Krankheit der Gesellschaft

Worin genau besteht die „Krankheit der Gesellschaft“?
Andere Begriffe in diesem Zusammenhang sind „Kollektive (Zivilisations-)Neurose“, Menschheitsneurose, Gesellschaftsneurose, Kollektivneurose, Soziose.

„Entfremdung“, „Fremdsteuerung“ sollen Begleitumstände sein und „latente Angst“ bzw. eine typische „Abwehr- und Vermeidungshaltung“.

Ich will herausfinden, wie der einzelne Mensch zu seiner „neurotischen“ Beeinträchtigung kommt und, wie er diese Störung nachhaltig überwinden kann - vor allem auch die Angst.

Wer kennt Literatur / Internet-Seiten, die darüber Aufschluß geben?

Hallo heurka47,

wa ich höre ist die Frage nach einem evtl. Zusammenhang zwischen gesellschaftlichen Gefühlszuständen und individuellem Erleben.
Wenn ich das so richtig verstanden habe suchen Sie für sich selbst eine Antwort oder auch einen Weg heraus aus solchen Zuständen.
m.e. kommen ASie weiter, wenn Sie sich mit der Litaratur von Alice Miller z. B. „Das Drama des begabten Kindes“ - „Am Anfang war Erziehung“ auseinandersetzen. Konkreter geht es kaum.
mfg
IB

Worin genau besteht die „Krankheit der Gesellschaft“?

Hallo heureka,

ich bin zwar in diesem Forum noch registriert, schreibe aber schon seit Jahren hier nicht mehr.
Nun bin ich über meine email darüber informiert worden, dass Du mich zu diesem Thema befragen wolltest und ich antworte auch gerne so gut ich kann darauf.
Vielleicht kannst Du mich auch wissen lassen, auf welchem Thread Du dieses Thema eröffnet hast.

Nun zu Deiner Frage:
Ganz offensichtlich willst Du mit dieser Formulierung nach der Ursache für diese, ohnehin bereits für jeden ersichtlichen Fehlentwicklung auf allen Gebieten des menschlichen Zusammenlebens fragen.

Mit der Abstraktion auf eine mögliche „Krankheit“ verkompliziert man aber nur, was einerseits schon seit geraumer Zeit aufgeklärt ist und andererseits gar nicht so schwer zu verstehen ist.

Die - letztlich zwar banale, aber in der Praxis eben folgenschwere - Ursache für jedes beliebige adressierbare „Problem“ ist in einem wirklichkeitsfremden PRINZIP auffindbar, nach welchem aber alle „Gesellschaften“ (Staaten) organisiert sind und in Gestalt der so genannten „Gesetzgebung“ letztlich so wirksam wird, dass es alle diese von Dir als „Krankheiten“ bezeichneten Folgen hervor bringt.
Seien diese dann solche gesellschaftlicher oder individueller Natur.

In einem anderen Forum habe ich dieses PRINZIP vor einigen Tagen so darzustellen versucht:

Zitat:

"“Niemand könne wissen, was „Mensch“ sein würde und warum. Dies könne daher letztlich nur so auch für alle verstehbar heraus gefunden werden, indem welche über „gesetzliche Bestimmungen“ allen anderen vor-schreiben dürfen (dieses RECHT hätten), wie diesbezüglich vorzugehen wäre.
Auf diese Vorgangsweise haben dann auch alle Menschen konditioniert ( = unter nach Belieben definierbaren Strafdrohungen dazu gezwungen) zu werden, und wenn dabei aber dieses so definierte Ziel nicht erreicht würde, dann sind nicht die „Machthaber“, die das so vor-geschrieben haben, daran Schuld, sondern die zu diese Zweck konditionierten „Untertanen“, weil sie sich nicht an die entsprechenden „Bestimmungen“ gehalten hätten.
Um dem vorzubeugen, sind auch entsprechende Überwachungsstrukturen zu schaffen… usw. usw. … wie ja auch aus der heutigen Praxis bestens bekannt ist, das alles nur nicht mehr in diesem (Ur)Zusammenhang gesehen wird…!?!?!?!?!?

