Krankheitsängste

Guten Tag,

ich bin ein 25 Jähriger Malermeister und leide seit ca einem Jahr an massiven Krankheitsängsten.Alles fing damit an das ich damals ein leichts stechen im linken Hoden verspührt habe.Für mich war klar „ich hab Hodenkrebs“ .Der Urologe konnte nichts feststellen und sagte mir das diese Schmerzen auch von Haltungsschäden kommen können.
Nach dem Besuch beim Urulogen hatte ich zwei ,drei Wochen Ruhe bis ich einen Lymphknoten am Hals ertastete und mir direkt wieder die schlimmsten Dinge ausmalte.Aids ,Ms oder Leukämie ich war mir sicher an einer schweren Krankheit zu leiden…5 Ärze habe ich aufgesucht und alle haben mir versichert das dieser Lymphknoten völlig normal sei und ich mir keine Sorgen machen solle ,aber wirklich beruhigt hat mich das nicht.

Seitdem hab ich alle möglichen Krankheiten schon „gehabt“.Ich war beim Internisten aus Angst vor Darmkrebs ,hab einen Hiv-Test machen lassen ,habe mir beim Hautarzt zwei Muttermale entfernen lassen und habe immer noch diese schreckliche Angst das eine böse Krankheit in mir schlummert.
Vor ein paar Wochen ist ein wenig Benzin über meine Hand gelaufen und ich bin fast vor Panik gestorben weil ich mit dem Krebserregenden Stoff Benzol in berührung gekommen bin.Wenn ich mit einer Frau schlafe habe ich panische Angst mich mit einer tödlichen Krankheit anzustecken auch wenn ich immer ein Kondom benutze :frowning:

Mein Leben ist momentan bis auf wenige Augenblicke nicht Lebenswert.Die Angst raubt mir jegliche Freude und ich merke schon das ich mich immer mehr zurückziehe und von meinen Mitmenschen distanziere.

Hallo!

Keine Ahnung, ob das nun ein richtiger Gedankengang ist-- bin ja Laie :wink:…aber ich würde da zuerst mal hinterfragen, was hinter so einer Krankheit steht!

ist doch so, daß man dem dann hilflos ausgeliefert ist…Todesängste bekommen kann…und Hilfe braucht, sofern die noch möglich ist!

Da Du ja offensichtlich nicht krank bist-- legt vielleicht Deine Seele ganz tiefe Ängste so für Dein Bewusstsein um, daß Du sie so besser wahrnimmst!

Würde also bedeuten…es gibt Sachen, die tief in Dir arbeiten- und bei denen Du Dich zumindest mal absolut hilflos und ausgeliefert fühlst…

Ganz „simpel“ :wink:…wäre es dann vielleicht ein Weg zu einem Therapeuten zu gehen und mal DA hinzusehen, wo wirklich die Angst herkommt…

Ein anderer Aspekt, der auch greifen kann ist, daß man in Krankheit endlich auch mal schwach sein darf!
Wenige Menschen gestehen sich Schwäche zu…man muss alles können, bloss nicht zu weich erscheinen oder sein (gegen andere oder gegen sich selbst!)…und dann wird auch von der Seele gerne „geflüchtet“…denn wer krank ist, darf nun „hochoffiziell“ mal schwach sein…und man bekommt sogar endlich mal Hilfe…

Gruss
Kitty

Hi,

bin zwar auch Laie, aber ich finde das hört sich nach einem Fall für den professionellen Psychologen an. Schau doch mal im INet unter Hypochondrie…

LG und Gute Besserung

Chris

hi,

das ist in der behandlungsbedürftig. du hast eine störung, die zeichen von hypochondrie und somatisierungsstörung hat.

du kannst dir da gut helfen lassen von einem ambulanten psychotherapeuten. tust du das nicht, besteht die gefahr der verschlimmerung und chronifizierung.

ab zum therapeuten, das ist behandelbar und dein leben wird wieder angstfreier laufen können.

tippfehler
hi,

es soll am anfang heissen: in der ausprägung ist es behandlungsbedürftig

Das hab ich mir beinahe schon gedacht :wink:

Muss ich denn direkt beim Therapeuten einen Termin vereinbaren , oder zu erst zu Hausarzt , der mir dann eine Überweisung schreibt?

Lg

hi,

wenn dein arzt mehr als 10€ fahrtkosten entfernt ist, dann leg lieber 10€ praxisgebühr beim therapeuten direkt hin. und man schont die kosten des gesundheitssystems, wenn nicht noch zusätzlich ein arzt eine weitere konsultation abrechnet, weil du ihn nach etwas fragst, was du sowieso schon weißt: das du eine therapie benötigst. vorteil im arztbesuch liegt allerdings in der möglichkeit, fragen zur therapie besprechen zu können (wenn es ein guter arzt ist) und adressen von therapeuten bekommen zu können, die er kennt.

DIR rate ich als erste therapeutisch übung, nicht zum arzt zu gehen, um zu erspüren, wie es ist, sich um sich sorgen zu machen, ohne dass ein arzt dich beruhigt. muss man aber keinen sport drauß machen.