Krankenversicherung

Hallo liebe Experten,

hab gerade ein immenses Krankenversicherungs-Problem:
Ich war bis Ende Februar im Ausland und habe dort gearbeitet. War dann noch unterwegs und bin seit April wieder in Deutschland. Da ich seitdem nur ca. 450 Euro monatlich verdiene und davon 250 Euro Miete zahle, hatte ich keine Krankenversicherung. Kann es mir eigentlich immer noch nicht leisten, mich zu versichern, da jetzt aber meine Schwester meinte, dass sie mir das Geld leiht, wollte ich es doch tun. Nun meinte die Dame von meiner Krankenversicherung, dass ich mich ab dem 01.03. versichern lassen müßte. Ich weiss jetzt, dass das gesetzlich so ist - was ich wirklich nicht verstehe, denn dafür dass ich jetzt monatelang nicht zum Arzt gegangen bin, weil es einfach nicht ging wollen sie jetzt noch Geld von mir - aber ich kann es beim besten Willen nicht bezahlen. Jetzt wollte ich von Euch wissen, ob es da irgendeine andere Möglichkeit gibt. Private Versicherung? Wie teuer ist die? Muss ich mich da auch um Monate nachträglich noch versichern lassen? Was hab ich jetzt eigentlich für Chancen? Muss ich ohne KV bleiben? Hat ja jetzt ein paar Monate lang geklappt - mulmig ist mir da jedoch schon. Mich ab jetzt versichern könnte ich, wie gesagt, weil das meine Schwester irgendwie auftreibt, ein paar hundert Euro dazu noch bezahlen kann ich aber beim besten Willen nicht.
Vielleicht hat ja jemand von Euch irgendeine Lösung für das Problem?

Vielen vielen Dank für die Hilfe!

M.

Hallo,
das mit dem 1.3.2004 stimmt - du hast die Möglichkeit der freiwilligen
Weiterversicherung, das aber nur nahtlos, also ab dem 01.03.2004.
Dass Du keine Leistungen in Anspruch genommen hast spielt dabei
eine untergeordnete Rolle - denn die Kasse trägt das Risiko ab
dem 01.03.2004.
Das heisst nichts anderes als wenn Du ab dem 01.03.2004 krank geworden
wärst hätte auch die Kasse leisten müssen, selbst dann wenn du
dich rückwirkend (heute ab 01.03.2004) versichert hättest.

Gruss

Günter Czauderna

PS. Für die Privatversicherung gibt es andere Experten (Raimund)

Hallo,

danke für die Antwort.
Aber weisst Du zufällig auch, ob ich sonst noch Möglichkeiten habe? Wie gesagt, diese rückwirkende Versicherung geht beim besten Willen nicht - weiss auch nicht, wie die sich das vorstellen - ich bin finanziell wirklich komplett am Ende und habe genau deshalb auf Arztbesuche verzichtet.
Weisst Du, wie das dann bei einer privaten ausschaut?

Danke und Gruss,
M.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo M.,

du bist also zur Zeit freiberuflich oder selbständig tätig. Stimmt doch oder?

Hast du nicht eventuell die Möglichkeit dich irgendwo für z.B. die 450 Euro, die du verdienst, anstellen zu lassen. Damit wärst du pflichtversichert in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Natürlich kann man dich auch ab 01.08.2004 privat versichern, wenn dein Gesundheitszustand es zulässt. Dabei sollte man allerdings nicht damit werben, dass du pleite bist, denn bei einem Krankenversicherungsantrag ohne Vorversicherung spielt auch die Bonität eine Rolle und die meisten Versicherer holen ohnehin eine Wirtschaftsauskunft ein.

Bei deinem Einkommen würde ich, an deiner Stelle, zunächst die erste Möglichkeit in Angriff nehmen.

Gerne kann ich dir aber auch „preiswerte“ PKV-Lösungen per Mail oder Fax zukommen lassen, wenn es mit der GKV nicht klappt.

Gruß
Ralf

danke für die Antwort.
Aber weisst Du zufällig auch, ob ich sonst noch Möglichkeiten
habe? Wie gesagt, diese rückwirkende Versicherung geht beim
besten Willen nicht - weiss auch nicht, wie die sich das
vorstellen - ich bin finanziell wirklich komplett am Ende und
habe genau deshalb auf Arztbesuche verzichtet.
Weisst Du, wie das dann bei einer privaten ausschaut?

Danke und Gruss,
M.

Hallo,
das mit dem 1.3.2004 stimmt - du hast die Möglichkeit der
freiwilligen
Weiterversicherung, das aber nur nahtlos, also ab dem
01.03.2004.
Dass Du keine Leistungen in Anspruch genommen hast spielt
dabei
eine untergeordnete Rolle - denn die Kasse trägt das Risiko ab
dem 01.03.2004.
Das heisst nichts anderes als wenn Du ab dem 01.03.2004 krank
geworden
wärst hätte auch die Kasse leisten müssen, selbst dann wenn du
dich rückwirkend (heute ab 01.03.2004) versichert hättest.

Gruss

Günter Czauderna

PS. Für die Privatversicherung gibt es andere Experten
(Raimund)

Hallo Ralf,

bei 450 Euro Einnahmen und 250 Euro Miete ist m.E. keine private Krankenversicherung empfehlenswert, weil selbst Basistarife nicht finanzierbar sind.

Gerne kann ich dir aber auch „preiswerte“ PKV-Lösungen per
Mail oder Fax zukommen lassen, wenn es mit der GKV nicht
klappt.

