Krankhafte Blutgerinnungsstörungen

Habe im Abstand von 10 Jahren nun zum 2. Mal eine tiefe Beinvenenthrombose erlitten (zuerst re. dann links jew. bis zum OS). Gleichzeitig wurde radiologisch eine „überstandene“ bds. Lungenembolie „nachträglich“ festgestellt, weil bei der Einnahme von Marcumar eine Blutungsquelle vorher auszuschließen ist. Wahrscheinlich ist die Thrombose auch erblich, weil meine Nichte im Alter von 27 Jahren urplötzlich verstorben ist. Habe ich nun gr. Probleme mit der Gerinnung, so daß eine krankhafte Störung anderweitig zu behandeln wäre (Gefäßproblematik Herzinfarkt, Schlaganfall und andere Thrombosen). Die ganze Sache nervt mich sehr.
Wer hat hier Informationen und Hinweise. Herzlichen Dank dafür im voraus. Bräuchte darüberhinaus beide Kniegelenke wg. schwerer Arthrose, schiebe aber immer wieder hinaus, weil ich Thromboseangst habe.
bose

Als vererbare Blutgerinnungsstörung kenne ich das sog. „Faktor V“ Leiden. Es gibt auch erworbene Blutgerinnungsstörungen wie z.B. das Antiphospolipid-Syndrom (APS-Syndrom) Du kannst zu einem Hämatologen besser noch Hämostaseologen gehen und dich testen lassen, ob irgendeine Gerinnungsstörungen, es muß ja keine von diesen sein, bei dir vorliegt. Man sollte dies eigentlich auch tun, wenn Thrombosen in der Vergangeheit vorlagen.

Der erste Schritt sollte der Versuch sein, die Ursache Deiner Blutgerinnungsstörung zu finden. Dazu empfehle ich Dir, Dich mit der Ambulanz einer Uni Klinik in Verbindung zu setzen. Viele haben eine eigene Gerinnungsambulanz.
Du musst damit rechnen, eine erbliche Gerinnungsstörung zu haben. Wenn sie bekannt ist, z.B. Antithrombin III Mangel, Protein C Mangel etc, ist schon viel gewonnen, weil man dann gezielt eingreifen kann. Z.B. nach einer Knieoperation mit der Infusion von AT III, Heparin etc. Mit diesen Vorsichtsmaßnahmen ist eine Knieoperation dann nicht mehr wesentlich gefährlicher als normal.
Udo Becker