Krankheiten der Eibe

Hi

Unser Nachbar hat jetzt die Chemiekeule ausgepackt, weil an seinen Eibenhecken und -büschen braune Äste aufgetaucht sind.

Es ist wirklich so, dass nur einzelne Äste komplett braun sind. Die restliche Pflanze sieht normal aus.

Was kann das sein? Mir missfällt, dass er da jetzt mit Gift sprühen lässt.

Grüße

Karana

Hallo!

Rückfragen:

  • heisst „braune Äste“ = trocken und tot? (oder rotbraun aber lebendig)
  • heisst „einzelne“ = mitten im Grün oder von unten her?
  • wo stehen die Eiben (im prallen Sonnenschein?)
  • wie lange sind die da? (Hecke schon jahrealt oder frisch gepflanzt?)
  • Gift: ist denn irgendwas an „Krabbelgeviech“ (oder Pilz) zu erkennen?

cu kai

Hallo,

bei immergrünen Nadelgehölzen - auch übrigens beim Gingko, der zwar nicht immergrün, aber ein Nadelbaum ist! - hilft Bittersalz. Und das nicht nur als Lösung an die Wurzeln gegossen, sondern, wenn man das bald tut, oft auch noch beim Versprühen auf die braun gewordenen Astbereiche, deren Nadeln sich (wenn nicht zu lange schon braun) wieder begrünen können.
Ob Dein Nachbar das einmal versucht?

S.I.

Hallo,

bei immergrünen Nadelgehölzen - auch übrigens beim Gingko, der
zwar nicht immergrün, aber ein Nadelbaum ist!

Nein! Er ist ein Nacktsamer, was die Nadelbäume auch sind, und gehört damit mit diesen in eine systematische Gruppe. Aber ein Nadelbaum ist der Gingko nicht.
LG Barbara

  • heisst „braune Äste“ = trocken und tot? (oder rotbraun aber
    lebendig)

Ich kann leider nicht so ohne weiteres das Grundstück des Nachbarn betreten und das näher betrachten.

Von weitem sieht es wirklich so aus, als seien die Äste tot, denn es ist wirklich kein bisschen Grün vorhanden.

  • heisst „einzelne“ = mitten im Grün oder von unten her?

Mitten in der Eibe sind einzelne Äste komplett braun, drumherum ist die Eibe normal (was ich von hier aus beurteilen kann).

Es sieht so ähnlich aus wie hier:

http://pflanzenschutzdienst.rp-giessen.de/fileadmin/…

Nur halt eben an der Eibe. Manchmal sind wie auf dem Bild nur einzelne „Triebe“ komplett braun, manchmal kleinere Äste. Wie gesagt, drumrum ist alles okay, auch nicht „angegilbt“ oderso.

  • wo stehen die Eiben (im prallen Sonnenschein?)

Von der Südseite sind größere Bäume drumrum, Nordseite steht frei.

  • wie lange sind die da? (Hecke schon jahrealt oder frisch
    gepflanzt?)

stehen dort schon seit Jahren.

  • Gift: ist denn irgendwas an „Krabbelgeviech“ (oder Pilz) zu
    erkennen?

Leider kann ich das von hier nicht sagen.

Danke für deine Hilfe!

Grüße

Karana

Hallo …,

ich schätze Kai hat schon das Wichtigste zum Thema geschrieben. So eine Pflanze mag keine pralle Sonne und braucht viel Wasser.
Unsere hier vorm Haus steht auch nicht immer im vollen Grün.
Wenn es braune Zweige gibt kann man so eine Hecke auch einmal zurückschneiden ohne das sie Schaden nimmt.
Etwas anderes ist es natürlich wenn es einen Befall gibt z.B. von Läusen …

Gruss Joe

http://blog.baumschule-newgarden.de/pflanz-und-pfleg…

es handelt sich wahrscheinlich um die Sorte T.m. „Hicksii“ oder auch T.m. „Strait Hedge“ die gerne als Heckenpflanze verkauft wird. Wennn diese Samen angesetzt hat, verbleiben diese bis eingangs des Winters an der Pflanze und verfaulen. Das ist soweit ganz normal. Jedoch gibt es bei großer Konz. von Samen den Befall von Botrytis. Und da ist nicht viele gegen zu tun, ausser man kennt die geeigneten Mittel. Die braunen Stellen nadeln jetzt ab und alles verwächst sich wieder. Gruss,weissnich