Krankenversicherung- Zeitsoldat- und dann?

Hallo liebe Wissende,
folgende Situation: Mein Sohn ist gestern zum Zeitsoldaten für 4 Jahre ernannt worden. Mit der Urkunde bekam er mehrere Infobroschüren - so weit - so gut. Nun zu der Krankenversicherung. Er wird aufgefordert, binnen 3 Monaten ab Ernennung dafür Sorge zu tragen, wie seine KV nach den 4 Jahren sein wird.

Schritt 1 - Anruf bei der bisherigen Ersatzkasse. Nein, eine Ruhensversicherung gibt es nicht. Er könne sich nur zu vollem Beitrag weiterversichern. Mein Bemerken, mir läge eine anderslautende Schrift vor — das ist unbekannt. Warum wir denn überhaupt schon jetzt fragen würden - es sei doch Zeit, wenn der Wehrdienst zuende sei. Dann käme ja eine versicherungspflichtige Tätigkeit und dann sei er doch versichert.

Schritt 2 – Frage meinerseits, wie sicher das sei und warum sie nichts davon wüßten, wo doch in der Broschüre stände… Antwort: na, Papier ist geduldig, bei ihrer Versicherung sei jedenfalls nichts möglich, nur voller Beitrag - aber Pflegeversicherung würden sie machen.

Schritt 3: – ich Broschüre erneut gewälzt (das ist für eine Beamtin sehr schwer *ggg*), da steht aber Bei Eintritt als Zeitsoldat muss innerhalb 3 Monaten die gesetzliche Versicherung abgeschlossen sein, zu einem ermäßigten Satz von meist bei 30 Euro.

Schritt 4: Anruf bei der Kasse, Text vorgelesen. Grübeln am anderen Ende. Der Fall war noch nie (ups, so selten sind Zeitsoldaten doch nicht, oder?) tja, vielleicht sei es besser in die private KV zu gehen.

Liebe www.ler, was ist denn nun. Die Broschüre ist neu aufgelegt, macht auch Sinn, doch zum vollen Beitrag wenn mein Sohn sogen. Heilfürsorgeberechtigter ist, irgendwas stimmt da doch nicht, oder? 14,9 % vom Einkommen, wenn gar keine Leistungen?

Tja und in der Broschüre steht; wer gibt weitere Auskünfte?
Die Sozialberater (beim Bund) - der hat ihn nach Hause geschickt, dort Erkundigungen einzuziehen.
Die gesetzlichen KVerungen – haben keine Ahnung
Die privaten KVerungen – wollen natürlich sofort versichern.

Und dann der Abschlußsatz: Jeder Soldat auf Zeit muß bereits zu Beginn der Dienstzeit den KVSchutz für die Zeit nach dem Ausscheiden aus der Bundeswehr eigenverantwortlich regeln.

Wir sind ratlos. Könnt ihr helfen?

Danke kikut

hallo

folgende Situation: Mein Sohn ist gestern zum Zeitsoldaten für
4 Jahre ernannt worden. Mit der Urkunde bekam er mehrere
Infobroschüren - so weit - so gut. Nun zu der
Krankenversicherung. Er wird aufgefordert, binnen 3 Monaten ab
Ernennung dafür Sorge zu tragen, wie seine KV nach den 4
Jahren sein wird.

Schritt 1 - Anruf bei der bisherigen Ersatzkasse. Nein, eine
Ruhensversicherung gibt es nicht. Er könne sich nur zu vollem
Beitrag weiterversichern. Mein Bemerken, mir läge eine
anderslautende Schrift vor — das ist unbekannt. Warum wir
denn überhaupt schon jetzt fragen würden - es sei doch Zeit,
wenn der Wehrdienst zuende sei. Dann käme ja eine
versicherungspflichtige Tätigkeit und dann sei er doch
versichert.

