Krankmeldung im Urlaub

Hallo,

angenommenb, ein AN befindet sich im genehmigten Erholungsurlaub, stürzt beim Sport…

  • muss er dem Arbeitgeber noch während seines Urlaubs davon in Kenntnis setzen?

Wir diskutieren hier nämlich über Folgendes:
Angenommen, der AN ist in der letzten Woche seiner Probezeit und der Sturz ist schwerwiegend. Er wird ein halbes Jahr ausfallen, dann aber wieder voll einsetzbar sein. Was sollte und was muss er tun? Könnte er das Ende seines Urlaubs und damit den Ablauf der Probezeit abwarten um sich dann krank zu melden? Ist aber irgendwie auch nicht die feine Art :frowning:

Angenommen, der AN ist ein „richtig guter“, würden da die sechs Wochen Lohnfortzahlung in Erwartung eines absehbar wieder einsetzbaren guten AN Anlass zur Kündigung in der Probezeit geben?

Danke und viele Grüße
Monroe

Hallo

Ich gehe mal davon aus, der AN ist nicht im Ausland, oder?

Trotzdem bleibt es bei:

EntgFG § 5 Anzeige- und Nachweispflichten
(1) Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, dem Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich mitzuteilen.

  • muss er dem Arbeitgeber noch während seines Urlaubs davon in
    Kenntnis setzen?

Also: Ja.

Könnte er das Ende seines Urlaubs und
damit den Ablauf der Probezeit abwarten um sich dann krank zu
melden?

Ja. Folge wäre vermutlich eine Abmahnung, ggf anstelle der Abmahnung trotzdem eine Kündigung. Ob sich durch das Verhalten des AN überhaupt etwas groß ändert kann man soweit gar nicht sagen, da Betriebsgröße und Dauer der Probezeit nicht bekannt sind.

Angenommen, der AN ist ein „richtig guter“, würden da die
sechs Wochen Lohnfortzahlung in Erwartung eines absehbar
wieder einsetzbaren guten AN Anlass zur Kündigung in der
Probezeit geben?

Das müsste man den Chef fragen. Finanziell sinnvoller wäre: kündigen und nach Genesung wieder einstellen.

Gruß,
LeoLo

Hallo,

Der Arbeitgeber sollte am besten so zeitnah wie möglich von dem Unfall
und der voraussichtlichen Genesung erfahren.
( Schließlich könnte davon auch die Personalplanung der Teamkollegen
betroffen sein…z.B. Urlaub ). Wie schon richtig erkannt, wirft dieser Weg ein deutlich besseres Bild auf die Situation, als bis zum letzten Tag abzuwarten und den Chef im Dunkeln zu lassen.

Die Frage nach Kündigung könnte zunächst im Arbeitsvertrag nachgelesen werden. ( Z.B. Fristen und Vertragsdauer ). Anschließend
könnte das direkte Gespräch mit Vorgesetzten und Personalwesen folgen. Der Betrieb will einen guten AN nicht verlieren und eventuell
läßt sich eine Zwischenlösung vereinbaren.
Es wäre noch interessant, wie lange die Probezeit lief und ob der
Vertrag zeitlich ( wie lange ) befristet ist.

mfg

nutzlos

Hallo,

und der Sturz ist schwerwiegend. Er wird ein halbes Jahr
ausfallen,

Das mus ja etwas Schreckliches gewesen sein!

dann aber wieder voll einsetzbar sein.

Wer sagt das? Die Frau hinter der Glaskugel?

Wenn jemand wegen einem schweren Sturz mindestens ein halbes Jahr ausfällt, wo bitte ist die Garantie das nach den 6 Monaten alles wieder beim alten ist?? Ich denke kaum, dass ein Arzt so etwas mit Sicherheit bestätigen würde.

LG Jasmin

Guten Morgen,

dann aber wieder voll einsetzbar sein.

Wer sagt das? Die Frau hinter der Glaskugel?

Wenn jemand wegen einem schweren Sturz mindestens ein halbes
Jahr ausfällt, wo bitte ist die Garantie das nach den 6
Monaten alles wieder beim alten ist?? Ich denke kaum, dass ein
Arzt so etwas mit Sicherheit bestätigen würde.

Erstmal ist das eine rein fiktive Frage :smile: Und zweitens wurde mir selbst schon mal nach einem relativ schweren Unfall so ein „Termin“ von sechs Monaten mitgeteilt. Nach 4,5 Monaten war ich in der Wiedereingliederung, nach sechs Monaten voll einsetzbar.

Letztlich wissen die Ärzte schon oft, wie lange sowas dauert. Das da was dazwischen kommen kann, dürfte jedem klar sein.

VG
Monroe

Moin,

Es wäre noch interessant, wie lange die Probezeit lief und ob
der
Vertrag zeitlich ( wie lange ) befristet ist.

Sechs MOnate Probezeit, danach geht das in einen unbefristeten Vertrag über.

VG
Monroe

Erstmal ist das eine rein fiktive Frage :smile:

Natürlich! :smile:

Und zweitens wurde
mir selbst schon mal nach einem relativ schweren Unfall so ein
„Termin“ von sechs Monaten mitgeteilt. Nach 4,5 Monaten war
ich in der Wiedereingliederung, nach sechs Monaten voll
einsetzbar.

Kann möglich sein, muss aber nicht.
Denn der Arzt stellt Prognosen. Normalerweise sagt der Arzt „wenn es so und so verläuft, dann wird es in 2, 4 , 6 Monaten geheilt sein“. Oder „wenn du diese Medizin nimmst und keine Komplikationen auftreten, biste in 3 Wochen gesund“ … aber mit 100%iger Sicherheit vorraussagen kann es niemand.

So würde ich als AG denken. Das Risiko ist nicht einzuschätzen.

Ich kenne auch Fälle (auch persönliche) indem es nach 4 Wochen wieder gut sein sollte und man denkt nach 2 Jahren immer noch wie lange wohl die 4 Wochen noch dauern werden … Nach 4 Jahren wurde es zwar besser, aber man hat sich damit abgefunden, dass es wohl nie wieder 100%ig wie vorher sein wird.

Also der Vorschlag des Vorredners mit der Kündiguing und dem späteren Wiedereinstellen würde ich als AG ins Auge fassen.

LG jasmin

Guten Morgen,

danke - Frage beantwortet :smile:

Es ist tatsächlich „nur“ eine fiktive Frage. Theoretisch könnte ein Bekannter von mir in genau diese Situation kommen. Er fährt in der letzten Woche seiner Probezeit in den Skiurlaub. Da haben wir jetzt diskutiert, was passiert, wenn er sich da z.B. sein Bein bricht und er das seinem Arbeitgeber meldet (oder eben nicht).

Zu dem Zeitpunkt werden auch schon die Übernahmegespräche gelaufen sein, die standardmässig zum Ende der Probezeit stattfinden.

VG
Monroe