abbekommen, wer weiß.
Ich würde Dir raten, Dich selbst manchmal etwas wichtiger zu nehmen, es Dir ab und zu richtig gut gehen zu lassen, zu genießen, zu feiern. Das hilft bestimmt.

Alles Liebe
Susi

Hallo Melanie,

könnte auch sein, das Menschen mit einem „Bedürfnis nach Kranksein“
Co-Abhängig sind, wobei sich hinter der Co-Abhängigkeit die Angst
vor dem „alleine sein“ verbirgt.

Wenn die Angst vor dem alleine sein weg ist, dann schwindet das
Bedürfnis nach Krankheit.

Liebe Grüße

Oliver-Michael

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Hi Melanie

manchmal gehts mir auch so, ich wäre gerne krank, und versuche das absichtlich
herbeizuführen. Allerdings werd ich nie wirklich krank, und bin oft enttäuscht
beim Arzt , wenn der sagt: nur ne Erkältung.

Bei mir sehe ich das als Flucht vor dem Stress in meiner Arbeit, und das ich
endlich mal beachtet werde.
Ich werde genügend beachtet, aber das kommt au meiner Kindheit , als ich keine
Freunde hatte.
deswegen beobachte mal, wann versuchst du krank zu werden? Wenn du dich
überfordert fühlst? Wenn du mit etwas nicht mehr klar kommst? Krankheit ist eine
Flucht aus dem Alltag, und man wird umsorgt.
Hast du gute Freunde denen du dich anvertrauen kannst? Und die auch ausserhalb
von Krankheit für dich da sind? Das wäre wichtig, damit du an ein normales Mas an
Zuneigung kommst, und merkst, das man nicht unbedingt krank sein muss, um
beachtet zu werden.

Alles Gute

Julia