Hallo,
für eine 3-tägige ambulante Kontrolluntersuchung in der Nuklearmedizin eines Krankenhauses bin ich für diese Woche arbeitsunfähig gemeldet. Zum ersten Termin am Dienstagvormittag wurde mir gesagt, dass das bestellte Kontrastmittel leider nicht geliefert werden kann, obwohl der Mitarbeiter vor Ort telefonisch alles auch nur machbare versucht hatte. Nun ist der neue Termin erst in der nächsten Woche und ich benötige also eine Verlängerung der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. Bisher hat mein langjähriger Hausarzt nichts gesagt, wenn ich mal aufgrund von Rheumaschüben (RA) nicht in der Lage war, arbeiten zu gehen. Auch nach einer größeren OP letztes Jahr und aufgrund eines neuroendokrinen Tumors und daraus resultierenden Krankenhausaufenthalten hatte ich volle Unterstützung. Ich gehe auch sehr gerne arbeiten, mir fehlt die Beschäftigung und der Kontakt mit den Kollegen sogar, und trotzdem komme ich mir vor wie eine Arbeitsunwillige wenn ich nun erneut eine Verlängerung anspreche. Was kann ich tun?
Hallo,
für eine 3-tägige ambulante Kontrolluntersuchung
Rheumaschüben (RA) nicht in der Lage war, arbeiten zu gehen.
und trotzdem komme ich mir
vor wie eine Arbeitsunwillige wenn ich nun erneut eine
Verlängerung anspreche. Was kann ich tun?
Dich NICHT als Arbeitsunwillige betrachten! Wenn man krank ist, ist man eben krank und das hat mit Arbeitsunwilligkeit nichts zu tun. Auch eine 3-tägige ambulante Kontrolluntersuchung belastet den Menschen stark und wenn man ständig Rheumaschübe hat, ganz besonders.
Bitte laß dir keine Arbeitsunwilligkeit einreden, wenn du krank bist, das ist Unfug und zeigt nur wie rücksichtslos die Arbeitgeber mit kranken Menschen umgehen, denn bei ihnen hat diese Gehirnwäsche ihren Ursprung. Ähnliches geschieht auch mit Arbeitslosen, die ohne eigenes Verschulden ihren Arbeitsplatz verloren haben, auch ihnen wird Arbeitsunwilligkeit unterstellt, obwohl sie lieber heute als morgen wieder arbeiten gehen würden.
Also bitte deinen Hausarzt um die erforderlich AU!
Gruß,
p+p
Hallo,
ich verstehe Deine Frage irgendwie nicht richtig.
Bist Du akut krank? oder war die AU nur für die Untersuchung?
beste Grüße
Aquilegia A.
Für die Untersuchung brauchst du die AU. Und wenn sie 3 Tage dauert, dann dauert sie halt so lange.
Was ich aber nicht verstehe, ist: Wenn die Untersuchung nicht hat stattfinden können, weil das Mittel fehlte, warum bist du diese Woche dann nicht arbeiten gegangen?
Hallo JaninaG, bin jetzt die zweite Woche krank. Habe seit Herbst 2010 Beschwerden im Schulter/Halsbereich, und deshalb schon im November 2010 mal einen Termin beim Orthopäden vereinbart, der nun letzte Woche stattfand. Gott sei Dank, denn inzwischen kann ich nicht lange sitzen, und schlafen gehen ist mir ein Greuel, weil ich nicht weiss wie ich liegen soll. Die Diagnose lt. Röntgenbild ist eine totale Abnutzung zwischen 2 Halswirbeln, Nerv sitzt blank. Nun liegen 6 Termine Physiotherapie vor mir, danach hat mir der Orthopäde (nächster Termin schon vereinbart) REHA-Maßnahmen angekündigt,und meine Muskulatur muss dringend aufgebaut werden, ansonsten ist eine OP fällig. Das muss ich nun dem Hausarzt mitteilen, als hätte er nicht schon genug Diagnosen von mir vorliegen - Rheuma - Darmkrebs - letztes Jahr eine Gebärmutterentnahme mit beiden Eierstöcken und 2 verwachsenen Myomen, bei Entfernung Verletzung und dadurch nötiges Nähen des Darmes, seitdem Probleme mit der Blase und einem verletzten Nerv. Momentan sind auch noch meine Rheumabeschwerden stärker geworden, beide Handgelenke und nun auch noch der rechte Fuss machen mir mehr als sonst zu schaffen, Verformungen in der linken Hand und des linken Fusses schmerzen momentan stärker als sonst. Das alles zusammen wirkt doch aufgesetzt. Danke für Deine Rückmeldung, BGGMW
Bist Du akut krank? oder war die AU nur für die Untersuchung?