Gruß
Ralf

danke für die Antwort.
Aber weisst Du zufällig auch, ob ich sonst noch Möglichkeiten
habe? Wie gesagt, diese rückwirkende Versicherung geht beim
besten Willen nicht - weiss auch nicht, wie die sich das
vorstellen - ich bin finanziell wirklich komplett am Ende und
habe genau deshalb auf Arztbesuche verzichtet.
Weisst Du, wie das dann bei einer privaten ausschaut?

Danke und Gruss,
M.

Die Lösung wird wohl das Sozialamt sein, wenn die Rückwärtsversicherung nicht möglich ist.

Viele Grüße
Thorulf Müller

Hallo Thorulf,

bei 450 Euro Einnahmen und 250 Euro Miete ist m.E. keine
private Krankenversicherung empfehlenswert, weil selbst
Basistarife nicht finanzierbar sind.

stimme ich dir vollkommen zu, deshalb habe ich auch preiswerte in Anführungszeichen gesetzt. Spätestens mit dem Angebot hätte sich diese Möglichkeit von alleine erledigt, weil nur noch Geld für 30 Portionen Fritten pro Monat übrig bliebe, es sei denn, M. hätte die Möglichkeit plötzlich höhere Einkünfte zu generieren.

Gerne kann ich dir aber auch „preiswerte“ PKV-Lösungen per
Mail oder Fax zukommen lassen, wenn es mit der GKV nicht
klappt.

Gruß
Ralf

danke für die Antwort.
Aber weisst Du zufällig auch, ob ich sonst noch Möglichkeiten
habe? Wie gesagt, diese rückwirkende Versicherung geht beim
besten Willen nicht - weiss auch nicht, wie die sich das
vorstellen - ich bin finanziell wirklich komplett am Ende und
habe genau deshalb auf Arztbesuche verzichtet.
Weisst Du, wie das dann bei einer privaten ausschaut?

Danke und Gruss,
M.

Die Lösung wird wohl das Sozialamt sein, wenn die
Rückwärtsversicherung nicht möglich ist.

Meines Erachtens sollte sie zumindest diesen Monat schon mal Wohngeld beantragen. Da besteht bestimmt ein Anspruch. Deswegen hier schon mal der Link für M. zu den Voraussetzungen:
http://www.bmvbw.de/bmvbw-.302.6872/.htm

Gruß
Ralf

Hallo Ralf,

das mit dem Wohngeld ist auch so eine Sache - sobald ich zum Sozi-Amt gehe, werden doch die Eltern zur Rechenschaft gezogen - ist das nicht so? Und dann wirds problematisch für mich…

Danke,
M.

Meines Erachtens sollte sie zumindest diesen Monat schon mal
Wohngeld beantragen. Da besteht bestimmt ein Anspruch.
Deswegen hier schon mal der Link für M. zu den
Voraussetzungen:
http://www.bmvbw.de/bmvbw-.302.6872/.htm

Gruß
Ralf

Hallo liebe Experten,

hab gerade ein immenses Krankenversicherungs-Problem:
Ich war bis Ende Februar im Ausland und habe dort gearbeitet.
War dann noch unterwegs und bin seit April wieder in
Deutschland. Da ich seitdem nur ca. 450 Euro monatlich
verdiene und davon 250 Euro Miete zahle, hatte ich keine
Krankenversicherung.

Wo arbeitest Du denn für dieses Geld? Und wovon lebst Du den ganzen Monat???
Mit diesem Betrag bist Du doch über der Geringverdienergrenze und somit in der Gleitzone (400,01€ - 800,00€).

Gruß

Makea

Hallo M. usw.,

das mit dem Wohngeld ist auch so eine Sache - sobald ich zum
Sozi-Amt gehe, werden doch die Eltern zur Rechenschaft gezogen

  • ist das nicht so? Und dann wirds problematisch für mich…

soweit ich weiß beim Wohngeld nicht. Es sei denn, du befindest dich noch in der Ausbildung und hast Anspruch auf Unterhalt durch deine Eltern.

Gehe mal auf diese Seite:

http://www.stadtentwicklung.berlin.de/wohnen/wohngeld/

Da kannst Du, je nach Wohnort, sogar online einen Antrag stellen. Zumindest kann man einen Antrag online ausfüllen und dann ausdrucken. Der Antrag sollte auf jeden Fall noch diesen Monat gestellt werden, damit du auch für Juli noch Anspruch hast. Du könntest immer noch einen Rückzieher machen, wenn Angaben deiner Eltern gefordert würden.

Danke,
M.

Gern geschehen!
Ralf

Meines Erachtens sollte sie zumindest diesen Monat schon mal
Wohngeld beantragen. Da besteht bestimmt ein Anspruch.
Deswegen hier schon mal der Link für M. zu den
Voraussetzungen:
http://www.bmvbw.de/bmvbw-.302.6872/.htm

Gruß
Ralf

hallo muenchen,

versuche doch in ein Arbeitsverhältnis zu kommen, und wenn Du nichts finden solltest, dann gehe ein Angestelltenverhältnis mit Deinen Eltern ein, evtl. als Hausmeister oder Pflegekraft, dann bist Du pflichtversichert. Ein Angestelltenverhältnis zwischen Eltern und Sohn bzw. Tocher ist juristisch einwandfrei und Du bist krankenversichert …

gruss

chatboy

Hallo Raimund,

ist schon klar. Ich könnte sie auch als VN bei schlechter Bonität und schlechtem Gesundheitszustand versichern.

Im vorliegenden Fall aber sicher nicht angebracht.

Trotzdem danke

Ralf

hallo Ralf,
es ist machbar!
Doch nur dann, wenn der Versicherungsnehmer z.B. die Schwester
ist und ein regelmäßiges Einkommen hat. Dann interessiert
nicht die Bonität des zu Versichernden, sondern die des VN.
Allerdings haftet der auch für den Beitrag.
grüße
Raimund