Hallo liebe Experten,
ich bin in eine neue Stadt gezogen und habe mir dort einen Hausarzt gesucht, der mich beraten und einige Laboruntersuchungen gemacht hat. Leider komme ich mit dem Arzt nicht klar. Das Vertrauensverhältnis/der Draht stimmt nicht.
Kann ich mir einfach einen neuen Hausarzt suchen und die gleichen Laboruntersuchungen nochmal machen lassen? (die alten Werte hab ich nicht vorliegen) Oder würde sich die KK da beschweren?
Weiß die KK eigetlich anhand der Abrechnung, was für Untersuchungen genau gemacht wurden und was die Ergebnisse waren oder schreibt sich das nur der Arzt auf? Bekommt die KK die Diagnose mitgeteilt?
Vielen Dank schon mal für’s Durschlesen meiner Fragen!
Beste Grüße
S.
Sage das Deiner Kasse, dass Du mit dem Arzt nicht klar kommst.
Der neue Arzt kann auch die Befunde beim vorigen Arzt anfordern.
Ich habe das auch schon gemacht. War bei einem Internisten und der war nur bäh!!
Ich habe das meiner Kasse mitgeteilt und bin nur Stunden später zum nächsten Internisten, der mich richtig verstand und behandelte. Erfolg war sofort und alles wieder ok!
Wenn die Kassen den Grund wissen, machen die sich Notizen und eigentlich habe ich noch nie erlebt, dass die Kasse da nicht mitzieht.
Es entstehen nicht unbedingt Mehrkosten, wenn der neue Arzt sich die Befunde einholt, ob dann A oder B Dich weiter behandelt, ist Jacke wie Hose.
Zudem ist es den Kassen recht, wenn man als Mitglied Unzufriedenheiten mitteilt, kommen gehäuft über einen bestimmten Arzt Beschwerden, werden die Kassen da auch tätig.
Zudem ist es den Kassen recht, wenn man als Mitglied
Unzufriedenheiten mitteilt, kommen gehäuft über einen
bestimmten Arzt Beschwerden, werden die Kassen da auch tätig.
Ich fürchte, das ist den Krankenkassen egal, denn sie haben ohnehin keinerlei Eingriffsrecht. Nur bei massiven Berufsverstößen wird die Ärztekammer tätig.
Was den Arztwechsel anbetrifft: Die Krankenkasse hätte es gar nicht gemerkt. Es werden nämlich nur noch einmal 10€ fällig.
Begrfündung: Die Krankenkassen dürfen die Daten eines Patienten nicht zusammenführen, nur die Daten der Ärzte - will sagen: Die Krankenkasse kann sagen: Dr. Meyer hat zuviel verschrieben.
Sie kann aber nicht sagen: Herr Schulze hat zuviel verbraucht.
OFF TOPIC: Daher funktioniert bei den Türken auch das herrliche Prinzip: Ali arbeitet hier und hat eine Krankenkassenkarte. Nun werden Onkel Ömir und Vetter Mohammed in der Türkei krank. Die kommen nun als Touristen nach Deutschland und machen mit Alis Karte eine Arztrundreise. Zur Wut der KVen und zum inoffiziellem Ärger des Gesundheitsministeriums.
In Berlin besonders beliebt. Beschwerden durch die KV dort hat nichts gebracht, die Politik will nicht an das Problem ran.
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Vielen Dank schon mal für die Antworten. Dann werde ich einfach den Arzt wechseln und der neue soll dann meine Daten anfordern.
Dann hab ich noch eine Verständnisfrage:
Was den Arztwechsel anbetrifft: Die Krankenkasse hätte es gar
nicht gemerkt. Es werden nämlich nur noch einmal 10€ fällig.
Begrfündung: Die Krankenkassen dürfen die Daten eines
Patienten nicht zusammenführen, nur die Daten der Ärzte.
Was heißt „Daten zusammenführen“ genau? Bekommt die KK nur die Info, dass Herr X beim Dr. Y Patient war und dass 100 EUR abgerechnet werden? Oder wissen die dann doch, dass Laboruntersuchung xyz gemacht wurde und der Patient bspw. Diabetes hat.
Stell mir das bei dem „Türkenbeispiel“ verdächtig vor, wenn angeblich ein und derselbe Patient einmal Schilddrüsenunterfunktion und dann -überfunktion oder sonst was sich auschließendes hat…
Hallo:
Stell mir das bei dem o.g. Beispiel verdächtig vor, wenn
angeblich ein und derselbe Patient einmal
Schilddrüsenunterfunktion und dann -überfunktion oder sonst
was sich auschließendes hat…
Diese Praxis sieht man sehr oft, dass vieles über eine Karte abgerechnet wird. In der Regel, ist es vorgeschrieben, dass man die Identität überprüft. Geht aber in der täglichen Praxis sogut wie immer unter. Nur wenn jemand wie 70 aussieht und angeblich 40 sein soll fällt es auf. Aber da berufen sich manche auf einen angeblichen Fehler auf der Karte. Das System funktioniert aber seit vielen vielen Jahren und wird gezahlt, weil die Politik wenig dageben macht. Meist wird aber nicht die gleiche Praxis von unterschiedlichen Leuten aufgesucht.
Liebe Grüße
Anja
Was heißt „Daten zusammenführen“ genau? Bekommt die KK nur die
Info, dass Herr X beim Dr. Y Patient war und dass 100 EUR
abgerechnet werden? Oder wissen die dann doch, dass
Laboruntersuchung xyz gemacht wurde und der Patient bspw.
Diabetes hat.
Nein, eben nicht. Die Krankenkasse kennt die Diagnose, aber sie darf nicht nachprüfen, ob da andere Ärzte auch beteiligt sind.
Also Doktor Meyer schreibt als Diagnose „Diabetes“, Dr. Müller schreibt „Halsentzündung“. Würde ein Computer den Namen und die Diagnosen des Patienten ausspucken, würde man merken das da was nicht stimmt. Aber das ist eben nicht erlaubt.
Stell mir das bei dem „Türkenbeispiel“ verdächtig vor, wenn
angeblich ein und derselbe Patient einmal
Schilddrüsenunterfunktion und dann -überfunktion oder sonst
was sich auschließendes hat…
Tja, Anja hat’s erklärt. Eines der Probleme, die im Gesundheitswesen ärgern.
Nur in einem Punkte stimme ich ihr ausnahmsweise mal nicht zu: Es ist nicht Sache der Ärzte,hier eine Kontrolle auszuüben, sondern Sache der Krankenkassen, meinetwegen auch der KV und vorneweg vor allem der Regierung!
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