Krankenkasse nach Heirat

Morgen Experten!

Folgende Situation:

  1. Slowake (EU mittlerweile), ist privat krankenversichertung und heiratet Deutsche. Er musste sich privat versichern, da aus irgendwelchen Gründen die rechtliche Lage für eine gestzliche Krankenversicherung unmöglich war. Wie ist das nun, wenn wir heiraten? Solange ich arbeite, bin ich einfach weiter bei meiner eigenen Krankenkasse versichert, korrekt? Was geschieht im Falle einer Mutterschaft?

  2. Ist es möglich, dass sich die rechtliche Lage nach der Heirat so ändert, dass auch er sich nicht-privat krankenversichern kann? Das wäre in unserer Situation von erheblichem Vorteil. Bitte kurze Info, wenn jemand Bescheid weiss, bzw. weiss, wo man das herausbekommen kann.

Vielen Dank und Gruss,
Corrie

Hallo,
was macht denn der zukünftige Ehegatte beruflich ?

Gruss

Günter Czauderna

Hallo,
was macht denn der zukünftige Ehegatte beruflich ?

Mittleres Management
Er hat mir gestern wohl auch erklärt, dass es an der Einkommensgrenze liegt. Aber was gibt es noch für Möglichkeiten? Er möchte Frau und Kind nicht privat versichern, weil das einfach jede Menge Geld schluckt.

Hallo,
du hast die Möglichkeit dich nach der Schutzfrist und dem Wegfall
des Erziehungsgeldes freiwillig bei deiner bisherigen Krankenkasse
weiterzuversichern. Für die Beitragsberechnung wird die Hälfte
deines Einkommens und die Hälfte des Einkommens deines Ehegatten
herangezogen - ein Freibetrag für das Kind (603,00€ ?!) wird da
noch abgezogen.
Ob das Kind dann bei dir kostenlos mitversichert werden kann
ist fraglich, da dein Ehemann offensichtlich über der Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung verdienst.
Du musst deshlab für das Kind ebenfalls mit einem freiwilligen
Beitrage von mindestans ca. 121,00 € rechnen (Kommt auf die
Krankenkasse an.)

Gruss

Günter Czauderna

Es wird Zeit…
dass man diese Familienfeindlichkeit der PKVs abstraft.

Die Auslegung ist im wahrsten Sinne asozial und behindert Familien in Deutschland.

Gruß

Matthias

dass man diese Familienfeindlichkeit der PKVs abstraft.

Die Auslegung ist im wahrsten Sinne asozial und behindert
Familien in Deutschland.

Hallo Matthias!

Das sehe ich aber nicht so - die PKV verlangt halt Risiko bezogen Beiträge: je mehr Leute versichert werden, je älter und ggf. „kränker“ die sind desto höher der Beitrag.
Das halte ich für technisch korrekt und richtig so.

Die GKV macht bis heute durch die Familienversicherung, bei der Mitglieder mit eigenem Einkommen unter 400 Euro kostenfrei mitversichert werden, permanent Verluste. Deshalb sind die Beiträge für Einzelne auch so hoch, und trotzdem muß der Staat noch zuschießen.

Es wäre doch viel gerechter, diesen Familien-Ausgleich bzw. die gesellschaftlich gewünschte Förderung der Familien -
(und bitte da auch nur die Familien im engeren Sinne, sprich Eltern mit ihren Kindern, nicht auch noch Kinderlose, bei denen der Eine schon so viel verdient dass der Andere sich ohne Arbeit ein schönes Leben machen kann) -
ausschließlich aus Steuermitteln vom Staat finanzieren zu lassen, oder?

Michael