hallo,
ab herbst bin ich keine studentin mehr, weil ich mein studium
abbrechen werde.
ich verdiene mein geld mit programmieren und habe hierfür ein
gewerbe angemeldet. sehe ich das richtig, dass ich als
selbständige krankenversicherungstechnisch so richtig shclecht
dran bin?
ich verdiene weiss gott nicht viel und brauche noch dauernd
die unterstützung meiner familie. und der mindestsatz bei der
gesetzlichen krankenasse für selbständige liegt irgendwie bei
250 euro???
na vielen dank.
auf der anderen seite habe ich angst, mich privat zu
versichern. einfach, weil mir das alles sehr undurchsichtig
vorkommt. habe die nicht konkretisierbare angst, in eine
„versicherungsfalle“ zu tappen, - plötzliche steigende
beiträge, die gestezliche vesicherung nimmt einen nicht mehr
zurück…
leider ist es auch unmöglich, zu diesem thema sinnvoll was zu
ergooglen, weil nur werbung und späm erscheint. was wieder
meine meinung bestätigt, dass das versicherungsgeschäft ein
verdammt unseriöses ist.
Hallo Elena,
zu deinen Fragen wie folgt - auf die Gefahr hin, daß ich für dich unseriös bin, da ich ja für einen Versicherer arbeite:
meine konkreten fragen lauten:
-ist es der pure irrsinn, sich nicht zu versichern?
Eindeutig ja!!! die Wahrscheinlichkeit, daß man sein Leben ohne Krankheiten, Unfälle, Vorsorgeuntersuchngen und so weiter übersteht halte ich für extrem unwahrscheinlich. Da du selbst schreibst, daß deine finanziellen Möglichkeiten nicht allzu rosig sind zur Zeit der pure Wahnsinn.
-ist es wirklich soo teuer als freiwillig gesetzlich
versicherter (und warum eigentlich, wollen die einen dann
nicht??)
Ohne eine Angabe von verschiedenen Daten (Alter, Einkommen, Krankengeschichte usw.) kann man dazu nichts sagen.
-was ist schlimm an privaten krankenversicherungen/wer kann da
was empfehlen/wie teuer würde das werden/kann man da später
auch wechseln oder unterschreibe ich da einen lebenslangen
vertrag???
siehe oben. Was ich empfehlen würde wäre mich mit den beiden ganz verschiedenen Systemen (GKV / PKV) und dann auch dort jeweils mit verschiedenen Anbietern auseinanderzusetzen.
Im Vergleich zu den Kostensteigerungen und Leistungseinbußen als GKV Mitglied haben zum Beispiel einige PKVen Ihre Beiträge erheblich weniger nach oben angepasst in den vergangenen Jahren. Dazu gibt es Vergleichszahlen, die gute Berater oder auch Verbraucherschützer liefern können. Diese sind keine Garantie für die Zukunft, aber ein Anhaltspunkt
Die Frage was ist schlimm an der PKV kann ich nicht nachvollziehen weil es sich um eine ganze Zahl von Unternehmen handelt.
Zu den Kosten kann man naturgemäß nichts sagen, da der Versicherungschutz von einer normalen Leistung (analog zur GKV) bis hin zur Luxusversorgung reichen kann. Also ein breites Spektrum.
Positiv würde ich bewerten, daß ich in der PKV einen Vertrag mit einem Anbieter habe, und da stelle ich mich besser, als wenn ich mich den Entscheidungen der Politiker bei der 27. Gesundheitsreform ausliefere.
Grundsätzlich ist ein Wechsel möglich. Allerdings sollte man auch dann genau beachten, ob das Sinn macht. In der PKV erlangt man durch die Jahre die man in einem Tarif ist Alterrungsrückstellungen (nur eine von mehreren Möglichkeiten Tarifsteigerungen im Alter abzufedern). nach heutigem Stand kann man diese nicht von einer PKV in eine andere mitnehmen, so das ein Wechsel nach vielen Jahren meist nicht mehr wirklich sinnvoll ist.
Ich würde das Thema wirklich sehr sorgfältig angehen und mich ausführlich beraten lassen. Ich persönlich habe meinen Schritt in die PKV vor nahezu 15 Jahren (und damals hatte ich keinen beruflichen Bezug zu einer Versicherung)nicht bereut, aber das kann in einer anderen persönlichen Situation ganz anders aussehen und muss nicht für alle gleich gelten.
vielen dank,
elena
Bitte schön
Michael Rasche