Wenn man nun so will, lässt sich dieser Gesichtspunkt an der Gesetzgebung und damit auch an der (angeblichen) „Rechtsprechung“ wie der Keim eines Unkrautes betrachten, der seit damals zu wuchern begonnen hat und bis heute in allen seinen bekannten „Auswüchsen“ bereits global alles Leben zu unterdrücken und zu ersticken droht. (siehe Nachrichten)" (Zitat Ende)

Und wenn Du nun so willst, dann ist eben genau „nur“ das die „Grunderkrankung“ und alles andere, was sich dann daraus manifestiert, die SYMPTOME davon.

In dieser Verkürzung hört es sich einfach an, letztlich ist es aber erst aus einer ganzheitlichen Betrachtung der Hintergründe und Zusammenhänge auch für wen, der das bisher noch nicht so sehen konnte, nachvollziehbar, dass und warum es auch wirklich so ist.

Aus eben diesem Grund habe ich auch einen Blog dazu erstellt, auf dem sich jeder der will, diesbezüglich informieren kann: http://www.gertkriwetz.wordpress.com/

Aber lass´ mich bitte auch wissen, wo im Forum Du dieses Thema eröffnet hast, ich würde dann gerne ab und an nachgucken, wie sich die Diskussion darüber entwickelt. (meine email: [email protected] )

LG Gert

Sory, aber die Frage ist für mich zu komplex, als daß ich mich dazu äußern könnte.
Gruß
Burkhard

Keine Ahnung

Ergänzung: In der deutschen Angstzeitung Heft 5+7 sind die ca. 250 häufigsten!!! Angstkrankheiten aufgeführt.

Hallo heureka47

wenn sie Fachliteratur benötigen gehen sie dort hin wo es diese gibt , wenn sie selbst Hilfe benötigen gehen sie zu einen Therapeuten der sich damit auskennt , denn es ist sehr schwer sich selbst zu Therapieren
und bei der Heilung ist es nicht so wichtig wie alles war sondern wie es sein kann
was ist wichtiger ? Recht zu haben oder Glücklich sein

Lieben gruß Ralf

Hallo heureka47,

es gibt nicht die EINE krankheit einer gesellschaft. es sind viele themen, die du da in einen topf schmeißt. krankheit der gesellschaft entsteht aus der geschichte des jeweiligen volkes, einer kombination aus zeitlich autretenden themen, politischen richtungen sowie regionaler kulturgeschichte. allein das ist schon ein weites feld.

sobald du das wort neurose u.ä. mit reinbringst, bewegst du dich eher im einzelmedizinischen bereich. da kommen nochmal ganz andere faktoren rein. plus den oben genannten.

und nicht zuletzt haben wir dann die familiengeschichten.

da du kollektivthemen bis hin zum ahnen bereich anpeilst, könnten dir vielleicht ansätze von bert hellinger weiterhelfen (z.B. auch landesaufstellungen)

wenn du aber den schwerpunkt auf den letzten absatz deiner frage richtest, also wie ein einzelner mensch raus kommt aus den von dir beschriebenen themen, allem voran ja scheinbar der angst, gint es verschiedene wege. einer wäre die direktarbeit - dazu gehören z.b. eft, met. wenn du es aufrollen und analysieren möchtest, wären da wege über analysetherapien und hypnose. desweiteren könnten auch hier bert hellinger- ansätze hilfreich sein (bitte nur unter professioneller anleitung). es kommt halt drauf an, ob du konkret DEINE angst überwinden möchtest, oder ob du eine wissenschaftliche abhandlung schreiben möchtest. entsprechen verschieden wären dann auch die quelle, die drida weiter helfen könnten.

viele grüße
silke

Hallo, leider kann ich da nicht wirklich weiterhelfen . Persönlich führe ich das auf Überforderung zurück - in den Medien wird uns das perfekte Menschenbild gezeigt - unser Selbstwert ist aber so gering, dass wir Angst haben dem nicht genügen zu können und deshalb verachtet zu werden - zu dick - zu alt - zu unbegabt…
Eine Steigerung des Selbstwertgefühl`s könnte helfen, aber vielleicht auch eine Relativierung unserer Bedeutung im Universum

