Die klassischen Treppenwitze
Hallo,
man sollte nicht auf Gerüchte und die klassischen Märchen hereinfallen!
Macht insbesondere dann keinen Sinn, wenn Frau noch jung ist
und nicht weiß ob sie mal Kinder haben will oder nicht oder
doch weiter arbeitet etc…
Also: Frau ist jung und weiß nicht ob Sie Kinder will. Was spricht jetzt bgegen eine PKV?? Die besseren Leistungen während der Schwangerschaft, der Status als Privatpatient während der Geburt???
Während sich die GKV schön den
Einnahmen anpasst muß die PKV weiter bedient werden.
Falsch, wenn die Frau die Möglichkeit hat sich PKV zu versichern, dann muss Sie, wenn Sie es nicht tut, freiwilliges Mitglied in der GKV sein. Da bleibt Sie dann auch nach der Geburt freiwilliges Mitglied und beitragspflichtig!
Das kann
für den Mann (so weit einer als Verdiener vorhanden ist) ganz
schön teuer werden.
Also: der mann ist alleinverdiener und in der GKV während die Frau in der PKV ist. Also die Frau hat das höhere Einkommen, weil Sie ist freiwillig und er ist pflichtig (weil sonst wäre er ja auch in der PKV!) und Sie macht die Elternzeit??? In welcher Welt leben Sie eigentlich?
Insbesondere für allen erziehende Mütter
(und die werden ja doch immer mehr) liegen da die Vorteile der
GKV auf der Hand, in der die Kinder dann noch mitversichert
sind.
Allein erziehend meinen Sie. Ja, die allein erzeihende versicherungsfreie Frau macht 3 Jahre Elternzeit. Klar! Und die Familienversicherung, die beitragsfreie, ist das nächste Streichobejkt der Sozialversicherung. Um ganz ehrlich zu sein hat die Familienpolitik nichts in den Sozialversicherungen zu suchen, sondern gehört in die Fiskalpolitik.
Wenn eine Frau ganz klare Vorstellungen von ihrem Leben
hat, will ich eine PKV nicht ausschließen oder aber, wenn man
aus dem gröbsten raus ist.
Die meisten Frauen, die Versicherungsfrei sind, haben sehr genaue und klare Vorstellungen von Ihrer persönlichen Zukunft, im Gegensatz zu den männlichen Gegenstücken! Frauen sind in der Beratung wesentlich anspruchsvoller und werden daher von den Versicherungsverkäufern gemieden. Meine Erfahrung - ca. 60% Frauenanteil im Neugeschäft PKV - ist, dass Frauen als versicherungsfreie Personen in der GKV noch weniger sinnvoll aufgehoben sind, als Männer und dies sehr wohl erkennen, wenn man alle Fallkonstellationen durch geht!
Wie gesagt, nach meinen Erfahrungen war die PKV für Frauen im
gebärfähigem Alter so um die 30 nur teuer. Eine Bekannte
hingegen ist jetzt knapp 50 und hat sich erst jetzt für die
PKV entschieden. Da hat sich das scheinbar gelohnt. Schaun wir
mal, wie sich da die Beiträge entwickeln ;o)
Für 30 jährige Frauen ist die PKV genauso wenig teuer wie für 50 jährige oder gleichaltrige Männer. Der presi ist unter dem Gesichtspunkt der Bildung von Alterungsrückstellung un in Abhängigkeit vom gewünschten Leistungsumfang angemessen.
Ich habe sehr wohl zur Kenntnis genommen, dass Sie eine Frau sind, scheinbar haben Sie und Ihr Umfeld andere Vorstellungen, als die Frauen, die ich üblicherweise berate! Das Märchen von der kostengünstigen Absicherung als Mutter können Sie aber beiseite schieben. Das ist Panikmache der GKV`n, die eigentlich keine vernünftigen Argumente mehr gegen die PKV haben und daher auf den „Angst- und Verunsicherungsfaktor“ (z.B. Beiträge im Alter, Familie, etc.) bauen.
Viele Grüße
Thorulf Müller