Da habe die Recht! Wer weiß den jetzt schon, wie man in 4 Jahren sich versichert?
Eine GKV (Kasse) hat ke4ine Anwartschaftversicherung. Das gibt es nur bei den privaten. Denn die Kasse hat als Ei´ntrittskriterium das Einkommen, die Privaten aber das Alter und den Gesundheitszustand.
Deswegen gibt es ja die AV

Schritt 2 – Frage meinerseits, wie sicher das sei und warum
sie nichts davon wüßten, wo doch in der Broschüre stände…
Antwort: na, Papier ist geduldig, bei ihrer Versicherung sei
jedenfalls nichts möglich, nur voller Beitrag - aber
Pflegeversicherung würden sie machen.

Klar: müssen die Soldaten ja auch machen. Doch würde ich die nicht bei der GKV machen, denn da muss er dem Höchstbeitrag zahlen. Bei den privaten je nach Alter.

Schritt 3: – ich Broschüre erneut gewälzt (das ist für eine
Beamtin sehr schwer *ggg*), da steht aber Bei Eintritt als
Zeitsoldat muss innerhalb 3 Monaten die gesetzliche
Versicherung abgeschlossen sein, zu einem ermäßigten Satz von
meist bei 30 Euro.

Der meint vermutlich die Pflegeversicherung
Ich habe gerade mit einem Fachmann für Freie Heilfürsorge gesprochen:
er sollte sich für eine Private (Bamtentarif) entscheiden ud bei Abschluss der Versicherung gleich den Vertrag in eine kleineAnwartschaftsversicherung umwandeln. Dazu unbedingt die Pflegepflichtversicherung.

Grüße
Raimund

Hallo Raimund,
kleine Korrektur - es gibt für diesen Fall sehr wohl eine
Anwartschaftversicherung zu einem wirklichen günstigen Beitrag.
Ob er die abschliessen will (bei uns ginge das problemlos) bleibt
allerdings ihm überlassen.
Ich habe nun schon zwei Fälle die ziemlich gleich abgelaufen sind.
Zeitsoldat auch acht Jahre (??), während des Dienstes erkrankt
(kein Unfall oder Wehrdienstschaden). Aus dem Dienst erwerbsunfähig
entlassen mit Übergangsgebührnissen - kein Beitrittsrecht zu
gesetzlichen Kasse - eine private hat ihn nicht genommen - musste
Rente beantragen und ist nicht krankenversichert.
Der zweite Fall lief so ähnlich - also macht die Anwartschaft
doch Sinn und es gibt Sie auch - man muss nur hartnäckig bleiben.

Gruss

Günter

Hallo Günter,

kleine Korrektur - es gibt für diesen Fall sehr wohl eine
Anwartschaftversicherung zu einem wirklichen günstigen
Beitrag.

Was bringt mir eine Anwartschaftversicherung bei der GKV? Dass sich im Falle einer Dienstunfähigkeit aufgenommen werden kann? Das können in diesem Fall die privaten besser und günstiger, denk an die Pflegepflichtversicherung.

Ob er die abschliessen will (bei uns ginge das problemlos)
bleibt
allerdings ihm überlassen.
Ich habe nun schon zwei Fälle die ziemlich gleich abgelaufen
sind.
Zeitsoldat auch acht Jahre (??), während des Dienstes erkrankt
(kein Unfall oder Wehrdienstschaden). Aus dem Dienst
erwerbsunfähig
entlassen mit Übergangsgebührnissen - kein Beitrittsrecht zu
gesetzlichen Kasse - eine private hat ihn nicht genommen -
musste
Rente beantragen und ist nicht krankenversichert.
Der zweite Fall lief so ähnlich - also macht die Anwartschaft
doch Sinn und es gibt Sie auch - man muss nur hartnäckig
bleiben.

Das Problem bei Deinen beiden Fällen ist die Dienstunfähigket.
Das Problem KV hätte mit einer Anwartschaftversicherung gelöst werden können.
Doch die Dienstunfähigkeit ist Deutschland kranker Hund. Ich glaube zwar, dass ich jetzt eine Möglichkeit habe, eine genau angepasste DU anbieten zu können (wäre sogar ein Monopol *g*) Doch muss hier noch eine Versicherung über ihren Schatten springen.
Grüße
Raimund