Lieben Gruß und viel Erfolg bei dem sehr spannenden Thema
Irene

Liebe® Unbekannt,
ich kann dir/Ihnen in diesem Zusammenhang die Homepage Kristallmensch.net empfehlen. Dort wird dieses Gebiet im Hinblick auf alle Alltagsthemen des Menschen aus der geistigen Sicht betrachtet. Texte, Fragen&Antworten sowie Seminare zeigen erstaunliche Zusammenhänge und führen zu erstaunlichen „Heilungen“ bei der Leser- und Teilnehmerschaft, wie wir seit Jahren beobachten.

Herzlichen Gruß
Sabine Wolf

Da treffen nun ein Heuristiker und ein Empiriker aufeinander.
Du gehst das Thema wissenschaftlich an, ich habe vorüber 49
40 Jahren mich mit dem Thema erlebnisorientiert befasst.
Nach über 40 Jahren grausiger Fremdbestimmung machte ich mich daran, selbst über mein Leben zu bestimmen.
Es begann mit einem fortlaufenden Seminar „Lebensqualität“
und es folgte daraufhin mein Rückzug in mein Selbst.
1 ½ bis 2 Jahre zog ich mich in die Einsamkeit einer Parzellenbude am Weserufer zurück um mich an der entfremdeten Gesellschaft abzuarbeiten und mein Selbstsein
zu finden.
Das war überhaupt nicht einfach, ich heulte Nächte durch und schrieb über mein Leben in einer von mir schon im jugendlichen Alter in den 50er Jahren erkannten, mich krank machenden Gesellschaft.
Was mir an Literatur eine Hilfe war, das waren Erich Fromm`s
„Haben oder Sein“ und „Vom Haben zum Sein“.
Tatsächlich hatte ich mich nach dieser Zeit verändert.
Was ich noch über Entfremdung las waren von Fromm „Die Angst vor der Freiheit“ und andere Autoren wie z.B.
Marx, Freud, Adorno, Habermas u.a.m.
Ach ja, zur Angst. Das Problem stellte sich nicht mehr.

Schade, würde gerne mit Dir in Verbindung bleiben, nur wie,
die Moderatoren von w.w.w. haben sicher etwas dagegen, oder?
Liebe Grüße
Bollo

Tipp von heureka47: „Seelen-Oeffner“

Hallo und danke für diese interessante Frage. Es gibt sehr viele Bücher dazu und es ist die Frage, wo beginnt dein Denkansatz. Die kosmischen universellen Gesetze die hier wirken (der Materie, des Geistes, der Kausalität, der Analogie, der Resonanz etc.) sind für mich am besten in dem Buch „Sieben - die stille Revolution hat begonnen“ von Andreas Campobasso beschieben. „Herzensfeuer“ von Saleem Matthias Rieck bescheibt die Paradoxien des Lebens und der Polarität aus der Sicht der Beziehungsebene.

Aus der „Neurose“ zu kommen - das gab es hier ja schon mal vor 20 Jahren - der Energiezustand war so weit angewachsen, das das Niveau gekippt ist und etwas passierte - zum Glück so friedvoll. Doch es war nur eine vorrübergehende und scheinbare Lösung der globalen Themen.

Für mich gilt „Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt“ - ein Satz von Gandhi als Lebensmaxime. Präsenz/Stabilität gepaart mit Flexibilität und Lebensfreude in liebevoller Selbstverantwortung und herzlicher Offenheit - darin sehe ich unser gesellschaftliches Leben der Zukunft - und bei mir hat sie schon begonnen - das ist mein Leben und dazu lade ich dich herzlich ein.

Mit herzlichen Grüße

Ilona Strohschein

Deine Frage kann ich leider nicht beantworten - dazu weiß ich zu wenig: das ist ein rein wissenschaftliches Thema über das Dir Fachliteratur sicher besser Auskunft gibt.
Liebe Grüße, Thomas