Hallo liebe www-ler,
ich war/bin seit 07.2006 krankheitsbedingt nicht mehr im Job (Burnout und Depressionen). Die vergangenen 10 Wochen war ich endlich in einer Reha-Massnahme, bin jetzt soweit gesund und seit Montag wieder im Bewerbungsmarathon dabei.
Was mir momentan etwas Kopfzerbrechen bereitet, wie ich diese Zeit in meiner Bewerbung „verkaufe“?!?
- Was schreibe ich im Lebenslauf? Was kommt besser an: Ehrlichkeit oder eine „höflich dezente“ Umschreibung? Ich hab kein Problem, ehrlich damit umzugehen, aber wie kommen potentielle Arbeitgeber damit klar? Gehen die nicht eher davon aus, dass ich wieder ausfallen könnte? Oder schätzen sie mein Engagement und dass ich mich jetzt wieder beweisen möchte?!?!
- Wie sollte man das konkret im Lebenslauf dann formulieren:
07.2006 - dato ???
- Schreibe ich etwas davon im Anschreiben? Oder würdet ihr das eher weglassen? Oder ist das Verheimlichung von Tatsachen?
Bin mir wirklich unschlüssig und hoffe, einige Hinweise/Antworten/Tipps von euch zu bekommen.
Thx fürs Helfen & Schöne Grüße
Karin
Hallo, ich würde einfach „Arbeitssuchend“ eintragen, denn „Arbeitslos“ wird von manchen Chefs schon als negative Einstellung gewertet (allerdings wäre arbeitslos bei dir ehrlicher), und „Rehamassnahme wegen Depression und Burnout“ ist sicher auch nicht förderlich. Da kann ein Chef schnell auf „Nicht belastbar“ tippen und dich ausortieren.
Nur „Rehamassnahme“ kann zu unangenehmen Nachfragen führen (Arbeitsunfall trifft es ja wohl nicht ganz, auch wenn es arbeitsbedingt war)
Gruß Susanne
Hallo Karin,
gerade bei seelischen/psychosomatischen/psychischen Erkrankungen ist die Gefahr groß, daß man als nicht belastbare ‚Lusche‘ da steht. Ein Bewerbungscoach wird Dir deshalb raten, eine - auch längere - Krankheit, niemals in einer Bewerbung breitzutreten. Mehr noch: im Anschreiben wird sie nicht einmal erwähnt - im Lebenslauf schlicht als ‚Erkrankung, völlig genesen‘ abgehandelt. Ausführliche Infos findest Du hier (es sind zwei Seiten): http://www.karriere.de/psjuka/fn/juka/SH/0/sfn/build….
Grüße & viel Erfolg
Renee
hallo karin,
arbeitssuchend würde ich auch nicht schreiben, dazu ist die zeit zu lang. man würde sich gedanken machen warum die frau bei der qualifikation nicht längst was gefunden hat.
hast du ein arbeitszeignis des letzten ag? was steht da für ein ausscheide-datum? steht ein grund warum du die firma verlassen hast? auf eigenen wunsch etc?
hast du vielleicht eine freundin, der du ggf. stundenweise mal irgendwie ausgeholfen hast, bspw. hast du rechnungen, bürotätigkeiten, akquise o.ä. für sie erledigt, so dass eine stundenweise tätigkeit bis heute im lebenslauf steht und keine krankheit oder arbeitslosigkeit.
oder hat du einen familiären pflegefall betreut oder einfach eine familienpause gemacht.
bei eintrag von „krankheit, vollständig genesen“ geht es natürlich auch, allerdings wird man dich im gespräch sicherlich fragen, was für eine krankheit das war und du musst dich schon gut verkaufen können.
ich hatte letztens einen jungen mann bei mir in der beratungsstunde, noch keine 30 ! der hatte auch burnout, war fast ein jahr krank, allerdings stand im zeugnis ein viel späteres datum, so dass die lücke gar nicht auffiel.
helfe dir gerne!
gruss
paragraphenmaus