Hallo Aquilegia Alpina,
bin jetzt schon die zweite Woche arbeitsunfähig, ich vermutete, dass ein Rheumaschub (RA) daran schuld ist. Das wollte ich nutzen für eine fällige Kontrolluntersuchung im Krankenhaus, bekam auch gleich für die darauffolgende (diese) Woche Termin für 01./02./03.02., was ja nun leider nicht klappte.
Die Rheumabeschwerden sind aktuell sehr gross, aber nicht (wie ich vermutete) der Grund für Beschwerden in Schulter/Rücken, die mir z.B. langes Sitzen unmöglich machen, von geruhsamem Schlaf ganz zu schweigen. Beim Orthopäden wurde letzte Woche eine totale Abnutzung und ein blank liegender Nerv zwischen zwei Halswirbeln diagnostiziert. Ansonsten hätte ja eine 3 tägige AU für die Kontrolluntersuchung gereicht, das anzusprechen würde mir nicht schwerfallen. Was mir zu schaffen macht, ist schon wieder eine neue Diagnose, und erneut etwas, das mir mehr Schmerzen verursacht. Das akzeptieren können mit den Diagnosen Darmkrebs und Rheuma habe ich geschafft, nun kommt auch noch der Kraftaufwand für einen Muskelaufbau hinzu und das Einbauen in meinen zeitlichen Rahmen. Es fällt mir schwer, das überhaupt mitzuteilen, auch dem Hausarzt, vielleicht auch der Grund, dass ich keine weiteren Informationen in meine Anfrage schrieb. Es ist schon schwer genug, Termine beim Rheumatologen; Gynäkologen, monatliche Blutuntersuchungen im Einklang mit der Arbeitszeit zu bringen. Und die Arbeit ist mir wichtig!!! Denn anders als vor meiner Rheumadiagnose vor über 4 Jahren ist es jetzt so, dass ich mich über jedes Jahr freue, das ich schaffe (bin 52 Jahre und will bis mindestens …???, wenn nicht noch länger, mithalten).
Danke für Dein Nachhaken! Das Mitteilen können hat mir geholfen!!!
Auch für JaninaG - Einen lieben Gruss sendet Euch BGGMW
Danke p+p, das stärkt mich für die Ansprache beim Arzt. Ich glaube, die Welt um mich hat doch mehr Einfluss als gedacht.
Es grüsst Dich eine „Rücken wieder gerade gerückte“ BGGMW
Hallo,
du kannst einfach nur verdammt stolz auf dich sein, dass du nach so vielen schweren Erkrankungen es immer wieder zurück in die Arbeitswelt geschafft hast!
Du bist ganz sicher nicht arbeitsunwillig, bei einer 3-tägigen Untersuchung brauch dein Körper Ruhe!
Und nachdem was du schreibst, ist die Reha auch nötig, du willst doch wieder zurück ins Arbeitsleben!
Allgemein sei gesagt, wenn der Hausarzt nicht erkennen kann (häufiger will), wenn jemand krank ist und eine AU braucht, dann ist man dort nicht richtig!
Ich bin echt stolz auf dich…Grüße Jule
Mann, Mann…
Es geht doch gar nicht um eine 3-tägige AU wg. der Untersuchung!
Du brauchst dir da wirklich kein schlechtes Gewissen zu machen. Was sagt denn dein Hausarzt dazu? Stellt er sich denn zickig an oder denkst du das nur?
Vielleicht solltest du mal überlegen, ob du mal zu einem Psychologen gehst. So einen Haufen Krankheiten muss man auch erst einmal verarbeiten. Das musst du nicht alleine stemmen. Und wenn du schon so mit dir ringst, dann könntest du möglicherweise davon profitieren, dass du dir da etwas Unterstützung holst.
Hallo,
noch ein kleiner Hinweis:
die Fachärzte sind verpflichtet dem Hausarzt einen Bericht zu Diagnosen, vorgeschlagener oder durchgeführter Behandlung zu schicken. Du mußt dem Facharzt nur sagen, wer dein Hausarzt ist.
Damit kannst du dir dann zum großen Teil ersparen dem Hausarzt alles selbst zu erzählen.
Gruß.
p+p
Hallo JaninaG,
Danke für die Unterstützung. Durch das Miteinander in diesem Forum habe ich inzwischen mein Tief überwunden.
Gruss von BGGMW
Hallo p+p,
danke für Deinen Hinweis, muss dem Orthopäden noch den Hausarzt nachreichen, das hatte ich vergessen. Krankenhaus, Rheumatologe usw. schicken immer schon Berichte.
Gruss BGGMW
Hallo,
noch zwei Hinweise:
bezüglich deiner Wirbelsäulen-Probleme: informiere dich mal über die Osteopathie, http://www.osteopathie.de
bezüglich Darmkrebs: informiere dich über Enstehung, Ursachen, Therapiemöglichkeiten u.v.m., einschl. kostenloser Beratung, bei folgendem unabhängigem Forum: http://www.krebsforum.org
Gruß,
p+p